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So, 06:59 Uhr
12.07.2026
ADAC Umfrage zur Urlaubsfahrt mit dem E-Auto

Elektrisch in den Urlaub?

„Mit dem E-Auto in den Urlaub – kompliziert oder kein Problem?“: Zur Urlaubszeit haben sich Studierende des dualen Studiengangs Tourismusmanagement der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) in Zusammenarbeit mit dem ADAC Hessen-Thüringen mit genau dieser Frage beschäftigt: Die Online-Befragung unter 1.900 Teilnehmenden liefert spannende Einblicke in die Wahrnehmung der Elektromobilität mit Blick auf das Reiseverhalten...

Vorbehalte bei Verbrenner-Fahrern
Für die Umfrage wurden sowohl Fahrer von Elektrofahrzeugen als auch von Verbrennern gefragt, wie sie die Tauglichkeit von E-Autos für Urlaubsfahrten einschätzen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede in der Bewertung durch die beiden Gruppen. 71 Prozent der Verbrenner-Fahrer geben zu geringe Reichweiten als zentrales Hindernis an. Nur 5 Prozent der tatsächlichen E-Autofahrer teilen hingegen diese sogenannte Reichweitenangst.

Für sie spielt die Reichweite ihres E-Autos bei der Planung einer Urlaubsfahrt nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich 36 Prozent der befragten E-Auto-Fahrer gab an, ihre Urlaubsroute bei einer Länge von über 300 Kilometern bereits aufgrund von Lademöglichkeiten angepasst zu haben. Für die Mehrheit der E-Auto-Fahrer (63 Prozent) hatte die Reichweite jedoch keinen direkten Einfluss auf die Routenplanung.


Verbesserung der Infrastruktur
Fahrer von Elektroautos bemängeln laut Umfrage eher infrastrukturelle Probleme, wie unübersichtliche (42%) oder teure (27%) Ladetarife, defekte (31%) oder besetzte (28 %) Ladesäulen oder zu wenig Ladepunkte am Zielort (21%). Aus Sicht der Verbrenner-Fahrer stellt neben der als zu gering wahrgenommenen Reichweite zudem die mögliche Suche nach Ladepunkten (36 %) einen klaren Nachteil von E-Autos für Urlaubsreisen dar. Für Nutzer von E-Autos spielt dieser Punkt lediglich eine untergeordnete Rolle (15 %).

Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen, erläutert: „Viele Nutzer von Verbrenner-Autos trauen den E-Autos noch nicht über den Weg. Positive Erfahrungen und wachsende Lademöglichkeiten werden in den kommenden Jahren aber zu einer steigenden Akzeptanz von E-Autos führen.“

„Unser dualer Studiengang Tourismusmanagement verbindet fundiertes Fachwissen mit einem hohen Praxisbezug und bereitet Studierende gezielt auf die Anforderungen der Tourismusbranche von morgen vor. Deshalb freuen wir uns besonders, dass die Teilnehmenden durch dieses Projekt nicht nur wertvolle fachliche und methodische Kompetenzen erwerben konnten, sondern auch an einer praxisnahen und hochaktuellen Aufgabenstellung gearbeitet haben“, so Studiengangsleiterin Prof. Dr. Kerstin Wegener.

Zukunftsfähigkeit der Elektromobilität
Mit Blick auf die Zukunft zeigen sich starke Unterschiede zwischen den beiden Nutzer-Gruppen. Während E-Auto Fahrer die Zukunftsfähigkeit der Technologie mit großer Mehrheit bejahen (94 %), bestehen bei vielen Verbrenner-Fahrern überwiegend Zweifel – nur 37 Prozent bewerten die Elektromobilität als Zukunftstechnologie. Fast genauso viele sehen darin eher eine Übergangstechnologie (35%). Lediglich etwas über ein Viertel der Verbrenner-Nutzer könnte sich zudem ein E-Auto als nächstes Fahrzeug vorstellen.

Ausblick
Die Studienergebnisse zeigen, dass der Umstieg auf E-Autos für Unerfahrene nach wie vor durch die Sorge, um die im Vergleich zum Verbrenner geringeren Reichweiten geprägt ist. Für E-Auto-Nutzer sind hingegen die infrastrukturellen Aspekte, wie funktionierende Ladesäulen und günstige Ladepreise ausschlaggebend. Damit der Urlaub mit dem E-Auto attraktiver wird, empfiehlt der ADAC den Urlaubsorten und touristischen Betrieben, sichtbare Ladeinfrastruktur aufzubauen und zielgerichtet für diese zu werben. Mit der Installation eigener Lademöglichkeiten haben kleine touristische Betriebe die Chance, weitere Kundengruppen zu erschließen und ihre Sichtbarkeit auf Buchungsplattformen zu erhöhen.

Methodik der Studie
Die zugrundeliegende Forschungsfrage wurde anhand zweier Experteninterviews sowie einer quantitativen Online-Umfrage untersucht. Die Umfrage wurde über die Kommunikationskanäle des ADAC Hessen-Thüringen verbreitet. Insgesamt nahmen 1.900 Personen teil. Über 40 Prozent der Teilnehmenden ist 65 Jahre oder älter, männlich (75 %) und fährt einen Verbrenner (68%). Die Befragung wurde von Studierenden des Studiengangs Tourismusmanagement unter Leitung von Prof. Dr. Kerstin Wegener konzipiert und ausgewertet. Sie ist nicht repräsentativ, bietet jedoch wertvolle Einblicke in die Wahrnehmung der Elektromobilität in Bezug auf Urlaubsreisen.
Autor: red

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Kommentare
Jäger53
12.07.2026, 10:27 Uhr
Elektrisch in den Urlaub
Ein Bekannter hat mir bestätigt das bei Umfragen über E-Autos oft gelogen wird, da niemand zugeben würde ein schlechten Kauf gemacht zu haben. Ich war dieses Jahr 14 Tage in Ungarn . Auf meiner Rückfahrt machte ich eine Pause auf einer Raststätte in Tschechin wo gerade eine Familie ihr E-Auto an der Stromsäule auflud. Der Mann regte sich über Ihr E-Auto auf und sagte ziemlich laut das sie die Hälfte Ihres Urlaubes damit vertan haben um das Auto aufzuladen, was bestimmt etwas übertrieben war. Auf jeden Fall würde er wenn er die Wahl hätte ein Hybrid Auto einem E-Auto vorziehen wie er es eigentlich vor hatte, aber leider habe ich auf meine Frau gehört.
Anmerkung techn. Support:
Ein Bekannter hat ihnen das bestätigt? Wow.
Fönix
12.07.2026, 12:49 Uhr
@techn.Support:
"Wow"
Mehr haben Sie zu diesem heiß diskutierten Thema nicht zu bieten?
Oha!

PS.
Kann die beschriebenen Reichweitenprobleme von E-PKW im Zusammenhang mit längeren Fahrstrecken nur bestätigen. Das Gros der derzeit zugelassenen E-Mobile hat in der Praxis mit Reichweiten bis max. 300 km durchaus seine Daseinsberechtigung für die tägliche Fahrt zur Arbeit im Nahbereich und den üblichen Kurzstreckenverkehr (Kinder zur Schule, Einkaufen, Oma zur Physio bringen etc.). Das lässt sich in der Regel gut planen, da die zu nutzende Infrastruktur bekannt ist und dementsprechend auch eine gewisse Sicherheit bietet. Ob ich dafür einen zweieinhalb Tonnen schweren Asphaltpanzer für 50 - 60 oder mehr T€ brauche, die nach wie vor sowohl das Straßenbild als auch die Hochglanzprospekte der einschlägigen Hersteller in diesem Segment bestimmen, sei einmal dahingestellt.

Fakt ist auf jeden Fall, dass die Probleme in der Alltagstauglichkeit für diese Fahrzeuge dramatisch zunehmen, wenn zumindest ein Teil der zu bewältigenden Einzelfahrstrecken länger ist als es die Reichweite hergibt. Kommen dann noch regelmäßig Fahrtrouten dazu, die nur selten oder bisher gar nicht genutzt wurden (Urlaubsfahrten fallen nicht selten in diese Kategorie), ist das Chaos oft nicht zu vermeiden. Ganz problematisch wird, wenn der ambitionierte E-Automobilist Autozüge und/oder Fähren nutzten möchte/muss, deren Startpunkte in mehrfacher Reichweitenentfernung liegen. Entweder muss man mit gewaltigen Zeitpuffern arbeiten oder ggf. in Kauf nehmen, spätere Verbindungen als geplant zu nehmen. Nicht immer ist das problemlos möglich oder dann auch mit erheblichen Preisaufschlägen verbunden.

Selbst der Alltagsbetrieb ist nicht immer problemfrei. Habe es letztens erst im Zusammenhang mit einem Umzug erlebt (und glaube hier auch schon erwähnt), wie der Enyaq eines nahen Verwandten hinsichtlich der Fahrzeiten auf vertrauten Strecken (!!) gegenüber meinen Grand Vitara (der mit seinem 2,4 L Benziner auch nicht gerade ein Reichweitenmonster ist!) hoffnungslos in's Hintertreffen geriet. Und das obwohl wir mit einem Spezialtransport (lebende Tiere) unterwegs waren und deshalb sehr langsam gefahren sind.
Es war ein bisschen wie Hase und Igel ...
Anmerkung techn. Support:
Wieviele Kilometer sind Sie bisher wirklich persönlich mit einem E-Auto gefahren?
Bei mir sind es ca. 100.000. Ich kann Ihre negative Haltung nicht teilen. 0
Stadtmensch47
12.07.2026, 17:29 Uhr
Tiefenentspannt elektrisch in den Urlaub
Hat mir zwar kein Bekannter bestätigt, aber wir fahren seit 2020 elektrisch in den Urlaub. Damit das ganz entspannt klappt, muss man aber an seiner Erwartung etwas verändern: Die Fahrt und auch die Ladepausen (auch, wenn die wegen besserer Infrastruktur immer kürzer werden) müssen gedanklich mit zum Urlaub gehören. In einer Ladepause (20 -30 min) mal nen Kaffee trinken, dann mal ne Runde mit dem Hund gehen etc. Wenn der Weg zum ziel gehört, klappt es mit dem E-Fahrzeug absolut tiefenentspannt.

Für diejenigen, deren urlaub erst am Ziel beginnt, ist ein Elektrofahrzeug für die Anreise vermutlich nicht für die Anreise geeignet.
Kobold2
12.07.2026, 20:40 Uhr
Einige Bekannte
und Freunde habe ich auch, die seit Jahren elektrisch unterwegs sind. Bei Aussagen, wie in den Eingangskommentaren können die jedes mal schmunzeln. ( Ich auch.)
Mir fällt hier dazu die vor wenigen Jahren geführte Diskussion ein, bei der man ja so felsenfest behauptete, nicht mal ohne Nachteile elektrisch nach Herzberg und zurück zu kommen.
In zwei Wochen kann ich dann wieder sehen, wie viele Camper ihren Wohnwagen elektrisch ans gewünschte Ziel gebracht haben.
ossi1968
12.07.2026, 21:15 Uhr
Diesel
Also wir fahren seit Jahren die 1200km nach Istrien mit dem nach Abgaswerten dreckigem aber dafür oberextrem sparsamen Diesel. Da wird bei Villach für kleines Geld die erforderliche Restmenge in 5min für kleines Geld nachgetankt und dann gehts sofort weiter (zzgl. zwei Pinkelpausen). Halb 2 gehts heime los 15.30 sind die Füße da erste mal in der Adria. Hab kein Bock die Ladeaufenthalte schon zum Urlaub zu rechnen. Das nervt nur. Hab kein Bock auf "Der Weg ist das Ziel" schaffen das die E-Stromer?
Fönix
13.07.2026, 00:02 Uhr
Zitat Kobold2:
"In zwei Wochen kann ich dann wieder sehen, wie viele Camper ihren Wohnwagen elektrisch ans gewünschte Ziel gebracht haben."

Also wenn Sie dieses Kapitel unbedingt aufmachen wollen:

Unser Caravan (Einachser, untere Mittelklasse von Dethleffs) hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 1,8 Tonnen.

Bitte zählen Sie doch mal die Stromer auf, die das ziehen können und dürfen. Und vergessen Sie bitte nicht, neben den Preisen für alle diese Fahrzeuge, die dafür in Frage kommen, auch die Reichweite MIT 1,8 Tonnen Anhängelast zu erwähnen. Nehmen Sie als Beispiel aber bitte nicht die Tour vom Torfhaus nach Bad Harzburg, sondern z.B. eine "entspannte" Urlaubstour von NDH nach Kärnten ...

Dann erübrigt sich hier ein großer Teil einer völlig unnötigen Diskussion. Erst wenn der Markt eines Tages entsprechende Angebote offeriert (der iX3 ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, allerdings liegt dessen Preis in der falschen Etage), und auch die Ladeinfrastruktur den erforderlichen Mindeststandard erreicht hat, machen solche Betrachtungen wirklich Sinn.

Bis dahin dürfen ihre Freunde gerne stromernd die Nachfolger des Dübener Ei's von A nach B und auch wieder zurück jökeln ...
Kobold2
13.07.2026, 09:50 Uhr
Der Artikel
befasst sich mit der Machbarkeit und ist nicht als Preisdiskussion angelegt. Während hier , wie so oft, die Machbarkeit mit einem einfachen PKW angezweifelt wird, war mein Einwurf dazu gedacht, dass sogar etwas mehr geht. Nicht erst seit gestern. Das kann man sich auf einem gemütlichen Trip nach Kärnten selbst ansehen und am Zielort sogar mit den Machern darüber austauschen. Europas Campernation Nr.1 versteht und spricht z.g.T. auch deutsch.
Bodo Bagger
13.07.2026, 11:31 Uhr
Eine Aussage über den Verbrauch mit Wohnanhänger kann ich zwar jetzt nicht direkt ziehen.
allerdings bin ich, beruflich bedingt zur Nutzung eines E-Mobiles (Skoda Enyaq 85) gezwungen wurden. Ich habe den Wage im März bekommen, also noch die kalte Jahreszeit mitgemacht.

Der Langzeitverbrauch (4 Monate knapp 14000km, viel Langstrecke auf Autobahn im Eco Modus bei 130km/h vmax) liegt bei 19,2 kWh/100km und bewegt sich da auch nicht nach unten.
Die WLTP Reichweite ist bei dem Model mit 554km angegeben, habe ich bisher nie erreicht und werde dies wohl auch nie, wenn man sich mal anschaut, wie realitätsfremd dieser Zyklus berechnet wird.
Im Schnitt ist bei der oben genannten Fahrweise im ECO Mode bei 440km bis 460km Schluss.

Was das Controlling bei uns in der Firma bemerkt hat ist, dass meine Fahrzeiten (Standardstrecke fast wöchtenlich sind NDH - Ruhrpott - NDH) sich aufgrund der geringeren Durchschnittsgeschwindigkeit um 45 Minuten pro Strecke erhöht haben. Dazu kommen je nach Wetter, Temperatur, Windrichtung und Jahreszeitlicher Bereifung noch ein Ladestop von 30min bis 40min. Sprich ich verbringe im Schnitt in der Woche um die 3h mehr auf der Strasse bzw. beim Laden, im Vergleich zu Zeiten, wo ich mit dem Verbrenner gefahren bin.

Reichweitenangst hatte ich bisher tatsächlich nie, dank der eingebauten, intelligenten Navigation, die die Restreichweite berücksichtigt und gegebenenfalls umroutet und vorkonditioniert. Allerdings hatte ich schon recht oft den Fall, dass als verfügbar angezeigte Ladestationen tatsächlich keine Kabel mehr hatten oder komplett off waren.

Wie Fönix schon sagte, das E-Mobil hat sicher seine Berechtigung im Stadtverkehr und auf Kurzstrecke, sobald Autobahn und längere Strecken hinzukommt, wird es lästig bis nicht planbar.
Was den Urlaub betrifft, alles was weiter weg ist, als mit einer Akkuladung zu machen ist bei entsprechenden Zeitdruck mit dem Stromer für mich nicht vorstellbar und bleibt für mich weiterhin ein Fall für meinen Dieselbus.
Kobold2
13.07.2026, 15:57 Uhr
Noch ein kleiner Nachtrag
Es fällt in diesem Zusammenhang immer wieder auf, dass man sich über die WLTP Reichweitenangaben bei E-Fahrzeugen beschwert, aber nie bei den WLTP Verbrauchsangaben von Verbrennern.
Gerade für die hier angegebene Stecke Ruhrgebiet > Nordthüringen fehlt,nach meiner Erfahrung auch die Angaben der Tageszeit, denn diese Strecke gehört, nicht nur nach meiner beruflichen Erfahrung, zu den wenig planbaren Abschnitten. Der angegebene Zeitverlust ist hier unabhängig vom Antrieb tagsüber oft die traurige Normalität und die Möglichkeiten mit höherer Geschwindigkeit viel Zeit gut zumachen, sind doch sehr eingeschränkt.
Im Wohnwagenbetrieb kann man ungefähr mit 30% Mehrverbrauch rechnen.
diskobolos
13.07.2026, 17:47 Uhr
Ich lese das alles mit Interesse,
da ich keine eigenen Erfahrungen mit einem E-Auto habe. Ich selbst fahre einen modernen Verbrenner, mit dem ich im Schnitt 6,5 l brauche.

Ab und an muss ich schon schmunzeln. Für den einen scheint ein Urlaub nur dann erholsam zu sein, wenn er möglichst viel im Auto sitzt. Andere träumen scheinbar davon, 1000 km am Stück ohne auszusteigen fahren zu können.

M. E. ist es ziemlich unklug mehr als 400 km am Stück zu fahren. Langes Autofahren ist "Gift für den Rücken". Da muss man sich dann nicht wundern, wenn der nicht mehr mitmacht. Rückenprobleme gehören zu den häufigsten Ursachen für Erwerbsunfähigkeit.
P.Burkhardt
13.07.2026, 18:50 Uhr
Auf meiner...
Nord-Süd-Pendelstrecke von immerhin gut 650km... habe ich Zeiten zwischen knapp 5 (Pedal to the Metal...während Corona) und gut 9 Stunden (irgendwann in den letzten 10 Jahren) erlebt - der Normalfall liegt bei etwa 6,5 Stunden... der Autobahnschnitt (unabhängig von der Anrriebsart) liegt nunmal tagsüber bei etwa 100km pro Stunde... aber ja, wer regelmäßig lange Strecken fährt, wird wegen der Ladezeiten beim E-Auto länger dafür brauchen... aber dafür günstiger unterwegs sein... einen Tod muss man halt sterben....

Der Diesel liegt bei verhaltener Fahrweise im Kostenvergleich geringfügig über dem E-Auto, beim Benziner wird das deutlich gravierender.... und meine Kilometerleistung ist absolut nicht repräsentativ.... für den normal-Auto-Nutzer ist ein E-Auto immer günstiger. Wer also ein neues Auto braucht, sollte das mal kurz durchrechnen... und wer Eigenheim und PV-Anlage hat... und trotzdem noch Benziner fährt... sry, dem ist nicht zu helfen....wenn er sich bei notwendigem Fahrzeugwrchsel wieder einen Verbrenner kauft....

Ein Kollege von mir fährt seit einiger Zeit rein elektrisch (Mercedes EQA)... mit realistischer Reichweite von ca. 400km ohne zu schleichen. Er fährt gelegentlich die gleiche Strecke mit zwei kurzen Stopps... zum Kaffeetanken und den Hund Gassi führen...und nutzt die Zeit nebenher zum Laden...
Fönix
14.07.2026, 00:47 Uhr
Schon interessant ...
Wenn man die Kommentare hier so liest ...
Nur mal einen Fakt herausgenommen:
Offenbar sind Hundebesitzer unter den Besitzern von E-Mobilen überdurchschnittlich häufig vertreten. Wie sonst sind die vielen Gassipausen als Argument pro E-Mobil in mehreren Kommentaren zu interpretieren?

Also Leute, mal ehrlich:
Mehr habt ihr nicht zu bieten? Eigentlich müsstet ihr doch selber merken, wie dünn (andere würden "armselig" schreiben!) eine solche Argumentation ist ...

PS.
Und ja: Den Kaffee und die Bockwurst unterwegs gönne ich euch natürlich ...
ganz ehrlich und von ganzem Herzen!
Bodo Bagger
14.07.2026, 09:48 Uhr
Vergleichbarkeit
Nein, die Verkehrslage ist bei meinen Fahrten relativ irrelevant.
Für gewöhnlich starte ich gegen 05:00 bis 05:30 von NDH in Richtung DO oder OB und fahre in der Regel zwischen18:00Uhr bis 19:00Uhr zurück, also ausserhalb der Rush Hour und dadurch bedingter Verzögerungen.

Zudem beruhen die Zahlen auf Langzeitwerten, sprich 2 Jahre auf Verbrenner, ein Jahr auf E unter Berücksichtigung von jahreszeitlichen und baustellenbedingten Anpassungen auf Basis von gefahrenen 70K km. Demzufolge ist statistische Signifikanz im mathematischen Sinne sehr wohl gegeben und nivelliert eventuelle positive wie negative Aussreiser.

Was die WLTP Reichweiten betrifft, natürlich sind die auch für Verbrenner irreführend, nur haben diese bei Verbrennern weniger negative Auswirkungen im Bezug auf die Fahrzeit, schlicht dadurch, dass ich einen Verbrenner in 5 Minuten wieder voll befüllt habe, beim Stromer aber für eine 10 --> 100 Füllung eine Stunde benötige.

Im übrigen macht es auf 300km schon einen Unterschied, ob ich im Schnitt mit 120km/h fahre oder eben mit 90km/h und zwar genau diese 45min rein bei der Fahrzeit.

Noch amüsanter fand ich immer die Argumentation mit den Pausenzeiten, die man fürs Laden nutzen sollten. Glücklicherweise hat dem das Bundesarbeitsgericht einen Riegel vorgeschobe und entschieden, dass Ladezeiten eben keine Pausenzeiten sind, da diese nicht freiwillig und selbstbestimmt genommen werden, sondern diktiert durch das Fahrzeug.
warumauchimmer
14.07.2026, 09:55 Uhr
Der Anteil der Hundebesitzer...
... liegt in Deutschland statistisch bei 21% der Haushalte.
Wieviele davon elektrisch und damit in den Urlaub fahren weiß ich natürlich nicht. Aber 21% klingt aber tendentiell nach einer größeren Zielgruppe, wie Leute die am Stück nach Kärnten, Istrien oder Ungarn fahren.
Dann gäbe es noch Leute mit kleinen Kindern. Da sind Pausen auch ein Thema.
Wieviele Leute fahren überhaupt 1000Km am Stück? Ist der Anteil der vielelicht nur 300-400km von Thüringen an nach MeckPom oder dem Ruhrpott nach Holland fährt nciht größer?

Ist im Grunde auch egal. Aber der Horizont mancher Leute scheint einer Scheibe zu gleichen und man scheint es nicht ertragen zu können, wenn in einer Statistik unter anderem auch Lebensrealitäten abgebildet werden, die der Eigenen nicht entsprechen.
Kobold2
14.07.2026, 20:24 Uhr
Dann haben wir wohl
Recht gegenteilige Erfahrungen für diese Strecke. Einen Durchscnitt von 120km/h halte ich für unmöglich, schon gar nicht, wenn man erst 5.00Uhr, oder gar 5.30Uhr in NDH startet. Ein gsnzer Teil der Strecke ist ohne hin nur auf diese Geschwindigkeit beschränkt.
Da wird es, ab Erwitte, Soest, langsam zäh, bis nervig und ab Kreuz Unna schon lange nichts mehr, um einen 120er Schnitt zu halten. Die letzten Jahre haben die Einschränkungen, rund um Kassel auch nicht geholfen.
Bodo Bagger
15.07.2026, 15:29 Uhr
vielen Dank für Ihre anekdotische Evidenz...
allerdings dürften über 200 Fahrten auf dieser Strecke in den vergangenen 5 Jahren wesentlich mehr statistische Signifikanz haben, als Ihre Erfahrungen so es denn tatsächlich erlebte Evidenzen und eben nicht nur ideologisch verbrämte Anekdoten sind...

Und genau an diesem Punkt ist diese Diskussion dann für mich auch auch beendet, denn die Zahlen, die das Controlling eines DAX Konzerns mit bummelig 50K Employees ermittelt dürften auf einer noch wesentlich breiteren Datenbasis stehen, als die Dunning-Kruger Erfahrungen eines Kobolds.
Kobold2
15.07.2026, 18:21 Uhr
Schade
Es war bis zum vorletzten Kommentar hier mal erfrischend sachlich. Der Grund, weshalb das Niveau jetzt so abstürzt und man persönlich wird, ist offensichtlich.
Sie reihen sich damit in die Liste derer ein, die mir hier immer wieder erklären, dass ich von meinem Job, auch nach fast 30 Jahren keine Ahnung habe. Deshalb verstehe ich ja auch nicht, was die Anzahl der Mitarbeiter ihres Arbeitgebers, mit den Fahrzeiten auf dieser Stecke zu tun hat. Für einen 12er Schnitt braucht es nun mal, bei den Einschränkungen auch weite Teile, auf denen man schneller fahren darf und auch kann. Das ist aber leider nicht gegeben.
Bodo Bagger
16.07.2026, 08:03 Uhr
Dass das Niveau schon vorher abgestürzt war,
und zwar genau mit dem ersten Einwurf nach der angeblichen Unmöglichkeit dessen, was ein Fleetcontrolling auf Basis von ca. 2000 Flottenfahrzeugen und mehrjährigen Zahlengrundlagen ermittelt hat.

Dass Sie offenbar den Begriff "Statistische Signifikanz" und dessen Bedeutung ebenso wenig kennen, wie die Problematik "Kleiner Mengen" (eben Ihre anekdotische Evidenz) war ebenso klar und absehbar, wie Ihr Abdriften ins Ad hominem.

Von daher können Sie sich ihre Krokodilstränen und Ihr Gejammer sparen. Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch heraus. Im übrigen, was Ihre dreißigjährige Berufserfahrung worin auch immer, jetzt mit Ihrer Qualifikation und Expertise zum Thema zu tun haben soll, erklärt sich mir nicht. War wohl eher der (gescheiterte) Versuch, fehlende Datenbasis und damit Signifikanz mit etwas persönlichen Kolorit aufzupeppen... Wiegesagt, gescheitert.

Generell freue ich mich natürlich, dass Menschen wie Sie, mir den persönlichen Steuervorteil bei der Berechnung des Geldwertvorteiles auf mein E-Fahrzeug so freundlich mitfinanzieren. Das ist in der Tat ein Lichtblick bei der persönlichen Bewertung der E-Mobilität.
warumauchimmer
16.07.2026, 14:52 Uhr
Ich würde gern die Situation verstehen...
wobei mir einige Punkte dabei noch nicht klar sind.

Eben waren Ihre 200 Fahrten aus den letzten 5 Jahren "statistisch signifikant".
Nun sind es die 2000 Flottenfahrzeuge. Stellen ihre 200 Fahrten über die 2000 Flottenfahrzeuge hinweg vielleicht auch nur eine anekdotische Evidenz dar?
Ich gehe doch stark davon aus, dass das Controlling eines DAX-Konzerns nicht einfach eine Firmenwagen-Regelung durchboxt, die für alle nur Nachteile bringt und den Konzern nur kostet.

Das mit dem Zwang habe ich auch nicht so ganz verstanden. Ich gehe nicht davon aus das Ihr Arbeitgeber Sie "zwingt" ein E-Auto zu fahren.
Wurde eventuell nur die Firmenwagen-Regelung geändert und ein Leasing-Wagen über die Firma ist für Sie immer noch attraktiver als privat ein Auto zu kaufen/leasen?
Der Teil mit dem regelmäßigen, wöchentlichen Pendeln und der Arbeitszeit ist mir auch noch nicht ganz klar. Sind Sie Außendienstler, haben Sie einen Sonderpassus im Vertrag oder waren das in den 5 Jahren rein projektbezogene Dienstreisen?
Sonst sollte Ihre erste Tätigkeitsstätte im Ruhrgebiet liegen und der Weg vom Wohnort dorthin ist üblicherweise Privatvergnügen.
RWE
16.07.2026, 16:35 Uhr
Was für eine Diskussion
Kann es nicht einfach sein, dass ein kleines E-Auto aufgrund der Rekuperation für die Stadt unschlagbar und ein Hybrider eben für längere Fahrten geeignet ist. Und wer ein Arbeitstier braucht fährt eben Diesel. Auch hier ist die Welt nicht Schwarz-Weiß.
Kobold2
16.07.2026, 21:02 Uhr
Das Nivau
Sinkt mit persönlichen Angriffen und Diffamierungsversuchen und nicht mit den Hinterfragen von Daten. Das ist hier genauso nachzulesen, wie die angeblich nicht gelieferte Datenbasis. Aber die kann ich gern erweitern Ab NDH hat man fixe Einschränkungen in den beiden Tunneln am Dreieck Drammetal und an der Werratalbrücke die unterhalb von 120km/h liegen. Dazwischen sind weite Steckenteile auf diese Geschwindigkeit begrenzt. In den letzten Jahren hatten wir Baustellen zwischen NDH und Großwechsungen, grössere Abschnitte zwischen Drammetal und Kassel Nord, zwischen Kassel Mitte und Dreieck Kassel Süd, immer noch Einschränkungen über die Berghauser Brücke, bis Kassel West, die Sanierung der A49 von Kassel Mitte bis Kassel West. Weiter waren, oder sind noch Baustellen im Bereich Breuna, Warburg, Diemelstadt, Wünnenberg Haaren, usw. Die Bereiche auf denen man diese Einschränkungen wieder aufholen kann, sind recht eingeschränkt. Hinzu kommen noch überholende LKW, oder andere Fahrzeuge, die diese übeholen und nicht mit 120km/ und mehr unterwegs sind, hinter denen man zwangsläufig auch nichts zu einem 120er Schnitt beitragen kann. Die Beurteilung dieser Datenbasis überlasse ich den Lesern.
Die Freude, über die Unterstützung durch die Steuerzahler für ihr Fahrzeug, hätten sie besser im Artikel über die Zulassungzahlen bringen sollen, wo man genau diesen Einwand mit dem Realitätverweigerungsdaumen honoriert hat.
@ RWE hier passen halt einige Sachen nicht zusammen... z.B. ausserhalb der Rush Hower... bei der Startzeit, ist man ab Erwitte Soest mitten drin und die Rush Hower geht in der Region den ganzen Tag. Ebenso passt es nicht von intelligenter Navigation für das Lademanagment zu schreiben und dann Ladezeiten für eine 100% Ladung anzuführen. Ab 80% SOC wird die Ladezeit über proportional lang und für die Langstrecke unpraktisch. Das ist dem Ladeverfahren für Liion Zellen geschuldet. Wenn man am Zielort eh eine Lademöglichkeit hat ( sonst hätte die Firma die Fahrzeuge ja nicht angeschafft) rechnet das System entsprechende Vorschläge aus.
P.Burkhardt
16.07.2026, 23:49 Uhr
Insgesamt...
kommt es auf das persönliche Fahrprofil an, welche Antriebsart am besten geeignet ist. Wer einmal im Jahr auf große Tour geht, kann das problemlos mit einem Mittelklasse-E-Auto machen... von denen fährt jedes mehr als 300km am Stück... und mit Familie an Bord sind spätestens nach drei Stunden sowieso pinkel- und essenspause notwendig, die dann i.d.r. auch länger als 5 Minuten dauert. Von daher ist die ganze Debatte total an den Haaren herbei gezogen...wenn man das Thema auf die im Artikel genannte Urlaubsfahrt beschränkt.

Für die übrige Mobilität in der Diskussion:

Wer einen Dienstwagen bekommt, ist an die Car-Policy des Arbeitgebers gebunden und muss die Karre ja auch nicht für seine privaten Heimfahrten nutzen, die ja auch noch steuerlich begünstigt werden.

Ich habe mich vor Jahren gegen einen Dienstwagen (und dafür mehr Gehalt) entschieden, weil ich gerne selbst bestimmen, was ich unterm Hintern habe und ungern in silbergrauen, langweiligen Mittelklasse-Limousinen unterwegs bin (wie damals die Richtlinie im Unternehmen war)... unterm Strich zahle ich dabei drauf... aber Alles im Leben hat nunmal seinen Preis.
Bodo Bagger
17.07.2026, 09:19 Uhr
Rush HOWER
Bevor Sie hier mit wohlklingenden Anglizismen um sich schlagen und versuchen Intellekt zu simulieren und zu suggerieren, sollten Sie sich gegebenenfalls mit der korrekten Rechtschreibung dieser auseinandersetzen.

Was die angebliche Diffamierung betrifft, man muss man hier gar nicht diffamieren, dass erledigen Sie schon von ganz allein.
Im übrigen, Danke für den Beleg, dass Sie offenbar in der Vergangenheit mal gelernt haben, einen Routenplaner zu bedienen.
KeinKreisverkehr
17.07.2026, 09:22 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert von psg – Kein Chat
RWE
17.07.2026, 10:28 Uhr
Kobold2, ich habe mich an der Erwitte diskussion überhaupt nicht beteiligt.
wie ich bereits schrieb, für längere Strecken würde ich entweder einen Hybriden empfehlen (wer selber laden kann Plugin) oder eben einen Diesel. Für die Stadt oder die Kurzstrecke ist ein volleletrischer sicher empfehlnswert, wenn es nur endlich einen funktionirenden Gebrauchtwagenmarkt gäbe. Nicht jeder hat eine Wallbox, es müsste die Möglichkeit geben. zum Tarif des eigenen Abbieters laden zu können.
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