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Historischer Bahnhof für mehr Tourismus

Donnerstag, 08. August 2013, 11:21 Uhr
Neben der Welterberegion Hainich und den mittelalterlich geprägten Stadtzentren in Mühlhausen und Bad Langensalza gibt es im Unstrut-Hainich-Kreis eine ganze Reihe origineller und attraktiver Ausflugsziele, die auch zunehmend Touristen für die Region begeistern...

Übergabe Baugenehmigung (Foto: Ulrike Theune) Übergabe Baugenehmigung (Foto: Ulrike Theune)

(v.l.) Architekt Dr. Ulrich Schröter, Winfried Stöber, Geschäftsführer der Eichsfelder Kanonenbahn gGmbH, Landrat Harald Zanker, Karl-Josef Hardegen, Stellvertretender Bürgermeister Südeichsfeld, und Frank Schröter, Vorsitzender des Kanonanbahnvereins, nach der Übergabe der Baugenehmigung zur Sanierung des Bahnhofs.

Dazu gehört zweifellfrei die Draisinenstrecke, die der Kanonenbahnverein Lengenfeld unterm Stein mit viel Enthusiasmus und Engagement zu einem touristischen Highlight entwickelte. Anliegen war und ist es, die einmalige Bahntrasse der historischen Kanonenbahn, die zwischen Dingelstädt und Geismar verkehrte, als ein Stück deutscher Eisenbahngeschichte und Ingenieurbaukunst des vorigen Jahrhunderts für künftige Generationen zu bewahren.

Die etwa 24,5 Kilometer lange Strecke zwischen Dingelstädt und Geismar wurde erfolgreich in eine Fahrrad-Draisinenbahnstrecke umgewandelt. Das markanteste Bauwerk ist das im weiten Bogen, mit einem Radius von 400 Metern, den im Tal gelegenen Ort Lengenfeld unterm Stein überspannende Viadukt.

Der Bahnhof Lengenfeld unterm Stein, der bereits am 16. Dezember 1908 eröffnet wurde, hat als Bestandteil der Eichsfelder Kanonenbahnstrecke für die weitere zielgerichtete Entwicklung des Tourismus eine zentrale Bedeutung. Es ist vorgesehen, das Gebäude für etwa 400.000 Euro zu sanieren. Im Erdgeschoss soll ein Restaurant entstehen, wo sich Gäste vor und nach der Draisinenfahrt stärken können. Geplant ist zudem, das Mansardengeschoss zu nutzen, um Besucher über nahegelegene touristische Angebote zu informieren.

Das Dachgeschoss soll als Sitz des Kanonenbahnvereins ausgebaut werden. In einem neu zu errichtenden Anbau werden notwendige sanitäre Einrichtungen und Lagerkapazität geschaffen. Darüber hinaus sollen für die geplante Nutzung die entsprechenden Stellplätze sowie die wasser- und abwassertechnische Erschließung erneuert werden. Wesentlicher Bestandteil des Umbaus ist die Einhaltung der Forderungen des Brandschutzes für das Gebäude.

„Trotz komplizierter Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, durch umfassende Beratung und frühzeitige Abstimmung, die Voraussetzungen zu schaffen, dass ein wichtiges Vorhaben zur Entwicklung des Tourismus im Unstrut-Hainich-Kreis begonnen werden kann“, freute sich der Landrat des Unstrut Hainich Kreises, Harald Zanker, gestern bei der Übergabe der Baugenehmigung.

Der Antrag wurde durch die Gemeinde Südeichsfeld bei der unteren Bauaufsichtsbehörde am 28.05.2013 durch das Architekturbüro Dr. Schröter eingereicht. Parallel zur Vervollständigung der Unterlagen erfolgte die Beteiligung von sechs betroffenen Fachbehörden. Da es sich bei der Anlage um Bestandteile eines Kulturdenkmals nach dem Thüringer Denkmalschutzgesetz handelt, wurde das denkmalschutzrechtliche Erlaubnisverfahren in das Baugenehmigungsverfahren integriert. Nach Abschluss der öffentlich-rechtlichen Prüfung kann die Baugenehmigung mit Auflagen erteilt werden, um den Baubeginn sicherzustellen.


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