Auch 2014 wieder Herz- und Therapietag
Montag, 11. November 2013, 17:47 Uhr
Die Resonanz beim Publikum zum Herz- und Therapietag im Vitalpark in Heiligenstadt war durchweg positiv und die meisten Gäste wollen auch im nächsten Jahr wieder an dieser Aktion teilnehmen....
Am vergangenen Freitag fand im Vitalpark der Herz- & Diabetikertag statt. Organisatoren waren das Gesundheitsamt des Landkreises Eichsfeld, die Kurparkklinik und der Vitalpark. Den interessanten Vorträgen zu den Themen Herzschwäche, Hilfs- und Notrufsysteme sowie den Risiken der Herzerkrankungen bei Diabetes folgten zahlreiche Gäste aus Heiligenstadt und der Region.
Dr. Herbert Kesting, Chefarzt in der Kurparkklinik, referierte über das schwache Herz. Hier stellte er vor allem die beiden verschiedenen Formen der Herzschwäche dar. Er sprach über die Anzeichen der chronischen Herzschwäche, die meist schleichend beginnt und durch viele verschiedene Faktoren, wie den hohen Blutdruck, eine koronare Herzkrankheit oder ein Herzklappenfehler ausgelöst werden.
Aber auch übermäßiger Alkoholgenuss, Drogen oder Medikamente können zu einer Herzschwäche führen. Bei ersten Anzeichen, wie z.B. der Kurzatmigkeit, sollten Betroffene auf jeden Fall zu Hausarzt, Internisten oder Kardiologen gehen, da dann Untersuchungen wie das Herzecho angezeigt sind. Klargestellt wurde während des Vortrags auch, dass die Begleiterkrankungen der chronischen Herzschwäche den ganzen Körper betreffen können.
Atemwegs- und Nierenerkrankungen, Rhythmusstörungen, Blutarmut und auch Depressionen können die Folgen sein. Aber auch über die akute Form der Herzschwäche und deren lebensbedrohliche Situation sprach Dr. Kesting. Als Notarzt erläuterte er auch die erforderlichen Erste Hilfe Maßnahmen, die bis zum Eintreffen des Rettungswagens erfolgen sollten. In der anschließenden Fragerunde nutzen die Zuhörer die Gelegenheit und erhielten zahlreichen Antworten zu Medikamenten, Untersuchungsmethoden und auch zum Einsatz des Rettungsdienstes im Landkreis Eichsfeld.
Florian Blacha vom DRK Eichsfeld griff das Thema Rettung gleich im Anschluss auf. Er erläuterte das Verhalten beim Auffinden von nicht ansprechbaren Personen. Die meisten der Anwesenden waren an die Verkehrsteilnehmerschulung aus DDR-Zeiten erinnert. Jedoch hat sich im Laufe der Jahre auch hier einiges getan. Bei der Vorführung der Reanimation mit Herzdruckmassage und Beatmung im Verhältnis 30 zu 2 hat sicher jeder etwas für den hoffentlich nicht eintretenden Erstfall mitgenommen.
Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer des Herz- & Diabetikertages als Florian Blacha dann ein kleines Kästchen in der Hand hielt, das heute oft in der Öffentlichkeit zu finden ist – der Frühdefibrilator. Um den Menschen die Ängste vor dem Einsatz eines solchen Defibrilators zu nehmen, erklärte er die Wirkweise so, dass niemand Angst haben muss, denn das Gerät erkennt durch Messung selbst, ob ein Einsatz notwendig ist. Dann führte er den sprechenden Frühdefibrilator vor, der genaue Anweisungen gibt, so dass man wirklich nichts falsch machen kann.
Auf offene Ohren stieß Pia Fernkorn, als sie den Einsatz und den Gebrauch des Notruftelefons für zuhause erklärte. Gerade ältere Menschen, die viel allein sind, könnten in Situationen geraten, in denen sie nicht mehr an ihr Telefon gelangen können und auch anderweitig keine Hilfe gerufen werden kann. Der Drücker, welcher um das Handgelenk getragen wird, gewährleistet in schwierigen Situationen den Notruf direkt an die DRK-Leitstelle oder eine andere Telefonnummer absetzen zu können. Ein Stück weit Sicherheit für Alleinlebende, die eine Überlegung der Anschaffung wert ist.
Auch die Mitarbeiter des DRK standen noch für die vielen Fragen, die wiederum u.a. zu den Rettungswagen und dem Rettungssystem im Eichsfeld gestellt wurden, zur Verfügung.
Nach einer kurzen Pause in der, wie auch schon vor Beginn der Veranstaltung, durch das Gesundheitsamt Check-Ups (Blutdruck-, Blutzucker-, Cholesterin und Körperfettmessungen) gemacht wurden, erzählte Verena Jennicke, die Leiterin der Selbsthilfegruppe Diabetes in Uder, von ihren langjährigen Erfahrungen als Diabetikerin – auch zu den Risiken der Herzerkrankungen.
Sie stellt z.B. fest, dass das Risiko eines Diabetikers einen Herzinfarkt zu erleiden genauso groß ist, wie bei Menschen, die schon einmal einen Herzinfarkt erlitten haben. Diabetes fördert die Gefäßverkalkung, die ein grundlegender Faktor für Herzschwäche ist. Frau Jennicke wies in ihrem Vortrag u.a. auch darauf hin, dass Diabetiker Nervenschädigungen, sogenannte Polyneuropathien, haben und deshalb die klassischen Symptome eines Herzinfarktes nicht merken. Zu Dingen, die Diabetiker unbedingt tun sollten, sagte sie, dass es ganz wichtig ist das Übergewicht abzubauen und den Blutdruck zu senken. Gute Aufklärung ist für den Diabetiker wichtig, um die Therapie gut annehmen zu können.
Um 16.00 Uhr, als Abschluss der Veranstaltung gab es dann noch einen aktiven Teil. Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten des Vitalparks luden ein zur Progressiven Muskelentspannung oder zur sanften Gymnastik für Jedermann. Denn der Einklang von Bewegung und Entspannung ist nicht nur bei Herzschwäche oder als Diabetiker eine gelungene Form der Prävention und Therapie. Einige Teilnehmer nahmen dann nach dem äußerst informativen Nachmittag auch noch die kostenlose Einladung des Vitalparks zu 1,5 Stunden Wohlfühlen in der Eichsfeld-Therme an.
Die Resonanz beim Publikum war durchweg positiv und die meisten Gäste werden auch im nächsten Jahr wieder am Herz- & Diabetikertag teilnehmen.
Andrea Waldmann
Autor: enAm vergangenen Freitag fand im Vitalpark der Herz- & Diabetikertag statt. Organisatoren waren das Gesundheitsamt des Landkreises Eichsfeld, die Kurparkklinik und der Vitalpark. Den interessanten Vorträgen zu den Themen Herzschwäche, Hilfs- und Notrufsysteme sowie den Risiken der Herzerkrankungen bei Diabetes folgten zahlreiche Gäste aus Heiligenstadt und der Region.
Dr. Herbert Kesting, Chefarzt in der Kurparkklinik, referierte über das schwache Herz. Hier stellte er vor allem die beiden verschiedenen Formen der Herzschwäche dar. Er sprach über die Anzeichen der chronischen Herzschwäche, die meist schleichend beginnt und durch viele verschiedene Faktoren, wie den hohen Blutdruck, eine koronare Herzkrankheit oder ein Herzklappenfehler ausgelöst werden.
Aber auch übermäßiger Alkoholgenuss, Drogen oder Medikamente können zu einer Herzschwäche führen. Bei ersten Anzeichen, wie z.B. der Kurzatmigkeit, sollten Betroffene auf jeden Fall zu Hausarzt, Internisten oder Kardiologen gehen, da dann Untersuchungen wie das Herzecho angezeigt sind. Klargestellt wurde während des Vortrags auch, dass die Begleiterkrankungen der chronischen Herzschwäche den ganzen Körper betreffen können.
Atemwegs- und Nierenerkrankungen, Rhythmusstörungen, Blutarmut und auch Depressionen können die Folgen sein. Aber auch über die akute Form der Herzschwäche und deren lebensbedrohliche Situation sprach Dr. Kesting. Als Notarzt erläuterte er auch die erforderlichen Erste Hilfe Maßnahmen, die bis zum Eintreffen des Rettungswagens erfolgen sollten. In der anschließenden Fragerunde nutzen die Zuhörer die Gelegenheit und erhielten zahlreichen Antworten zu Medikamenten, Untersuchungsmethoden und auch zum Einsatz des Rettungsdienstes im Landkreis Eichsfeld.
Florian Blacha vom DRK Eichsfeld griff das Thema Rettung gleich im Anschluss auf. Er erläuterte das Verhalten beim Auffinden von nicht ansprechbaren Personen. Die meisten der Anwesenden waren an die Verkehrsteilnehmerschulung aus DDR-Zeiten erinnert. Jedoch hat sich im Laufe der Jahre auch hier einiges getan. Bei der Vorführung der Reanimation mit Herzdruckmassage und Beatmung im Verhältnis 30 zu 2 hat sicher jeder etwas für den hoffentlich nicht eintretenden Erstfall mitgenommen.
Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer des Herz- & Diabetikertages als Florian Blacha dann ein kleines Kästchen in der Hand hielt, das heute oft in der Öffentlichkeit zu finden ist – der Frühdefibrilator. Um den Menschen die Ängste vor dem Einsatz eines solchen Defibrilators zu nehmen, erklärte er die Wirkweise so, dass niemand Angst haben muss, denn das Gerät erkennt durch Messung selbst, ob ein Einsatz notwendig ist. Dann führte er den sprechenden Frühdefibrilator vor, der genaue Anweisungen gibt, so dass man wirklich nichts falsch machen kann.
Auf offene Ohren stieß Pia Fernkorn, als sie den Einsatz und den Gebrauch des Notruftelefons für zuhause erklärte. Gerade ältere Menschen, die viel allein sind, könnten in Situationen geraten, in denen sie nicht mehr an ihr Telefon gelangen können und auch anderweitig keine Hilfe gerufen werden kann. Der Drücker, welcher um das Handgelenk getragen wird, gewährleistet in schwierigen Situationen den Notruf direkt an die DRK-Leitstelle oder eine andere Telefonnummer absetzen zu können. Ein Stück weit Sicherheit für Alleinlebende, die eine Überlegung der Anschaffung wert ist.
Auch die Mitarbeiter des DRK standen noch für die vielen Fragen, die wiederum u.a. zu den Rettungswagen und dem Rettungssystem im Eichsfeld gestellt wurden, zur Verfügung.
Nach einer kurzen Pause in der, wie auch schon vor Beginn der Veranstaltung, durch das Gesundheitsamt Check-Ups (Blutdruck-, Blutzucker-, Cholesterin und Körperfettmessungen) gemacht wurden, erzählte Verena Jennicke, die Leiterin der Selbsthilfegruppe Diabetes in Uder, von ihren langjährigen Erfahrungen als Diabetikerin – auch zu den Risiken der Herzerkrankungen.
Sie stellt z.B. fest, dass das Risiko eines Diabetikers einen Herzinfarkt zu erleiden genauso groß ist, wie bei Menschen, die schon einmal einen Herzinfarkt erlitten haben. Diabetes fördert die Gefäßverkalkung, die ein grundlegender Faktor für Herzschwäche ist. Frau Jennicke wies in ihrem Vortrag u.a. auch darauf hin, dass Diabetiker Nervenschädigungen, sogenannte Polyneuropathien, haben und deshalb die klassischen Symptome eines Herzinfarktes nicht merken. Zu Dingen, die Diabetiker unbedingt tun sollten, sagte sie, dass es ganz wichtig ist das Übergewicht abzubauen und den Blutdruck zu senken. Gute Aufklärung ist für den Diabetiker wichtig, um die Therapie gut annehmen zu können.
Um 16.00 Uhr, als Abschluss der Veranstaltung gab es dann noch einen aktiven Teil. Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten des Vitalparks luden ein zur Progressiven Muskelentspannung oder zur sanften Gymnastik für Jedermann. Denn der Einklang von Bewegung und Entspannung ist nicht nur bei Herzschwäche oder als Diabetiker eine gelungene Form der Prävention und Therapie. Einige Teilnehmer nahmen dann nach dem äußerst informativen Nachmittag auch noch die kostenlose Einladung des Vitalparks zu 1,5 Stunden Wohlfühlen in der Eichsfeld-Therme an.
Die Resonanz beim Publikum war durchweg positiv und die meisten Gäste werden auch im nächsten Jahr wieder am Herz- & Diabetikertag teilnehmen.
Andrea Waldmann

