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120 Jahre Bergbau

Samstag, 07. Dezember 2013, 00:30 Uhr
Im untertägigen Konzertsaal fand gestern am Abend eine Veranstaltung der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbh (GSES) anlässlich des 120. Jahrestages des Kalibergbaus in der Region und zu Ehren der Heiligen Barbara statt.

120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mit dem Lied der Bergleute "Glückauf der Steiger kommt" fand gestern der offizielle Teil der Festveranstaltung seinen Höhepunkt. Neben Gästen aus der Politik wie Thüringens Innenminister Jörg Geibert (CDU), Landtagsmitglied Manfred Scherer, Landrätin Antje Hochwind (SPD) und der 1. Beigeordneten der Stadt Sondershausen, Cornelia Kraffzick (SPD), zeigten sich erst mal in größerem Maße hier in der Region die neuen Gesellschafter der GSES, mit Dr. Hans Caspaar Glinz an der Spitze von der Schmidt- und Kranz-Gruppe.

120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nach der kurzen Begrüßung durch Dr. Glinz informierte Thüringens Bergamtsleiter Hartmut Kießling über das tragische Grubenunglück an der Werra. Nach dem CO2 konnte man sich selbst letzte Woche nur auf 150 Meter der Ausbruchsstelle nähern. Das Ausbruchsrevier selbst fördert noch nicht, aber in der übrigen Grube läuft die Produktion jetzt zu zwei Dritteln. Der toten Kumpel wurde in einer Schweigeminute gedacht. Danach sagte Kießling: "Wir danken der Heiligen Barbara, dass sie dieses Bergwerk verschont hat."

120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dr. Hans Caspaar Glinz bei der Begrüßung

Der Geschäftsführer der Ercosplan Group, der Geologe, Dr. Henry Rauche, gab einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Kaliindustrie in der Region von der ersten Teufung 1893 bis zur jetzigen Steinsalzproduktion. Dr. Rauche brachte auch zum Ausdruck, dass hier noch Millionen von Tonnen Hartsalz und Mischsalz liegen. Was heißen soll, hier besteht noch Zukunft für ein Kaliproduktion. Der Geschäftsführer der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbh (GSES), Rainer Süße, brachte es beim "Lesen aus der Glaskugel" zum Ausdruck: "Wir werden auch in 120 Jahren noch eine Perspektive haben".

120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Viel Beifall gab es für den "Visionär", wie er hier gewürdigt wurde, Dr. Helmut Springer (am Mikro). Er war es, der das alte Kaliwerk, das abgewickelt werden sollte, zu dem gemacht hat, was es jetzt ist: ein bedeutender Steinsalzproduzente mit Perspektive für eine Kaliproduktion.

120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann) 120 Jahre Bergbau (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In der Politiker-Runde sicherten Geibert, Hochwind und Kraffzick die Unterstützung durch die Politik zu. Kraffzick lud Dr. Glinz zu einem Besuch in der Stadt Sondershausen ein. Geibert sagte, Thüringen ist nicht nur das grüne Herz Deutschlands, sondern auch ein Land des Bergbaus.


Bergmannslied


Für die Ehrengäste, darunter viele Firmenvertreter der Region, sowie für die Belegschaft der GSES mit Partnern wurde ein sehr ansprechendes Kulturprogramm geboten, beim Gesang mit der Band "Rest of Best" sowie dem Moderator und Varieté- Künstler Dirk Denzer. Höhepunkt, die anderen Künstler werden es hoffentlich verzeihen, war das ungarische Duo "La Vision" mit ihrer zauberhaften akrobatischen Darstellung und dem phantastischen Lichtspiel im Konzertsaal. Dessen Anlegung wurde übrigens von Dr. Helmut Springer angeregt.
Autor: khh

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