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Alternativer Bärenpark Worbis

Neue Patenschaften für Bärin Emma und Wolf Milan

Mittwoch, 13. September 2017, 16:22 Uhr
Am 31. Mai 1997 wurde die erste Freianlage des heutigen Alternativen Bärenparkes in Worbis eröffnet. Drei Bären lebten am Anfang darin. Später wurde die Anlage erweitert und auf rund fünf Hektar Fläche tummeln sich derzeit acht Bären und sechs Wölfe fast wie in freier Natur.....

Neue Paten (Foto: Ilka Kühn)
Bärenparkleiter Ralf Wettengel und Svenja Garbrecht vom Bärenparkteam freuen sich über die neuen Paten Lilith (10) und Eni (8 Jahre). Eni ist die erste Patin für den Wolf Milan.

Die Besucher freuen sich nicht nur, dass die Tiere dort nicht wie in Gefangenschaft gehalten werden, sondern viele möchten auch helfen, beispielsweise durch eine Patenschaft.

Pate für die tierischen Mitbewohner im Bärenpark zu sein, ist eine schöne Sache: Es entsteht eine starke Bindung zwischen Mensch und Tier, eine Patenschaft erfüllt und macht stolz. Jeder Pate darf sich sein Tier selbst aussuchen und bekommt eine Urkunde mit dem Foto seines Patentieres.

Davon hatten auch Lilith und Eni Reinhold aus Leinefelde gehört. Die beiden Schwestern besuchen oft den Bärenpark und beobachten die Bären und Wölfe, aber auch an den heimischen Tieren haben sie viel Freude.

Doch die beiden 10- und 8jährigen Mädchen haben kein Verständnis dafür, wenn Tiere gequält werden, wie sie auf den Tafel im Bärenpark lesen und auf Bildern sehen. Wo Bären Ringe durch die Nase gezogen werden, um sie so zum Tanzen zu bewegen. Das hat nichts mit Bärenhaltung zu tun, das wissen auch die Mädchen. Ganz entsetzt waren sie, als sie in den nachgebauten Käfigen sahen, wie in China lebendigen Bären Gallensaft abgezogen wird. Deshalb finden Lilith und Eni es gut, was der Bärenpark Worbis für die Tiere tut, dass er sie aus Haltungen und Zirkussen befreit hat, wo sie nicht artgerecht gehalten werden.

Bärin Emma (Foto: Vera Vaupel)
Deshalb wollten die beiden Pate werden. Lilith hat sich die Bärin Emma, die einst aus der Schweiz kam, ausgesucht und Eni hat ihr Herz für den Wolf Milan entdeckt, der noch ganz neu im Bärenpark ist und aus dem Wild- und Freizeitpark Klotten gekommen war.

Wolf Milan (Foto: G. Senitz)
Allerdings war Milan noch ein bisschen scheu und versteckte sich meist, was man von der Bärendame Emma nicht behaupten kann. Sie hat sich längst eingelebt und tollt auf der großen Freifläche umher. Aber auch Milan streift jetzt öfter durch seine Freianlage.

Lilith und Eni wollen nun von ihrem Taschengeld etwas sparen und ihren Patentieren zugute kommen lassen.
Das Bärenparkteam freut sich sehr über dieses Engagement der Kinder. Vielleicht wollen ja auch andere dem Beispiel folgen.
Ilka Kühn
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