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Sa, 07:23 Uhr
18.03.2023
Mama oder Papa? Wer macht Kids im Umgang mit Medien fit?

Eltern sind zentrale Wegweiser und Vorbilder

Digitale Medien haben unsere Welt komplexer gemacht. Damit haben sich auch die Erziehungsaufgaben der Eltern längst um ein Feld erweitert. Die Rede ist von Medienkompetenz...

Denn ein Leben ohne Fernsehen, Handy oder Tablet ist heute auch für die Jüngsten kaum vorstellbar. Doch wer fühlt sich verantwortlich dafür, den Nachwuchs mit der Nutzung von Medien, deren Chancen und Risiken vertraut zu machen: eher die Mütter oder doch die Väter? Antwort darauf gibt eine repräsentative forsa-Umfrage unter 1.001 Eltern mit Kindern zwischen zwei und zwölf Jahren im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach sehen sich 67 Prozent der befragten Eltern gleichermaßen dafür verantwortlich, ihrem Kind Medienkompetenz zu vermitteln. Bei 23 Prozent obliegt diese Aufgabe überwiegend der Mutter und lediglich bei neun Prozent vor allem dem Vater. Insgesamt liegt dieses relativ junge Erziehungsfeld eher bei Müttern als bei Vätern.

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KKH-Psychologin Franziska Klemm freut sich über dieses Ergebnis, zeigt es doch, dass sich in den meisten Familien beide Elternteile diese Aufgabe teilen. Die ist nach Meinung der Expertin für Medienfragen entscheidend, denn: „Ein zu früher, nicht kindgerechter Umgang mit Medien kann sich negativ auf die Entwicklung und das Verhalten von Kindern auswirken.“ Gereiztheit, Müdigkeit, Schlaf- und Konzentrationsprobleme oder auch erhöhter Bewegungsdrang können Anzeichen dafür sein, dass Medien ein Kind überfordern. Einen Nutzen haben Smartphone, PC & Co. eh frühestens mit Beginn des dritten Lebensjahres. Denn um die mediale Wirklichkeit zu entschlüsseln, bedarf es gewisser geistiger Fähigkeiten. Warum es noch vorteilhaft ist, wenn Mutter und Vater ihr Kind im Medienumgang fit machen? „Frauen und Männer bringen ihrem Nachwuchs digitale Medien aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen, Interessen sowie Nutzung von Internet und Smartphone aus verschiedenen Perspektiven näher“, sagt Franziska Klemm. „Dabei verschmelzen beispielsweise soziale, interaktive Kompetenzen mit solchen technischer und taktischer Art. Das erweitert den Erfahrungshorizont von Kindern beim Aneignen von Medienkompetenz enorm.“

Was ist echt, was ist „Fake“?
Kinder kommen heute immer früher mit digitalen Medien in Kontakt. Die Corona-Pandemie mit geschlossenen Kitas und Homeschooling hat diese Entwicklung vorangetrieben. Spielerisch ahmen sie Erwachsene und größere Geschwister nach. Schnell finden sie sich auf dem Tablet oder Smartphone zurecht, oft lange bevor sie in der Schule lesen, schreiben und rechnen lernen. Doch Vorsicht: Nachahmung ist nicht gleichzusetzen mit Beherrschung. Entscheidend ist daher, dass Eltern ihren Nachwuchs von Beginn an beim Hineinwachsen in die Medienwelt aktiv an die Hand nehmen und begleiten. „In digitalen Medien liegen echte Chancen für die Kindesentwicklung, sei es, um sich zum Beispiel Wissen anzueignen oder Kreativität zu fördern. Sie bergen aber auch Risiken wie Bewegungsmangel oder den Kontakt mit nicht altersgemäßen, verstörenden Inhalten“, so die KKH-Expertin. „Davor müssen wir Kinder schützen.“

Eltern sollten daher ihr Augenmerk neben der Medienzeit auf die Inhalte sowie die Art der Nutzung von Handy oder Notebook richten, sodass Kinder Medien den eigenen Bedürfnissen und Zielen entsprechend sicher und sinnvoll einsetzen. Hierzu ist es hilfreich, je nach Alter des Kindes Regeln aufzustellen, zum Beispiel wann das Tablet wie lange und wozu genutzt werden darf. Und ganz wichtig: Eltern sollten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und einen achtsamen Medienumgang vorleben. „All das schützt Kinder vor übermäßigem Konsum, hilft, den Fokus auch auf andere wichtige Lebensinhalte wie das Spiel mit Gleichaltrigen zu lenken, und zeigt, dass jeder digitale Medien im Griff haben kann“, resümiert Franziska Klemm.

Hintergrund
Das Marktforschungsinstitut forsa hat im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse 2022 bundesweit 1.001 Eltern mit Kindern zwischen zwei und zwölf Jahren repräsentativ online befragt. Eine der Fragen lautete: Wie ist das bei Ihnen: Welches Elternteil ist dafür verantwortlich, dem Kind Medienkompetenz zu vermitteln - also die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig zu nutzen?
Autor: red

Kommentare
Jäger53
18.03.2023, 08.10 Uhr
Eltern als Wegweiser
Eltern haben in dieser Gesellschaft über Ihre Kinder nichts zu sagen. Die Kinder werden schon im Kindergarten und dann in der Schule auf den richtigen Kurs gebracht. Sie dürfen sogar gegen die eigenen Eltern klagen, so weit ist es schon. Es war vor vielen Jahren als die Eltern noch das sagen hatten über Ihre Kinder.
geloescht.20240214
18.03.2023, 21.16 Uhr
Ich fall vom Glauben ab...
was steht da im Artikel? Frühestens ab dritten Lebensjahr?
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