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So, 11:25 Uhr
03.12.2017
Die lauernde Gefahr

Wie uns der Feinstaub die Luft zum Atmen nimmt

Immer größer wächst die Angst vor Umweltbelastungen. Insbesondere vor Belastungen, die die Gesundheit schädigen und die sich nicht unbedingt auf Anhieb erkennbar zeigen. Feinstaub gehört zu dieser Umweltbelastung, mit der ganz besonders unsere Atemwegsorgane schon seit vielen Jahren zu kämpfen haben...

Die schleichende Gefahr (Foto: SD-Pictures/pixabay.com)
Je nachdem in welchen Ballungsgebieten man wohnt, ist die Feinstaubbelastung so groß, dass gesundheitliche Schäden an Bronchien, Schleimhäuten und Lunge vorprogrammiert sind. Zwar ist unser Schutzmechanismus größtenteils darauf ausgerichtet, sich gegen diese winzigen und unsichtbaren Schädlinge mit Flimmerhärchen und Co. zu schützen, doch wenn das Fass überläuft, schaffen auch sie nicht mehr den Körper vor diesen schädlichen Eindringlingen zu befreien.

Trotz der Einhaltung von Richt- und Grenzwerten der Feinstaubbelastungen einzelner Städte, gehen Wissenschaftler davon aus, dass schon niedrigste Werte gesundheitsschädigend sind. Für Asthmatiker und Allergiker ist eine erhöhte Feinstaubbelastung zum Teil lebensbedrohlich und kann verheerende Folgen und bleibende Schäden an Bronchien und Lungen mit sich ziehen. Denn die eh schon vorgeschädigten Atemwegsorgane werden noch zusätzlich durch die Feinstaubpartikel belastet und verdichtet.

Feinstaubpartikel unterscheiden sich nur anhand ihrer Größe, denn ab einem Durchmesser von mehr als 0,01 Millimetern werden sie als Grobstaub deklariert, den man nur bei ganz genauem Hinschauen mit dem bloßen Auge erkennen könnte. Alles was darunter liegt wird als Feinstaub bezeichnet. Und genau dieser ist sehr gesundheitsschädigend für alle menschlichen und auch tierischen Atemwegsorgane. Besonders die fein verästelten Bronchien haben es schwer mit diesen Partikeln, die sich unsichtbar über jeden Atemzug in den Bronchien und schließlich in der Lunge festsetzen. Atemwegsbeschwerden und auch das Herzinfarktrisiko steigen an. Darüber hinaus erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Lungenerkrankung und sogar der Erkrankung an Lungenkrebs.

Ballungsgebiete meiden und für saubere Luft sorgen

Wer als Asthmatiker sich in eine Großstadt mit sehr hohem und dichtem Verkehrsaufkommen niederlässt, muss sich nicht wundern, wenn sich schon nach kurzer Zeit erste Atemwegsbeschwerden auftun. Da hilft dann nur noch ein Umzug aufs Land, oder man sorgt selbst für saubere Luft mit einem Luftreiniger. Zwar kann man das nur zuhause oder auch in den Büroräumen vornehmen, doch immerhin verbringt man in der Regel einen Großteil der Tages- und auch Nachtzeit in den eigenen vier Wänden oder eben am Arbeitsplatz.

Dass das Verkehrsaufkommen in Großstädten zunimmt, ist nicht nur zählbar, sondern auch offensichtlich. In einigen Ländern ist die Feinstaubbelastung in Ballungsgebieten mittlerweile so massiv, dass sich der Himmel komplett verdichtet, die Sonne nicht mehr durchdringt und die Atemluft zum Scheiden scheint. Besonders im asiatischen Raum sind die Belastungen teils weit um das Hundertfache über die hier üblichen Richt- oder Grenzwerte der Belastungen. Für die dort lebenden Menschen eine Katastrophe, die sich schon jetzt bezüglich der Häufigkeit schwerwiegender Atemwegserkrankungen abzeichnet.

Für schwangere Frauen ist beispielsweise in dortigen Gefilden ein jeder Gang vor die Haustüre nur noch mit Atemschutzmasken überhaupt noch tragbar und möglich. Die Angst, dass schon ein einziger Atemzug der mit Feinstaub belasteten Luft schädlich für den Fötus sein kann, ist nicht nur berechtigt, sondern auch wissenschaftlich erwiesen.
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