Raum zum Christsein
Sonntag, 15. September 2013, 17:04 Uhr
"Niemand darf sich auf Gott berufen, wer zu Krieg und Mord aufruft". Diözesan-Administrator Weihbischof Hauke predigt heute vor 7.000 Teilnehmern der Erfurter Bistumswallfahrt...
Anders als zuvor von vielen Katholiken im Bistum Erfurt erhofft, fand die Bistumswallfahrt zum Erfurter Dom ohne neuen Bischof statt. Die Bischofsernennung steht noch aus. Dennoch pilgerten 7.000 Gläubige in die Thüringer Landeshauptstadt, wo die Wallfahrt mit einem Pontifikalamt auf dem Domplatz und den Domstufen eröffnet wurde.
In seiner Predigt über das Leitwort der Wallfahrt, "Viel Raum zum Christsein", betonte Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke, dass das Denken und Handeln der Christen weit sein müsse, weil Gott allumfassend denke und handle. Dazu gehöre auch, Spannungen auszuhalten, die die eigene Identität in Frage stellten.
Für den Weihbischof ist die Familie "der zentrale Raum zum Christsein und Christwerden", wo Kinder tagtäglich Geborgenheit, Gemeinschaft und gegenseitige Rücksichtnahme erfahren würden. "Geborgenheit bedeutet: Ich werde angenommen wie ich bin, und ich werde durch die Gemeinschaft gefordert, mich so zu verhalten, dass diese wachsen und gedeihen kann", sagte Hauke.
Mit deutlichen Worten verurteilte der Diözesan-Administrator angesichts der Ereignisse im Nahen Osten Gewalt, die aufgrund von Unterschieden im religiösen Bekenntnis begangen werde: "Das ist nicht der Wille des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs. Das kann nur allein Werk des Menschen sein, und niemand darf sich auf diesen Gott unserer Väter berufen, wer zu Mord und Krieg aufruft."
Raum zum Christsein machte Weihbischof Hauke auch angesichts der Flüchtlinge aus Syrien, die nach Thüringen kommen, aus, "Ihnen muss unsere Sorge und Aufmerksamkeit gelten, und Zustände wie in Berlin-Hellersdorf darf es in Thüringen nicht geben", sagte er und löste damit den Beifall der Wallfahrer aus. Wegen der Unterbringung von Asylsuchenden aus Syrien war es in Hellersdorf zu rechtsextremer Hetze und fremdenfeindlichen Protestaktionen gekommen.
Autor: enAnders als zuvor von vielen Katholiken im Bistum Erfurt erhofft, fand die Bistumswallfahrt zum Erfurter Dom ohne neuen Bischof statt. Die Bischofsernennung steht noch aus. Dennoch pilgerten 7.000 Gläubige in die Thüringer Landeshauptstadt, wo die Wallfahrt mit einem Pontifikalamt auf dem Domplatz und den Domstufen eröffnet wurde.
In seiner Predigt über das Leitwort der Wallfahrt, "Viel Raum zum Christsein", betonte Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke, dass das Denken und Handeln der Christen weit sein müsse, weil Gott allumfassend denke und handle. Dazu gehöre auch, Spannungen auszuhalten, die die eigene Identität in Frage stellten.
Für den Weihbischof ist die Familie "der zentrale Raum zum Christsein und Christwerden", wo Kinder tagtäglich Geborgenheit, Gemeinschaft und gegenseitige Rücksichtnahme erfahren würden. "Geborgenheit bedeutet: Ich werde angenommen wie ich bin, und ich werde durch die Gemeinschaft gefordert, mich so zu verhalten, dass diese wachsen und gedeihen kann", sagte Hauke.
Mit deutlichen Worten verurteilte der Diözesan-Administrator angesichts der Ereignisse im Nahen Osten Gewalt, die aufgrund von Unterschieden im religiösen Bekenntnis begangen werde: "Das ist nicht der Wille des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs. Das kann nur allein Werk des Menschen sein, und niemand darf sich auf diesen Gott unserer Väter berufen, wer zu Mord und Krieg aufruft."
Raum zum Christsein machte Weihbischof Hauke auch angesichts der Flüchtlinge aus Syrien, die nach Thüringen kommen, aus, "Ihnen muss unsere Sorge und Aufmerksamkeit gelten, und Zustände wie in Berlin-Hellersdorf darf es in Thüringen nicht geben", sagte er und löste damit den Beifall der Wallfahrer aus. Wegen der Unterbringung von Asylsuchenden aus Syrien war es in Hellersdorf zu rechtsextremer Hetze und fremdenfeindlichen Protestaktionen gekommen.
