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Di, 18:23 Uhr
27.03.2018
Gegen die Sommerzeit

über 1000 Petitionen

Seit 2000 gibt es im Bundestag über 1000 Petitionen, darunter 27 aus Thüringen, gegen die Umstellung der Zeit mit unterschiedlichen Zielen: Abschaffung oder Beibehaltung der Sommerzeit, Beibehaltung der mitteleuropäischen Zeit und Abschaffung jeglicher Zeitumstellungen. Aber es gibt nicht eine einzige Petition zur Beibehaltung der zwei Mal jährlich stattfindenden Zeitumstellungen!......

Viele Petitionen haben mehrerer Unterschriftenlisten, eine öffentliche Petition mit fast 15.000 Unterschriften wurde dem Europäischen Parlament zugeleitet.

Besonders aktiv ist im Eichsfeld die Selbsthilfegruppe "Atmen und Leben Eichsfeld", die bereits kurz nach den Wahlen wieder eine Petition dazu gestellt hat. Dazu gesellen sich weitere Beschwerden, über die die neue-alte Koalition beraten muss.

Kersten Steinke, Abgeordnete aus dem Wahlkreis Eichsfeld Nordhausen Kyffhäuserkreis, begrüßt die Petitionen: „Mit der Einführung der Zeitumstellung 1980 quält uns nun seit 38 Jahren dieser Zwang, dem sich keiner entziehen kann. Dabei ist längst nachgewiesen, dass es weder wirtschaftliche noch ökonomische Vorteile gibt und die Gesundheit bei Mensch und Tier darunter leidet. Auf Druck der Bevölkerung in den EU-Ländern und des Europäischen Parlaments soll die Europäische Kommission jetzt die Vor- und Nachteile prüfen. Die Mühlen in der EU mahlen leider sehr langsam.“

Anmerk.d.Redaktion
Hier mal ein Blick in Wikipedia:

Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland keine Sommerzeit.

Die erneute Einführung der Sommerzeit wurde in der Bundesrepublik Deutschland 1978 beschlossen, trat jedoch erst 1980 in Kraft. Zum einen wollte man sich bei der Zeitumstellung den westlichen Nachbarländern anpassen, die bereits 1977 als Nachwirkung der Ölkrise von 1973 aus energiepolitischen Gründen die Sommerzeit eingeführt hatten. Zum anderen musste man sich mit der DDR über die Einführung der Sommerzeit einigen, damit Deutschland und insbesondere Berlin nicht auch zeitlich geteilt waren. Die Bundesrepublik Deutschland, mit Ausnahme der Exklave Büsingen am Hochrhein, und die DDR führten deshalb die Sommerzeit gleichzeitig ein. Büsingen richtete sich nach der Schweiz und führte die Sommerzeit erst 1981 ein.[22]

In der DDR regelte die Zeitordnung[23] in Verbindung mit der für das jeweilige Jahr gültigen Verordnung über die Einführung der Sommerzeit (erstmals derjenigen vom 31. Januar 1980) die Umstellung. Wie politisch aufgeladen das Thema in der damaligen Situation war, wurde auch im Herbst 1980 deutlich, als die DDR unvermittelt ankündigte, die Sommerzeit bereits nach dem ersten Jahr wieder abschaffen zu wollen.[24] Dieser Plan sorgte für gewisse Turbulenzen (er wurde in der Bundesrepublik als Abgrenzung zum Westen verstanden), obwohl man schließlich doch bei der abgesprochenen Vorgehensweise blieb.[25]

1981 wurde der Beginn vorverlegt. 1996 schließlich wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union vereinheitlicht. Damit gilt die Sommerzeit in Deutschland einen Monat länger; sie dauert seither jeweils 30 oder 31 Wochen.
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