Reviews
Zaubert Gänsehaut auf den Unterarm.
...intensiv, packend, elegisch. (Jazzthetik September/Oktober 2009)
...leichte, verträumte Klänge von geradezu unheimlicher Intensität. (DIE ZEIT)
31. Leipziger Jazztage
Das persönliche Highligt der Rezensentin war das Konzert des norwegischen Saxophonisten und Goat-Horn-Spielers Karl Seglem... Die Power des Quintetts, seine ungeheure Spielfreude und letztlich die ungewohnten Klänge und Klangkombinationen stachelten das Publikum - alt und jung gleichermaßen - zu begeistertem Beifall an.
Carina Prange, Jazzdimensions
….Dass die norwegische Musikszene mehr zu bieten hat, als archaisch anmutende Folklore und anglophilen Pop und Rock, dürfte hinlänglich bekannt sein. Wie aus einem Wunderhorn, das beständig bunt schillernde und außergewöhnlich ungewöhnliche Acts hervorzaubert, nimmt sich das skandinavische Land aus. Und so verwundert es nicht, dass der in Oslo lebende Musiker Karl Seglem genügend Aufmerksamkeit bekommt, der norwegischen Folklore neue Ausdrucksmöglichkeiten zu geben. Future Sounds aus Norwegen!
Der norwegische Tenorsaxofonist Karl Seglem gehört seit vielen Jahren zu den führenden Stimmen des norwegischen Folkjazz. In seiner Musik kombiniert Karl Seglem Tradition mit heutigem Zeitgeist und den Visionen eines Jazz von morgen. Seine schwermütigen, schwebenden Sounds lassen keinen Zweifel über ihre norwegische Herkunft, und doch vermeidet Seglem eingefahrene Bahnen, sondern tritt seine eigenen Spuren aus. Wenn sich Ursprüngliches mit Elektroklang verbindet, wenn Wikinger-Folk mit gänzlich unprätentiöser, aber ungeheuer leidenschaftlicher Intensität auf den Weg gebracht, erlebt der fast schon abgenutzte Begriff "Weltmusik " durch die Musik Seglems eine ungemein vitale und unverstellte Wiederbelebung.
Unterstützt von seinen langjährigen Begleitern Gjermund Silset (Bass, Gitarre) und Håkon Høgemo (Hardanger Fiddle) sowie den Neuzugängen Gitarrist Olav Torget und Erland Dahlen (Drums, Perkussion) verleihen sie ihren gemeinsam komponierten Stücken eine unerhörte Leichtigkeit und Intensität, wie man sie von Jan Garabarek kennt.
Und die lyrisch warmen Töne, die Seglem seinem Tenorsaxofon entlockt, in die sich Fiddel, E-Gitarre und Schlagzeug einklinken sind es, die ihren Sound so einzigartig, so geheimnis- voll schön machen. Wie Karl Seglem und Band die Geheimnisse von Stücke wie "Rudlande", "Vridd" , "Morenelys" oder "Urbs" auf der Bühne lüften, lohnt sich auf jeden Fall zu erfahren. Wer Lust hat sich an der Coolness von Karl Seglems Soundwelten zu wärmen. Wer sich die majestätische Pracht der norwegischen Landschaften akustisch von Goat Horns und Hardanger Fiddle beschreiben lassen möchte, und obendrauf noch zu improvisatorischen jazzigen Höhenflügen mitgenommen wird, kann sein "blaues" Wunder erleben. Schöner geht's nimmer! …. (Agentur)