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Di, 10:31 Uhr
15.05.2018
Lebenshilfe Leinefelde-Worbis

Gemeinsames Projekt mit dem Gymnasium

Während die Schüler der Abiturklassen des Staatlichen Gymnasiums „Marie Curie“ in Worbis über ihren Abiturprüfungen schwitzten, war auf dem Schulhof ein ungewohntes Treiben zu beobachten. Die Gruppe der Holzabteilung der Werkstatt der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis baute gemeinsam mit Schülern Rundbänke auf.....

Offizielle Einweihung (Foto: Gisela Reinhardt)
Im Foto: Daniel Dietrich, Olaf Gottstein und Bernd Schüler

Daniel Dietrich, Kontaktlehrer des Gymnasiums hatte die Idee. Schon lange hatte er sich gewünscht, mit seinen Schülern ein soziales Projekt zu machen, mit dem Ziel, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu wecken und zu fördern, Berührungsängste abzubauen und für gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz zu werben.

Bei einem Arbeitstag der Schüler in der Werkstatt gab es für beide Seiten viele Gelegenheiten, sich kennenzulernen. Einen Tag lang arbeiteten die Schüler in den Arbeitsgruppen der Werkstatt mit und staunten nicht schlecht, wie vielfältig und anspruchsvoll die Arbeitsaufträge waren.

Dabei waren es die Menschen mit Behinderung selbst, die ihnen Erfahrungen bei der Arbeit, in Gesprächen, insbesondere aber auch im ganz normalen Umgang miteinander vermittelten. Das gemeinsame Erleben überwindet Barrieren.

Am Nachmittag hatten sie auch die Gelegenheit, an den arbeitsbegleitenden Maßnahmen teilzunehmen. Egal, ob Rhythmusgruppe, Chor oder Kochkurs, sie staunten über die Unkompliziertheit, Freundlichkeit und Freude, die die Menschen mit Behinderung vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler hatten einen Wunsch.

Gern wollten sie mit den Werkstattbeschäftigten an einem speziellen Projekt arbeiten und gemeinsam etwas Bleibendes schaffen. Seit langem wünschen sich die Gymnasiasten mehr Sitzmöglichkeiten auf ihrem Pausenhof. Vom Förderverein des Gymnasiums unterstützt, wurde zunächst gemeinsam gemessen, gezeichnet und geplant und dann gesägt, gehobelt und gepinselt.

Immer, wenn es der Schulbetrieb erlaubte, kamen die Schüler, um mit anzupacken. Am 4. Mai war es soweit. Pünktlich zum Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, dem 5. Mai, an dem Aktion Mensch öffentlichkeitswirksame Aktionen finanziell unterstützt, gab es ein großes Fest.

Schulleitung, Förderverein, Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, der Tabaluga-Förderschule, die Beschäftigten der Holzgruppe der Behindertenwerkstatt und zahlreiche Gäste trafen sich auf dem Schulhof der Förderschule und ließen es sich gut gehen.

Imbiss (Foto: Gisela Reinhardt)
Zuvor oblag es dem Schulleiter Bernd Schüler und dem Vorsitzenden des Fördervereins Olaf Gottstein, das Absperrband zu zerschneiden und die Bänke freizugeben. Dann gab es kein Halten mehr.

Bei Döner und erfrischenden Getränken blickten alle nicht ohne Stolz auf das gelungene Werk. Für Dietrich war dieses Projekt und der damit verbundene Aktionstag der erste Schritt auf einem hoffentlich langen gemeinsamen Weg von Lebenshilfe Leinefelde-Worbis und dem Förderverein des Staatlichen Gymnasiums „Marie Curie“.

Die nächsten Projektideen lassen bei ihm nicht auf sich warten. Seine Schülerinnen und Schüler sind jedenfalls voll bei der Sache und freuen sich darauf, von diesen Erfahrungen für ihr eigenes Leben zu profitieren.
Gisela Reinhardt

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