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Mi, 07:44 Uhr
13.06.2018
DDR-Zwangsumsiedlungen

Thema wird weiter bearbeitet

Gestern befasste sich die Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der deutschen Landesparlamente (LPK) auf Initiative des Vorsitzlandes Thüringen auf Schloss Ettersburg mit dem Thema der aus den Grenzgebieten der ehemaligen DDR Zwangsumgesiedelten....

Die Teilnehmer haben verabredet, dass sie das Thema der DDR-Zwangsumsiedlungen weiter bearbeiten wollen. Eine Beschlussfassung hierzu ist für die nächste Landtagspräsidentenkonferenz angedacht worden. Dabei soll möglicherweise auch das Thema der finanziellen Entschädigung der Opfer aufgegriffen werden. Aus den Reihen der Teilnehmer gab es zudem die Anregung, in die Bestrebungen der LPK um die Zwangsumgesiedelten die Exekutive einzubinden.

Landtagspräsident Carius sagte: „Das Schicksal der Zwangsumgesiedelten steht symbolisch für die Unmenschlichkeit der SED-Diktatur. Durch die DDR-Zwangsumsiedlungen wurden tausende Familien oft mitten in der Nacht brutal aus ihrem Zuhause verschleppt, ihrer Heimat beraubt.“

Historikern zufolge sollen insgesamt zwischen 11.000 und 12.000 Menschen zwangsumgesiedelt worden sein. Ca. 3.000 Menschen sollen sich durch Flucht aus der DDR der Zwangsumsiedlung entzogen haben. In Thüringen wurden die Zwangsumsiedlungen als Aktionen „Ungeziefer“ (1952) und „Kornblume“ (1961) bezeichnet. Bei diesen Aktionen sind auch viele Eichsfelder von ihren Grundstücken in Grenznähe vertrieben worden.
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