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Do, 14:02 Uhr
05.07.2018
Inflationsrate im Juni in Thüringen betrug 2,0 Prozent

Was wurde teurer, was billiger?

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg der Verbraucherpreisindex im Monat Juni gegenüber dem Vormonat Mai um 0,1 Prozent. Er erreichte einen Indexstand von 111,2 Prozent (Basis 2010=100). Die Entwicklung der Jahresteuerungsrate verlief leicht rückläufig von 2,1 Prozent im Mai auf 2,0 Prozent im Juni...

Verbraucherpreisindex für Thüringen 2017/18 (Foto: TLS)
Auch in diesem Monat beeinflussten Preisanstiege für Mineralölprodukte (14,0 Prozent), für Nahrungs-mittel und alkoholfreie Getränke (3,4 Prozent) sowie für alkoholische Getränke und Tabakwaren (4,4 Prozent) nachhaltig die Preisentwicklung zum Vorjahresmonat.

Ein gestiegener Getränkeabsatz aufgrund der Fußballweltmeisterschaft ließ insbesondere die Bierpreise mit 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ansteigen. Im Nahrungsmittelbereich lagen die Preise für Speisefette und Speiseöle (16,0 Prozent), für Obst (7,3 Prozent), Mineralwasser, Limonaden und Säfte (6,1 Prozent) sowie für Molkereiprodukte und Eier (4,7 Prozent) deutlich über dem Vorjahresniveau. Preisrückgänge wurden bei den Nahrungsmitteln im Jahresvergleich nicht beobachtet.

Ohne den preislichen Einfluss der Mineralölprodukte würde die Inflationsrate lediglich bei 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Bei den Mineralölprodukten verteuerte sich im Jahresvergleich das Heizöl um 28,7 Prozent, die Preise der Kraftstoffe um 10,5 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Juni um durchschnittlich 0,1 Prozent. Die Preisentwicklung verlief im Vergleich zum Vormonat moderat, aber auch sehr unterschiedlich aufgrund der Saisonabhängigkeit vieler Güter und Dienstleistungen des Warenkorbes. Die Energiepreise (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) stiegen im Monatsvergleich um 1,3 Prozent, wenn auch etwas abgeschwächter als im Monat Mai.

Preiserhöhungen von durchschnittlich 3,5 Prozent gab es bei den Kraftstoffen. Für Produkte des Bereiches Post und Telekommunikation wurde ein leichter Preisanstieg beobachtet, was u. a. auf höhere Preise bei Telefonen und Kommunikationsgeräten (1,5 Prozent) sowie Rundfunk- und TV-Geräte (1,7 Prozent) zurückzuführen war.

Preisrückgänge verzeichneten Bekleidung und Schuhe (-1,7 Prozent) sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,7 Prozent). Zu deutlich günstigeren Preisen als im Mai wurden Gemüse (-2,8 Prozent) und Obst (-2,4 Prozent) angeboten.
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Kommentare

06.07.2018, 11.58 Uhr
Paulinchen | Na wenn das mal keine guten...
...Nachrichten sind. Wahnsinniger Rentenerhöhung ab 1.Juli, Lebensmittelpreise steigen laufend an, Nachrichten über Mieterhöhungen flattern ins Haus und unsere Straßenbahn wird auch mal wieder teurer.

Man staune über die vorgesehenden Preise für die Straßenbahn. Eine Jahreskarte kostet 368,-, dass sind nur (!) 3,- über der Jahrskarte der Hauptstadt Österreichs Wien. In Littauen kosten die Straßenbahn und der Bus den Bürgern einfach NICHTS! Immerhin fahren unsere Neubürger schon zum Nulltariv, das lässt dann ja auf Besserung hoffen oder?
06.07.2018, 23.43 Uhr
Struwwelpeter | @Paulinchen: Warum die Beschwerde?
Sehr geehrtes Paulinchen, Ihren Kommentar kann ich leider nur teilweise nachvollziehen.

1. Sie sagen die Lebensmittelpreise steigen, dabei wird in dem Artikel doch gesagt, dass diese gesunken sind?!

2. Kostenloser ÖPNV in Litauen ist mir neu. Meinten Sie vielleicht den in Tallin, der Estländischen Hauptstadt? Der ist zwar "Kostenlos" seit 2013, aber letztlich auch durch Steuergelder aus verschiedenen Quellen finanziert - also nicht so wirklich kostenlos. Generell bleibt für die Tram in NDH zu sagen, dass wir hier in einer sehr kleinen Stadt leben und der Unterhalt einer so aufwendigen Infrastruktur bei knapp 40.000 EW eben nicht so richtig wirtschaftlich ist.

3. Wie kommen Sie darauf, dass "Neubürger schon zum Nulltariv" unterwegs seien? Weder auf der Homepage der Stadt, noch im Asylbewerberleistungsgesetz steht ein einziges Wort zu kostenlosem ÖPNV. Wäre schön wenn Sie dies näher erläutern könnten.
07.07.2018, 11.42 Uhr
sarkaso | @struwwelpeter
Psst.
Nicht mit besorgten Bürgern diskutieren.
Gegen gefühlte Wahrheiten kommt man eh nicht an.
07.07.2018, 12.49 Uhr
Struwwelpeter | Nachtrag zur Qualität des Artikels
Sehr geehrte Redaktion,
weder Ihre Recherche noch den Informationsgehalt Ihres Artikels möchte ich in Frage stellen, doch erscheint mir dieser ein wenig einseitig zu sein. Über die bloße inflationsbedingte Preissteigerung zu berichten ist das Eine, jedoch würde ich mir wünschen, dass dem gegenübergestellt auch die Lohnentwicklung in Thüringen miteinbezogen wird (ab 2019 steht ja auch eine erneute Anpassung des Mindestlohns im Raum).
Warum ich dies anspreche?
Die prominent platzierte Graphik suggeriert dem Leser (wie auch dem ersten Kommentar zu entnehmen ist), dass für uns alles teurer wird. Natürlich werden Artikel, die eine negative Botschaft verbreiten eher "geklickt" und bringen daher mehr Umsatz. Gleichzeitig verbreiten Sie dadurch aber ein ohnehin schon, vielleicht auch durch die politische Lage der letzten Jahre, gesteigertes Gefühl der Ohnmacht/Hilflosigkeit/Einnahme einer Opferrolle. Allzu häufige Folge ist dann ein schneller Rückschluss auf andere gesellschaftliche Themen (wie die Asyl- und Migrationsdebatte). Ich gehe nicht davon aus, dass Sie dieses beabsichtigen, passieren tut es leider trotzdem.
Um ein unnötiges Aufheizen gesellschaftlicher Themen zu vermeiden, wäre ein wenig mehr Differenzierung wünschenswert. Danke.

@sarkaso:
Naja gefühlte Wahrheiten sind für das Individuum eben genauso wahr, wie reale Fakten. Umso wichtiger ist es aber sachlich Argumente auszutauschen und dem Gegenüber somit die Chance zu geben seinen/ihren Horizont zu erweitern und ein Stück weit zu versachlichen.
Und wer weiß...vielleicht kommen wir ja irgendwann wieder an einen Punkt, an welchem wir uns über tatsächliche regionale, nationale und globale Probleme unterhalten können. Die gibt es nämlich zu hauf. Die Ablenkung jedenfalls mit Schein-Problemen nervt.
____________________________________________________
Anm. d. Red.: Text und Bild stammen vom Thüringer Landesamt für Statistik
07.07.2018, 15.09 Uhr
Andreas Dittmar | ich sehe es so
Die Kurve in der Grafik geht nach oben @ Herr Struwwelpeter. Wenn man 2010 als 100% setzt, ist es nicht übersehbar. Wenn ihr Chef ihre Arbeit danach bewertet und vergütet, was die Brötchen beim Bäcker kosten oder Frau Nahles für angemessen hält , würde mich das stören. Das sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.
07.07.2018, 16.22 Uhr
Andreas Dittmar | Da was nochwas :-)
Die nnz lese ich gerne. Man bekommt alle Infos aus der Region und kann mitdiskutieren. Manipulation und Lenkung von Meinungen... Gibt es das wirklich ? Jeder der etwas liest, hört und sieht, darf als mündiger Bürger frei darüber entscheiden ob er das glaubt oder nicht. Auch Diskussion ist jederzeit möglich.

Es gibt auch Andere aber da hapert es eher an der Qualität.
Die Tage wurde ich in einem anderen Portal mit folgendem Spruch begrüßt: "Mach doch den Adblocker weg, hier leben 20 Journalisten davon" War sogar ne Anleitung drunter wie das geht. Wenn man weder qualitativ hochwertigen Journalismus liefert, noch die Privatsphäre seiner Kundschaft achtet und diese sogar für blöd verkauft, der muss von der Werbung leben.
07.07.2018, 16.50 Uhr
Paulinchen | @ Struwwelpeter
Dann empfehle ich Ihnen mal nicht die Straßenbahn mit dem Auto zu überholen, sondern mit ihr mitzufahren. Schauen Sie dann den jungen Frauen der Neubürger mit Kind und Kegel, samt Kinderwagen einmal in der Bahn nach, obe sie einen Fahrschein entwerten, oder einen solchen lösen. Das trifft auch für alle anderen Neubürger zu, die einsteigen und sich einen Sitzplatz suchen und auf ihr Handy schauen. Aber die Entwertungsgeräte benutzen sie alle nicht! Wir Rentner, denen keine Ermäßigung zusteht laut Tarifliste, zahlen zu 100% brav unsere Fahrten. Wo sind hier die Kontrolleure?

Zu den Lebensmittelpreisen nur noch so viel: Schneiden Sie sich Ihre langen Fingernägel ;-)) und gehen Sie mal einkaufen. Wieviel kostet denn jetzt z.B. ein Stück Butter (ohne Angebotspreis)? Was kostet ein Glas Thür.-Pflaumenmus, eine Packg. Schnittkäse von einst 1,79 für 400g, auf 2,39 . Sehen Sie hier eine Preissenkung oder Stabilität drin?
07.07.2018, 17.30 Uhr
sarkaso | @Paulinchen
Das von Ihnen angesprochenem Verhalten würde dann Schwarzfahren bedeuten, was eine Straftat darstellt. In Ihrem ersten Kommentar schwingt dagegen die Unterstellung mit, "die Neubürger" müssten ganz offiziell nicht für die Transportleistung aufkommen (analog zum Märchen, sie würden ständig mit vollgepackten Einkaufswagen die Supermärkte verlassen, ohne bezahlen zu brauchen).

In diesem Fall ist der Stadt bzw. dem Ordnungsamt der Vorwurf zu machen, die Straßenbahnen nicht häufig genug auf Schwarzfahrer zu kontrollieren - was nun aber wirklich ein komplett anderes Thema ist und nicht mehr so recht zum Artikel passen will.
07.07.2018, 18.28 Uhr
Sonntagsradler 2 | gefühlte Wahrheiten Sarkasso
Selten mal wieder so gelacht und so einen Schmarn gelesen
07.07.2018, 19.02 Uhr
tannhäuser | Noch sarkoso, noch...
...ist Schwarzfahren eine Straftat. Die Grünen wollen das zur Ordnungswidrigkeit degradieren.

Wenn der Kontrolleur in der Bahn dann aufs Maul bekommt, war er nur sowas wie ein lästiger Knöllchenkleber? Zur falschen Zeit am falschen Ort?
07.07.2018, 19.40 Uhr
könig_gerhard | Schwarz Fahren
Natürlich müssen die Neuen Bürger nichts so bezahlen wie wir. Wenn Kontrolle gemacht wird, wird um sie einen Großen Bogen gemacht. Das wissen sie und das ist so als wenn sie ofiziell nichts bezahlen müssen wie wir. Wer das Schön redet wie Einige hier hat keine Anung.
07.07.2018, 19.43 Uhr
Kartoffelschäler | Alles wie immer
Nun, dass der Kraftstoffpreis für die Sommerferien ansteigt, ist ja keine Überraschung. Das ist jedes Jahr so. Auch das mit dem Bier ist nicht überraschend. Der Grund wurde ja im Artikel beschrieben. Also im Grunde ist ja alles wie in vergangenen Jahren.

Und der Preis für das Thema "Wie verknüpfe ich schnell ein Thema, dass eigentlich nichts mit Flüchtlingen zu tun hat, mit Flüchtlingen?" geht heute an Herr Paulinchen. Herzlichen Glückwunsch. Sie haben es bereits bei dem ersten Kommentar geschafft. Ich muss Sie leider darauf hinweisen, dass es dafür keinen Preis gibt.
07.07.2018, 20.08 Uhr
tannhäuser | Nicht so voreilig Kartoffelschäler!
Vielleicht sammeln ja die so genannten "Üblichen Verdächtigen", damit Paulinchen den Preis bekommt, den Anständige wie Sie Ihr nicht gönnen?
07.07.2018, 20.23 Uhr
janko | Wenn ich tannhäuser richtig verstehe,
geht es hier in den Kommentaren also nur noch darum, dass "Unanständige", egal über welche Meldung, so schnell als irgend möglich über Flüchtlinge herziehen wollen?

Liebe nnz, warum veröffentlicht ihr dann überhaupt noch regionale Nachrichten? Macht doch einfach ein Forum "wir gegen die" auf, dann entfällt auch die lästige Kommentarkontrolle. Was diese ganze Diskussion inzwischen mit der Ausgangsmeldung zu tun hat, das weiß doch auch nur noch die Redaktion allein.
07.07.2018, 21.03 Uhr
Susanne Blau | @sarkaso
Es ist alles wie immer, wie Krtoffelschäler schon so schön schreibt. Aber wir machen weiter!
07.07.2018, 21.26 Uhr
Struwwelpeter | Weitere Anmerkung und Erläuterung
@Redaktion:
Wie eingangs erwähnt, habe ich nicht den Informationsgehalt oder Content an sich bemängelt, sondern den Kontext in den er gestellt wird, bzw. eben leider nicht. Nämlich zur gleichzeitigen Reallohnentwicklung in Th. Erst durch diese Zusatzinformation kann der Leser für sich einordnen ob er an der Kasse nun mehr oder weniger bezahlt. (In der Gesamtrechnung sind die Löhne in Th seit 2010 um 18,9% gestiegen!!! Damit entsteht für uns eher ein allgemeines Plus. Quelle: https://www.thueringen.info/lohnentwicklung.html )

@Andreas Dittmar:
1. Zum Glück bezahlt mich mein Arbeitgeber nicht nach der aktuellen Brötchenpreissteigerungsrate und auch Frau Nahles hat darauf nichts zu suchen ;)
Im ernst: Was meinen Sie konkret?
Der Mindestlohn wird von der zuständigen Kommission festgesetzt, Frau Nahles ist nicht Teil dieser. Quelle: http://www.dgb.de/themen/++co++916083ea-bd10-11e4-93f3-52540023ef1a
Ansonsten gelten in den meisten Berufen Tariflöhne. Die werden zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern bzw. deren Verbänden ausgehandelt. Auch hier ist Frau Nahles nicht mit an Bord.
2. Auch ich lese die NNZ gerne und halte solch regionale Nachrichtenportale für sehr wichtig. Von Manipulation oder Lenkung habe ich auch nicht gesprochen. Ich habe lediglich eine kontextbezogene Kritik angemerkt. Eine Diskussion über Online-Journalismus und die Finanzierungslage von Print-Medien ist zwar spannend, aber an dieser Stelle nicht zum Artikel passend. Nur ganz kurz: Lage eher schlecht...

@Paulinchen:
Woran machen Sie fest, wer ein "Neubürger" ist? Am äußeren Erscheinungsbild? An der Sprache? Der Hautfarbe? Keine Ahnung, ob Migranten oder Asylsuchende schwarz fahren. Möglich ist es. Passiert ist es vermutlich schon. Doch zu Ihrer Information: An der Hochschule Nordhausen studieren knapp 200 Studienkollegiaten aus allen möglichen Ländern. Diese können mit der Thüringer Hochschulkarte, welche aus den Semesterbeiträgen der Studierenden finanziert wird, vergünstigt fahren und müssen diese zum Fahrtantritt ja auch nicht entwerten. Könnte Sie in machen Fällen vorschnell geurteilt haben?

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