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Sa, 10:59 Uhr
02.12.2017
An den Feiertagen haben Einbrecher Hochkonjunktur

So schreckt man sie ab

Weihnachtszeit ist Familienzeit. Der Großteil der Deutschen verbringt die Feiertage im Kreise seiner Liebsten und überlässt seine Wohnung sich selbst. Für Einbrecher bedeutet das, sie haben Hochkonjunktur. Sind die Bewohner nicht da, können sie sich unbemerkt Einlass verschaffen und Wertgegenstände entwenden dann ist es mit der Besinnlichkeit schnell vorbei...

Einbrecher haben immer Konjunktur (Foto: pixabay.com)
Alles abschließen: Ein gekipptes Fenster ist eine Einladung für jeden Einbrecher. Mit wenigen geübten Handgriffen ist das Fenster aufgehebelt und der Fremde steht in der Wohnung. Ähnlich verhält es sich mit einer nicht abgeschlossenen Haustür. Wurde sie lediglich ins Schloss fallengelassen, ist es nicht nur ein Leichtes, sie zu öffnen, sondern kann sogar bedeuten, dass die Versicherung nicht für die infolge des Einbruchs entstanden Kosten aufkommt.

Keine Einstiegshilfe bieten: Das Erdgeschoss und das Souterrain sind hinsichtlich eines Einbruchs am „beliebtesten“. Lässt man aber Mülleimer, Leitern oder Gartenmöbel draußen stehen, können diese als Einstiegshilfe in höhere Etagen dienen. So gelingt es dem Einbrecher dann auch, in die erste Etage zu gelangen, von wo aus er ins Haus oder in die Wohnung eindringen kann. Daher gilt es, Leiter, Mülleimer & Co. wegzuschließen und Einbrechern ihre Arbeit zu erschweren.

Mit Licht abschrecken: Das Schlimmste für einen Einbrecher ist es, wenn er auf frischer Tat ertappt wird. Dies ist sehr wahrscheinlich, wenn das Haus beleuchtet ist und wachsame Nachbarn direkt sehen können, wer oder was auf dem Nachbargrundstück vor sich geht. Daher sollten alle Hauseingänge wie auch andere gefährdete Bereiche mit Lampen mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden. Dies zieht nicht nur die Aufmerksamkeit der Nachbarn auf sich, sondern schreckt bestenfalls auch Einbrecher ab.

Anwesenheit simulieren: Dass man die Feiertage nicht zu Hause verbringt, muss der Einbrecher ja nicht wissen! Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich das Licht in den Räumen ein- und ausschalten. Es gibt zudem Geräte, die Duschgeräusche, Fernsehflimmern oder auch Hundegebell simulieren und damit Einbrecher fernhalten. Unbedingt sollte man auch dafür sorgen, dass der Briefkasten regelmäßig geleert wird.

Keine Urlaubspostings: Für professionelle Einbrecher ist es ein Leichtes, über Postings in den sozialen Netzwerken die eigene Adresse herauszufinden, um sich dann am eigenen Hab und Gut zu schaffen zu machen. Auch auf dem Anrufbeantworter sollte man nicht darüber informieren, wann und wie lange man nicht zu Hause ist.

„Fest steht: Wenn ein Einbrecher unbedingt in eine Wohnung oder ein Haus eindringen will, dann wird ihm das früher oder später gelingen. Um ihm seine Arbeit aber deutlich zu erschweren, genügen bereits einige kleine Maßnahmen und die Wohnung ist besser geschützt“, sagt Robert Litwak, Mitgründer und Geschäftsführer der plusForta GmbH.
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Kommentare

02.12.2017, 11.07 Uhr
Paulinchen | Doch Vorsicht...
...ist beim Sichern des Eigenheimes und des Autos geboten. Die Sicherungstechniken sind zum Teil schon so sicher, dass sie unserem Staat zu sicher sind. Der Innenminister hat gestern von seinem Veto Gebrauch gemacht und bittet um Zusammenarbeit mit den Herstellern, damit der Staat in der Lage ist, seine "Wanzen" im Bedarfsfall platzieren zu können.

Also - ein wenig Sicherheit sollte schon reichen. ;-)
02.12.2017, 11.57 Uhr
Andreas Dittmar | Naivität ist das beste Einbruchwerkzeug
Der Staat braucht seine Wanzen gar nicht mehr zu plazieren @Paulinchen. Wo früher ein immenser personeller und technischer Aufwand in Kauf genommen wurde, um Wohnungen auszukundschaften und unbemerkt einzubrechen um dann modernstes Spionageequiment gut getarnt zu installieren, kauft sich heute der ahnungslose Bürger diese Wanzen selbst und stellt sie offen auf den Küchentisch oder bindet sie seinen Kindern gar ans Handgelenk. Manche quatschen tagtäglich ausführlich mit diesen Datenkraken. Es wird auch immer genialer : einfach mal AmazonKey googeln.... Manche ändern noch nicht mal die Zugangscodes für ihre Alarmanlagen weil sie es eben nicht wissen. Wenn bei der Rückkehr aus dem Urlaub der Selfistick mit einem Bild vor der Webcam unberührte Wohnzimmeridylle simuliert, während das Wohnzimmer selbst jedoch ungewöhnlich leer und besenrein erscheint, hat man falsch investiert.
02.12.2017, 13.05 Uhr
tannhäuser | Besenrein hinterlassen?
Am Schaden und Stress mit der Versicherung wird das nichts ändern, Andreas Dittmar!

Aber unsere Wohnungen werden nicht von Gentleman-Ganoven, sondern unzivilisierten Horden heimgesucht.

Die hinterlassen auch gerne mal ihre Fäkalien als letzten Gruss und "verzieren" damit die Wände.

Aber wer sie durch Grenzöffnungen nach allen Richtungen reingelassen hat und wer das auch heute noch lautstark beklatscht, ist hier schon ausreichend thematisiert wurden.
02.12.2017, 13.20 Uhr
Andreas Dittmar | So etwas ist immer ein böses Erwachen
@tannhäuser, klar wird man der Versicherung dann einiges erklären müssen gerade beim technischen Aspekt. Ironie on <aber es gibt ja diese autonomen Staubsauger, die man bestimmt in solchen Hightechwohnungen findet und wenn die beim Bruch eben vergessen werden, haben die nun ein völlig barrierefreies Arbeitsumfeld, wo man ungestört seine Bahnen ziehen kann. > Ironie off
Natürlich sollte jeder immer wieder hinterfragen, wo vernetztes Zuhause seine Grenzen hat....
02.12.2017, 14.11 Uhr
Realist 1.0 | Das beste Mittel gegen Einbrecher sind immer noch
die wachsamen Nachbarn mit denen man sich gut versteht.Aber in einer Gesellschaft in der Grundstücksbesitzer immer Höhere Hecken pflanzen das ja keiner auf ihr Grundstück sehen kann, die brauchen sich nicht zu wundern wenn ständig eingebrochen wird, den so etwas ist eine Einladung für Einbrecher. In Mehrfamilienhäuser ist das auch nicht viel besser, da kennen vielen Nachbarn weder die Namen noch wird sich gegrüßt im Treppenhaus. Ich habe mit solchen Menschen einfach nur Mitleid, den ich Wohne in einem Haus wo jeder den anderen Nachbar kennt und auch hilft.
03.12.2017, 09.20 Uhr
Sonntagsradler 2 | So schreckt man sie ab
Das beste Mittel gegen Einbrecher. Alles nur ein hätschel Tätschel wie im Kindergartenverein. Das einzige was wirklich vor Einbrechern schützt ist eine Umfriedung des Grundstückes mit Stacheldraht. Wenn das nicht reicht noch ein paar scharfe Hunde
Falls die Einbrecher es doch bis zum Haus schaffen, sollten für die Sicherheit der eigenen Wehrte und sogar der Sicherheit des eigenen Leben, noch ein paar Lichtschranken die einen. Stromimpuls auslöst der einen Elektroschocker oder dem der neuen Elektropistolen der Polizei in nichts nachsteht. Die letztere Sache könnte auch für die Installation an Eingangstüren in Wohnblocks verwenden. Man sollte aber auf keinen Fall vergessen ein Warnschild für unsere EU Nachbarn anzubringen. Wollen mal sehn wie schnell die Einbruchsserien zurück gehen. Selbst das anbringen von Überwachungskamera ist zum Größtenteils meines Erachtens kalter Kaffee.
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