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Schießwütige Vandalen geschnappt

Donnerstag, 14. November 2013, 13:48 Uhr
Die Polizei hat die Sachbeschädigungen der vergangenen Tage in Sondershausen aufgeklärt. Dazu erreichte Ihre Onlinezeitungen aus der Polizeidirektion Nordhausen folgende Meldung...

Über das vergangene Wochenende waren im gesamten Stadtgebiet Bushaltestellen und Telefonzellen zerstört worden. Es bestand der Verdacht, dass auf die Scheiben dieser Einrichtungen geschossen wurde. Am Mittwoch wurde der Polizei bekannt, dass auch auf die Gebäude der Stadt- und Kreisverwaltung geschossen wurde.

Die Ermittlungen führten zu zwei 17 und 18 Jahre alten Sondershäusern. Bei den Hausdurchsuchungen fanden die Beamten umfangreiches Beweismaterial. Die Tatwaffe, eine Softairpistole, wurde ebenfalls sichergestellt. Beide Beschuldigte haben inzwischen die Taten gestanden. Als Motiv gaben sie Langeweile an.
Den Ermittlungen und Aussagen nach hatte der 18-Jährige die Waffe und die Munition beschafft. Bei der Munition handelt es sich um fünf Millimeter große Stahlkugeln.

Seit Mittwoch vergangener Woche war er dann jede Nacht mit dem Auto seiner Mutter in der Stadt unterwegs und beschoss verschiedene Objekte. Dabei begleitete ihn nicht nur der 17-jährige Mitbeschuldigte, sondern auch andere Jugendliche. Er will das Auto stets kurz gestoppt haben und Beifahrer sowie Mitfahrer sollen auf die Objekte geschossen haben. Er selbst auch auf eine Bushaltestelle.

Dabei gingen 29 Glasscheiben an Bushaltestellen und zwei Telefonzellen zu Bruch. Am Landratsamt und dem Gebäude der Stadtverwaltung wurden mehrere Fensterscheiben und Schaukästen beschädigt. Auch der Brunnen auf dem Markt blieb nicht verschont. Allein an der Fassade der Stadtverwaltung fanden die Kriminaltechniker 40 Einschüsse. Der dadurch verursachte Schaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Sie richten sich auch gegen vier weitere Tatverdächtige. Ermittelt wird wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Waffengesetz. Offenbar kommen die Verdächtigen auch für weitere Sachbeschädigungen als Täter in Frage. Es gibt keine Hinweise auf ein politisches Motiv.
Autor: khh

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