CDU-Fraktion fordert verbindliche Standards für Plattformbetreiber
Kinder brauchen Schutz – auch in den sozialen Medien
Die Einigung des Technologiekonzerns Meta mit 52 US-Generalstaatsanwälten im Streit um die Gefahr sozialer Medien zeigt nach Ansicht der verbraucherschutzpolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Marion Rosin, dass Plattformbetreiber beim Schutz von Kindern und Jugendlichen stärker in die Pflicht genommen werden können...
Symbolbild Compuer im Kinderzimmer (Foto: Pixabay-Hollanddesign)
Die auf zwei Stunden begrenzten Nutzungszeiten, automatische Nachtsperren, weniger Benachrichtigungen während der Schulzeit und bessere Kontrollmöglichkeiten für Eltern sind konkrete Ansätze, die auch für Deutschland und Europa geprüft werden sollten, erklärt Rosin. Entscheidend sei, dass Schutzmaßnahmen nicht nur angekündigt würden, sondern Minderjährige auch tatsächlich erreichten. Dafür brauche es insbesondere eine wirksame und datenschutzkonforme Altersverifikation.
Eltern dürfen mit den Risiken sozialer Medien nicht allein gelassen werden. Die Plattformen stehen selbst in der Verantwortung, Kindern und Jugendlichen einen altersgerechten und möglichst sicheren Zugang zu ermöglichen, so Rosin. Dazu gehörten nach Auffassung der CDU-Politikerin schützende Voreinstellungen, verlässliche Alterskontrollen und einfache, kostenlose Elternfunktionen. Auch Schutzzeiten und weniger Push-Benachrichtigungen könnten dazu beitragen, die ständige Aufmerksamkeitsspirale zu durchbrechen. Darüber hinaus brauche es mehr Transparenz bei Empfehlungsalgorithmen und einen besseren Schutz vor Funktionen, die gezielt auf eine möglichst lange Nutzung ausgerichtet seien. Wo Anbieter gegen verbindliche Vorgaben verstießen, müssten Kontrollen greifen und Verstöße wirksam geahndet werden.
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Rosin: Verbraucherschutz muss auch im digitalen Raum funktionieren. Gerade Kinder und Jugendliche können kaum überblicken, wie die Geschäftsmodelle großer Plattformen funktionieren und welchen Einfluss Algorithmen und bestimmte Gestaltungselemente auf ihr Verhalten haben. Deshalb brauchen wir klare Regeln und Unternehmen, die ihrer Verantwortung gerecht werden. Kinderschutz darf nicht an Landesgrenzen enden. Die Entwicklungen in den USA sollten für Europa ein Anstoß sein, beim digitalen Verbraucherschutz entschlossener voranzugehen.