Fr, 09:00 Uhr
04.09.2026
Lichtblick zum Wochenende
Entspannung für den Einen, Stress für den Anderen
Gemeindepädagoge Thomas Endter saß jüngst im Teamkreis zu einer Auswertung einer gelungenen Projektwoche. Man freute sich natürlich, dachte nochmal an die fantastischen Momente und die Verrücktheiten, die Jugendlichen eben so in den Sinn kommen, wenn sie lange auf einem Haufen zusammen sind. An stressige Zeiten und tolle Stunden. Und man war sich nicht immer einer Meinung...
Was an Freizeiten aber auch deutlich wurde und was uns dort als Leitbild dienen sollte: es gibt Situationen, in denen hatten wir verschiedene Einschätzungen. Eine Situation- aber sie wirkt anders für jede und jeden von uns. Je nachdem, was wir erlebt haben, was in unseren Umfeldern als normal galt, ob wir geschützt oder risikoreich aufwuchsen.
Zum Beispiel löst ein Kind auf einer Mauer andere Reaktionen bei einer Mutter aus als bei einem Erlebnispädagogen.
Ich bin ja immer fürs Klettern. Es bringt das Kind in Kontakt mit eigenen Fähigkeiten und der rauen Welt, die keine Debatten kennt, sondern Naturgesetze. Wir brauchen das. Eine Mutter erklärte mit aber neulich ihre Sicht der Dinge: wenn das Kind sich den Fuß beim Fallen verstaucht- wer muss dann mit dem Kind zum Arzt und womöglich zu Hause bleiben, anstatt auf Arbeit zu gehen? Den Blickwinkel hatte ich noch nicht. Nicht aus Faulheit, sondern weil ich eben einer anderen Lebenswelt entstamme. Das macht meine Annahme nicht falsch, aber ich verstehe die Mutter besser, die vorsichtiger agiert.
Und genau so schauten wir auf die Auswertung der Freizeit. Was für die einen entspannt war, konnte für andere Stress bedeuten. Wie wir das milderten? Sichtweisen austauschen und den anderen zuzugestehen, dass sie aus ihrer Erfahrung auch wichtige und richtige Einschätzungen treffen, ohne meine Einschätzung zu verneinen. Und dann muss man abwägen und entscheiden.
Gerade geht es ja in der großen und kleinen Welt heiß her. Und ich vermute mal, der eine glaubt dem anderen oft nicht, auch ein erfahrungsreiches Leben geführt zu haben. Glauben wirs mal.
Ihr
Thomas Endter
Gemeindepädagoge Kirchenkreis Bad Frankenhausen - Sondershausen
Autor: redWas an Freizeiten aber auch deutlich wurde und was uns dort als Leitbild dienen sollte: es gibt Situationen, in denen hatten wir verschiedene Einschätzungen. Eine Situation- aber sie wirkt anders für jede und jeden von uns. Je nachdem, was wir erlebt haben, was in unseren Umfeldern als normal galt, ob wir geschützt oder risikoreich aufwuchsen.
Zum Beispiel löst ein Kind auf einer Mauer andere Reaktionen bei einer Mutter aus als bei einem Erlebnispädagogen.
Ich bin ja immer fürs Klettern. Es bringt das Kind in Kontakt mit eigenen Fähigkeiten und der rauen Welt, die keine Debatten kennt, sondern Naturgesetze. Wir brauchen das. Eine Mutter erklärte mit aber neulich ihre Sicht der Dinge: wenn das Kind sich den Fuß beim Fallen verstaucht- wer muss dann mit dem Kind zum Arzt und womöglich zu Hause bleiben, anstatt auf Arbeit zu gehen? Den Blickwinkel hatte ich noch nicht. Nicht aus Faulheit, sondern weil ich eben einer anderen Lebenswelt entstamme. Das macht meine Annahme nicht falsch, aber ich verstehe die Mutter besser, die vorsichtiger agiert.
Und genau so schauten wir auf die Auswertung der Freizeit. Was für die einen entspannt war, konnte für andere Stress bedeuten. Wie wir das milderten? Sichtweisen austauschen und den anderen zuzugestehen, dass sie aus ihrer Erfahrung auch wichtige und richtige Einschätzungen treffen, ohne meine Einschätzung zu verneinen. Und dann muss man abwägen und entscheiden.
Gerade geht es ja in der großen und kleinen Welt heiß her. Und ich vermute mal, der eine glaubt dem anderen oft nicht, auch ein erfahrungsreiches Leben geführt zu haben. Glauben wirs mal.
Ihr
Thomas Endter
Gemeindepädagoge Kirchenkreis Bad Frankenhausen - Sondershausen
