Anzeige symplr (lb_1)
Fr, 17:51 Uhr
11.09.2026
Landkreis Eichsfeld

Handlungsempfehlungen für die Schulnetzplanung der kommenden Jahre

Der Landkreis Eichsfeld hat die Ergebnisse der aktuellen Schulnetzplanung vorgestellt.
Anzeige symplr (mr_1)
Die Untersuchung zeigt angesichts der absehbaren Entwicklung der Schülerzahlen einen deutlichen Handlungsbedarf für die kommenden Jahre auf.

Ziel ist es, auch künftig eine verlässliche Unterrichtsversorgung, gute Bildungs- und Betreuungsangebote sowie angemessene räumliche Bedingungen an den Schulen sicherzustellen.

Grundlage der Planung sind unter anderem die prognostizierte Entwicklung der Schülerzahlen, die Vorgaben des Thüringer Schulgesetzes zur Klassenbildung, die Schulbauempfehlungen des Landes, die Qualität der Schulgebäude sowie bestehende Busverbindungen.

Auch die Angebote privater Schulen und die bevorstehenden Veränderungen durch den Umzug der Bergschule von Heiligenstadt nach Leinefelde wurden berücksichtigt.

Die Entwicklung der Schülerzahlen wird dabei maßgeblich durch die demografische Entwicklung und rückläufige Geburtenzahlen geprägt.

Für das Schuljahr 2032/33 wird ein Rückgang der Einschulungen um insgesamt rund 51 Prozent gegenüber den bisherigen Vergleichswerten prognostiziert. Aus der Untersuchung ergeben sich verschiedene Handlungsempfehlungen und mögliche Veränderungen der Schulstandorte bis etwa 2035.

Konkret wird unter anderem empfohlen, insgesamt 11 Grundschulstandorte sowie drei Regelschulen und zwei Gemeinschaftsschulen aufzulösen beziehungsweise zu fusionieren. Gleichzeitig sollen verbleibende Schulstandorte gestärkt und damit unter anderem die Sicherung von Klassenbildungen, Lehrerstellen und
Fachunterricht unterstützt werden.

Die Empfehlungen sehen beispielsweise Veränderungen im Grundschulbereich in Wingerode, Berlingerode/Teistungen, Pfaffschwende, Breitenworbis/Niederorschel, Kirchworbis, Hüpstedt, Gerbershausen, Küllstedt, Weißenborn, Leinefelde, Siemerode und Heiligenstadt vor.

Dabei werden teilweise auch alternative beziehungsweise schrittweise Lösungen beschrieben, um die Auswirkungen der demografischen Entwicklung zu berücksichtigen.

Wichtig ist: Die vorgestellten Ergebnisse sind ausdrücklich keine Beschlüsse. Sie stellen Handlungsempfehlungen und mögliche Entwicklungsszenarien dar und sollen eine richtungsweisende Grundlage für die weiteren Beratungen bilden.

Welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, ist in den kommenden Jahren unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren zu prüfen und zu entscheiden. Dazu gehören neben der Schülerzahlentwicklung insbesondere pädagogische Gesichtspunkte, die räumliche Situation, Schülerbeförderung, Investitions- und Folgekosten sowie die örtlichen Gegebenheiten.

Die Handlungsempfehlungen wurden zunächst im Sozialausschuss des Landkreises sowie gegenüber den Bürgermeistern und Schulleitungen vorgestellt und beraten. Darüber hinaus werden die zuständigen Fachämter, Institutionen und das Staatliche Schulamt weiterhin in den
Prozess einbezogen.

Damit die Entscheidungen über einzelne Schulstandorte nicht kurzfristig und ungeplant von der Verwaltung in Abstimmung mit dem Kreistag getroffen werden müssen, ist frühzeitig auf die absehbaren Veränderungen zu reagieren und eine belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung der Schullandschaft im Landkreis Eichsfeld zu schaffen.

Hierfür ist eine zukunftsweisende Schulnetzplanung erforderlich.
Autor: en

Anzeige symplr (lb_3)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (bb_2)