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Sa, 21:36 Uhr
03.02.2018
Thüringer HC

In Podgorica ohne Chance

Mit einer 21:29 (12:15) Niederlage kommt der Thüringer HC vom Auswärtsspiel aus Podgorica zurück. Der montenegrinische Meister zeigte sich heute in allen Belangen überlegen und hatte mit Darly Zogby de Paula eine super haltende Torhüterin. Die meisten Treffer beim Sieger erzielte Djurdjina Malovic (7), für den THC traf Iveta Luzumova acht Mal...


Auch wenn der THC seinen ersten Angriff sehr konzentriert ausspielte und Iveta Luzumova mit schönem Fernwurf das 1:0 markieren konnte, gehörte die Startphase den Gastgeberinnen. Djurdjina Malovic und Matea Pletikosic hatten schnell Ausgleich und eigene Führung erzielt. Beim THC klemmte es im Angriff und die wenigen Wurfchancen wurden vergeben.

Man spürte, dass mit Kerstin Wohlbold, die erkrankt die Reise nicht antreten konnte, der eigentliche Lenker an allen Ecken und Enden zu fehlen schien. Nach zehn Minuten hatte Buducnost eine 6:3 Führung erzielt - auch die erste Ansprache Herbert Müllers, in der er vor allem die fehlende Aggressivität in der Abwehr beklagte, brachte noch keine wirkliche Wende im Spiel der Thüringerinnen. Nach 15 Minuten hatten zwei Treffer von Luzumova und Saskia Lang die Gäste wieder etwas näher heran gebracht, aber Buducnost führte da bereits komfortabel mit 10:5.

Die routinierten Djurdjina Jaukovics und Milena Raicevic (vorm. Knezevic) führten ihre jungen Nebenleute gut - die Wurfabschlüsse von Podgorica waren fast fehlerfrei - einzig Dinah Eckerle konnte zwei Strafwürfe entschärfen - auf der Gegenseite scheiterte aber auch Iveta Luzumova mit technischem Fehler und einer starken Abwehr von Darly Zogby de Paula von der Strafwurfmarke. Die Abwehr des THC erlangte jetzt aber besseren Zugriff auf die gegnerischen Angreiferinnen und nach 20 Minuten hatte man auf 8:12 verkürzen können. Auch durch eine stark haltende Jana Krause im Tor kamen die Gäste weiter heran. Den fehlenden Druck aus dem Rückraum konnte Anika Niederwieser mit ihrem schönem Fernwurftreffer zum 9:12 aber kurz vergessen lassen. Treffer der Gäste fielen weiterhin fast nur vom Kreis - wo aber jetzt zweimal Meike Schmelzer freigespielt werden konnte. Der Thüringer HC hatte jetzt besser ins Spiel gefunden und konnte mit der Spielentwicklung bis zum 12:15 Halbzeitstand vorerst zufrieden sein.

Buducnost erzielte die ersten zwei Nachpausentreffer und der Rückstand war wieder angewachsen. (17:12 - 34.Min) Anika Niederwieser machte jetzt mehr Druck im THC-Angriff und konnte nur durch Foulspiel gebremst werden. Doch auch dieses Mal blieb Zogby de Paula Sieger im Strafwurfduell. Die schnellen Ballpassagen der Gastgeberinnen machten der THC-Abwehr immer wieder zu schaffen - dreimal erwies sich jetzt Jana Krause als Turm in der Schlacht - gegen die Würfe der starken Djurdjina Malovic, war sie dann doch machtlos und nach 40 Spielminuten führte Podgorica wieder mit 20:14. Und es sollte schlimmer kommen - de Zogby im Buducnost-Gehäuse hielt fast alles, was auf ihr Tor kam. Saskia Lang scheiterte frei von Linksaußen, Gordana Mitrovic mit Strafwurf. Zwölf Minuten war den Gästen kein Treffer mehr gelungen - es war fast zwangsläufig, dass die Differenz nach dem verwandelten Strafwurf durch Milena Raicevic (24:14 - 47. Min) erstmalig zweistellig wurde. Herbert Müller nahm die Auszeit - stellte das Signal auf 7 gegen 6, was gleich Erfolg brachte.

Iveta Luzumova hatte Platz und traf. Im nächsten Angriff wurde Lydia Jakubisova super freigespielt - ihren Heber konnte die heute überragende de Paula fangen, was ihr zum wiederholten Mal Extra-Applaus von den Rängen brachte. Die Entscheidung im Spiel war längst gefallen, dem THC konnte es nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Aber Podgorica ließ in den Angriffsbemühungen nicht nach und hielt den Abstand zweistellig. Dann gab es doch noch ein versöhnliches Ende - Herbert Müller hatte einen Kempa angesagt - er gelang und Iveta Luzumova hatte mit ihrem Treffer nach Pass von Lydia Jakubisova den 21:29 Endstand erzielt.
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