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Nach wie vor häufigste Todesursache

Mittwoch, 13. November 2013, 13:35 Uhr
Täglich starben 31 Einwohner des Freistaates Thüringen an einer Herz-Kreislauferkrankung. Im Jahr 2012 starben 27 141 Thüringer Bürger, davon 13 117 Männer und 14 024 Frauen. Das waren 421 Personen bzw. 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor...

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik betrug das durchschnittliche Sterbealter 76,9 Jahre (2011: 76,7 Jahre). Die Männer verstarben im Durchschnitt mit 72,9 Jahren, die Frauen 7,8 Jahre später (2011: 72,5 bzw. 80,5 Jahre).

Die Herz-Kreislauferkrankungen stehen nach wie vor an erster Stelle der Todesursachen. In 11 480 Fällen bzw. 42,3 Prozent war eine Krankheit des Kreislaufsystems Ursache für den Tod. Damit erlagen täglich durchschnittlich 31,4 Einwohner Thüringens dieser Todesursache. Die Frauen waren von dieser Todesursache viel häufiger betroffen als Männer.

Ihr Anteil lag bei 47,0 Prozent, der der Männer dagegen betrug 37,3 Prozent. Infolge von Kreislauferkrankungen starben insbesondere ältere Menschen. 10 033 Personen bzw. 87,4 Prozent waren 70 Jahre und älter. Das durchschnittliche Sterbealter bei diesem Krankheitsbild betrug 80,9 Jahre. Auch hier war ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zu verzeichnen. Während die Männer an einer der Kreislauferkrankungen im Alter von 76,2 Jahren starben, erreichten die Frauen mit derselben Todesursache durchschnittlich 84,4 Jahre.

Die zweithäufigste Todesursache war im Jahr 2012 mit 6 750 Fällen bzw. einem Anteil von 24,9 Prozent eine Neubildung, darunter erlagen 6 570 Thüringer, 24,2 Prozent aller Gestorbenen, einem bösartigen Tumorleiden. Ein Jahr zuvor betrug der Anteil der an Neubildungen Gestorbenen an den Sterbefällen insgesamt 25,0 Prozent, der an bösartigen Neubildungen 24,4 Prozent. Von den Personen, die einer Neubildung erlagen, waren 5 774 Personen bzw. 85,5 Prozent 60 Jahre und älter. Das mittlere Sterbealter betrug im Durchschnitt 72,6 Jahre, das der Männer 71,3 und das der Frauen 74,2 Jahre.

An dritter Stelle der Todesursachen standen im Jahr 2012 mit 1 823 Fällen bzw. 6,7 Prozent Krankheiten des Atmungssystems. Das mittlere Sterbealter betrug 79,1 Jahre. Mit 77,0 Jahren verstarben die Männer durchschnittlich 4,6 Jahre eher als die Frauen.

In weiteren 1 343 Fällen bzw. 4,9 Prozent führten Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (nichtnatürlicher Tod) im Jahr 2012 zum Tode. Im Jahr 2011 betrug der Anteil 4,8 Prozent (1 283 Fälle). Frauen waren bei den nichtnatürlichen Todesursachen nicht so häufig betroffen wie Männer. Bei ihnen betrug der Anteil an allen Todesursachen 3,8 Prozent, gegenüber 6,2 Prozent bei den Männern. Das mittlere Sterbealter betrug 67,4 Jahre, das der Männer nur 61,5 Jahre und das der Frauen 76,5 Jahre.
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