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Sa, 15:49 Uhr
02.12.2017
Anlegerverhalten

Thüringer halten Aktien für Teufelszeug

In dieser Woche wurde das (3)"Anlageverhalten der Deutschen 2017" veröffentlicht. Der Themenfokus wurde im Rahmen des AXA Deutschland-Report erhoben, in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov. Diese Studie ist nicht nur repräsentativ in Bezug auf Gesamt-Deutschland, sondern auch in Bezug auf jedes einzelne Bundesland mit interessanten Ergebnissen auch für Thüringen...

Teufelszeug (Foto: pixabay.com)
Aktien sind für die Thüringer Anleger Teufelszeug. Man befürchtet mehr als in jedem anderen Bundesland unkalkulierbare Risiken und eine Situation wie in einem Spielcasino.

Die Thüringer sehen selbst dann ein großes Risiko, wenn man 20 Jahren investiert bleibt und in einem Markt-Index investiert ist. Folgerichtig wird die Aktie gemieden. Die grundsätzlichen Vorbehalte gegenüber der Geldanlage zeigen sich auch, weil Thüringer glauben, dass man gute Renditen ohnehin nur bei großen Vermögen und mit Unterstützung großer Finanzfirmen erreicht.

Weil Aktien keine Alternative sind, leiden die Thüringer besonders unter der Niedrigzinsphase. Deshalb ist in der Niedrigzinsphase die Sorge besonders groß, dass das Geld im Alter nicht reicht.

Die Thüringen-Ergebnisse im Detail:
  • In keinem anderen Bundesland lehnen es so viele Bürger grundsätzlich ab, Geld an der Börse anzulegen (44 %, Bundesschnitt 30 %)
  • In keinem anderen Bundesland halten so viele Bürger die Geldanlage an der Börse so riskant wie den Gang ins Spielcasino (59 %, Bundesschnitt 46 %)
  • In keinem anderen Bundesland gehen so viele Bürger davon aus, dass man bei der Geldanlage an der Börse unkalkulierbare Risiken eingeht (76 %, Bundesschnitt 58 %)
  • In keinem anderen Bundesland gehen so viele Anleger davon aus, dass nur große Finanzfirmen in der Lage sind, bei der Geldanlage gute Ergebnisse zu schaffen (41 %, Bundesschnitt 28 %)
  • In keinem anderen Bundesland gehen so viele Bürger davon aus, dass man an gute Geldanlage-Produkte nur mit einem großen Vermögen kommt: 59%, Bundesschnitt: 43%.
  • In keinem anderen Bundesland stimmen weniger Bürger für eine wöchentliche Überprüfung der Anlageentscheidung: 13%, ebenso wie in Sachsen-Anhalt, Bundesschnitt: 18%.
  • In keinem anderen Bundesland befürchten so viele Bürger eine Inflation: 37% Bundesschnitt: 25%.
  • In keinem anderen Bundesland ist für so viele Bürger die größte Sorge wegen der Niedrigzinsphase, dass ihnen im Alter das Geld nicht reicht, weil sie kaum noch Zinsen auf ihre Ersparnisse bekommen: 30%, Bundesschnitt: 20%.
  • Die Thüringer sehen ein großes Risiko, dass selbst nach 20 Jahren ihr Börsen-Investment mit einem Verlust endet: Ein mehr als 50prozentiges Risiko sehen 45 % bundesweit. In Thüringen sind es sogar 55%. Ähnlich groß ist dieser Wert in Berlin (53 %) und Mecklenburg-Vorpommern mit 52% Prozent
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Kommentare

02.12.2017, 20.17 Uhr
Friedrich I. | Jetzt möchte ich einmal
die Frage stellen, ob Städte oder Gemeinden,
hier im Kyffhäuserkreis in Aktien investiert haben?
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