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So, 10:06 Uhr
30.08.2026
Feuerwehr Heiligenstadt

Großbrand zerstört Reithalle

Am Samstag um 10:55 Uhr erreichte die Feuerwehr Heiligenstadt die Alarmierung zu einem Brand in der Reithalle bei Westhausen. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu sehen. Bei dem Großbrand mussten 180 Einsatzkräfte alarmiert werden...

Bild:
Großbrand zerstört Reithalle (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt)

Aufgrund des Brandumfangs ließ der Einsatzleiter zahlreiche Feuerwehren nachalarmieren. Hierzu zählten unter anderem sämtliche Tanklöschfahrzeuge des Landkreises Eichsfeld, da sich die Wasserversorgung an dem abgelegenen Reiterhof schwierig gestaltete. Im Einsatzverlauf wurde eine Schlauchleitung aus der Leine im nahegelegenen Westhausen bis zum Brandort aufgebaut. Aufgrund der langen Wegstrecke und der vorhandenen Höhenunterschiede kamen dabei mehrere Pumpen zum Einsatz.

Mit mehreren C-Rohren gingen zahlreiche Trupps unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Um den Bedarf an Atemschutzgeräten decken zu können, wurde der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises Eichsfeld zur Einsatzstelle beordert. Da auch dessen Vorrat an Atemschutzgeräten nicht ausreichte, wurde zusätzlich der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises Unstrut-Hainich eingesetzt. Darüber hinaus kamen zwei Drehleitern aus Heiligenstadt und Leinefelde zum Einsatz. Trotz aller Bemühungen konnte die Reithalle nicht gehalten werden und brannte vollständig ab.


Durch das umsichtige Vorgehen der Einsatzkräfte konnte jedoch ein angrenzender Pferdestall geschützt und ein Übergreifen der Flammen verhindert werden. Die Besitzer konnten sich und ihre Tiere rechtzeitig in Sicherheit bringen, sodass keine Pferde verletzt wurden. Zwei Feuerwehrmänner erlitten bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen, einer von ihnen musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Um die Versorgung der über 170 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Technischem Hilfswerk sicherzustellen, wurde der Sanitäts- und Betreuungszug des DRK zum Einsatz hinzugezogen. Die Helfer stellten die medizinische Versorgung der Einsatzkräfte sicher und sorgten für die Verpflegung vor Ort.

Bis in die Abendstunden dauerten die Löscharbeiten an. Besonders das Ablöschen eines Strohlagers gestaltete sich aufwendig. Mithilfe von Baggern und Radladern wurde das Brandgut unter Atemschutz auseinandergezogen und abgelöscht.

Über Nacht stellen die Feuerwehren aus Bodenrode-Westhausen und Reinholterode eine Brandwache, um ein erneutes Aufflammen des Feuers frühzeitig erkennen und verhindern zu können. Für das sichere Arbeiten nach Einbruch der Dunkelheit stellt das Technische Hilfswerk Beleuchtungsmaterial bereit.
Johannes Lurch
Autor: red

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