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So, 08:43 Uhr
10.09.2017
Aus der Musikszene

Jonas Monar mit CD „Alle guten Dinge“

Es ist einfach gut zu wissen, dass es sie noch gibt, die Musiker, die mit Herz und Hirn noch echte gute, hörenswerte, hitverdächtige und einprägsame Songs auf die Bühne bzw. auf eine CD bringen können. Wie beispielsweise Jonas Monar, meint Stefan Peter….

Jonas Monar (Foto: Polydor/ Universal)
Es kommt nicht allzu oft vor, dass mich Musiker in der heutigen Zeit mit ihrer Musik überraschen. Irgendwie hat man immer das Gefühl, das war alles schon mal da oder das gibt es so ähnlich schon.

Auch, dass viele junge Musiker wieder in deutscher Sprache singen und entdecken, dass man sich auch in der Muttersprache verständlich machen und ihre Gefühle ausdrücken können, ist zwar schön, aber auch nicht unbedingt neu …dachte ich, als ich das erste Mal das Debüt Album von Jonas Monar in den Händen hielt. Aber dann hat dieser junge und talentierte Mann meine ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Und obwohl er gerade mal erst Mitte 20 Jahre ist, wird er bereits hoch als einer der Newcomer 2017 gehandelt und das nicht ohne Grund. Denn, wenn Talent, Energie, Begeisterung und Leidenschaft zusammen kommen, entsteht immer etwas ganz Besonderes. Jonas Monar liebt Musik und das seitdem er denken kann.

Schließlich stammt er aus einer hochmusikalischen Familie aus der Provinz in Mittelhessen. So gab es in seinem Elternhaus oft nicht viel anderes zu tun, als Musik zu hören oder gleich selber zu machen. Schon mit 15 spielt er in einer Schülerband. Mit einer anderen Formation, die ursprünglich den Namen Monar hätte tragen sollen, folgen die ersten beachtlichen Auftritte im Vorprogramm von Silbermond, Sunrise Avenue und anderen.

Doch gerade, als es Ernst zu werden scheint, verabschieden sich seine Mitmusiker in ein bürgerliches Leben. Für Jonas Monar Anlass genug, alles auf eine Karte zu setzen und in Berlin eine zweite Karriere als Solist zu starten. Frisch in der Hauptstadt angekommen, unterschreibt er einen Songwriter-Vertrag und beginnt für andere Künstler zu schreiben und zu komponieren. Jonas Monar betrachtet dies heute als ausgezeichnete Schule: „Ich habe in der Zeit viele Songs mitgeschrieben, von denen von vorn herein klar war, dass sie niemals zu mir passen“.

Einer seiner Neukontakte in Berlin ist der Musiker, Studiobesitzer und Produzent Tom Deininger. Er ermutigt ihn es doch mal wieder selbst zu versuchen, Songs für sich zu schreiben. Innerhalb von zwei Jahren entstehen so an die 30 Songs für sein Debütalbum. Kunst kommt von Können und Jonas Monar kann das, was er tut. Wie seine erste eigene CD beweist.

Meist beginnnt ja alles mit der Musik. Bei Jonas Monar kommt der Text zuerst. Die Sprache, die er dabei findet, ist frei von Kitsch-Passagen. In jedem Wort in jeder Note steckt viel Detailverliebtheit und viel Lebensfreude, aber auch Herzweh und ist mal überschwänglich, mal zerbrechlich und gefühlvoll. Eine Mischung, die ganz selbstverständlich auch musikalisch ihr Ebenbild findet.

Ganz leicht erzählt er Storys, in denen man sich direkt Zuhause fühlt, irgendwo zwischen klassischem Singer-Songwriter Sound und geschmeidigem guthörbaren eingängigem Pop, angereichert mit vielen modernen und überraschen Elektronik-Elementen. Dabei bewegt er sich geschickt zwischen Tim Bendzko, Johannes Oerding, Joris, Andreas Bourani oder auch Bosse, macht aber sein ganz eigenes Ding und die aktuellen Songs zu modernen, hörenswerten, musikalischen Glanzstücken. Wie Stücke wie „Immun“ „Held“ Die Anderen“ oder auch Passagiere“ beweisen. Wobei natürlich auch sein erster Radiohit „Playlist“ nicht auf der CD fehlen darf.

Fazit: Es ist einfach schön zu wissen, dass es sie noch gibt, die Musiker, die mit Herz und Hirn noch echte gute, hörenswerte, hitverdächtige und einprägsame Songs auf eine Bühne bzw. auf eine CD bringen können. Dafür einfach mal Danke!
Stefan Peter

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