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Mehr Komasäufer im Eichsfeld

Dienstag, 28. Januar 2014, 18:59 Uhr
2012 kamen 16 Jugendliche im Eichsfeld mit Alkoholrausch ins Krankenhaus. Die Zahl gegenüber dem Jahr davor ist um 33 Prozent gestiegen. Die DAK Kampagne „bunt statt blau“ startet nun zum 5. Mal im Eichsfeld...

Alkohol bis zum Abwinken: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. Im Eichsfeld ist die Zahl jugendlicher „Komasäufer“ gestiegen. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 16 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen hier im Vergleich zu 2011 um 33,33 Prozent zu. In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen mussten allein drei Kinder in einer Klinik behandelt werden.

„Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist langfristig eine positive Entwicklung“, sagt Beatrice Knauft-
Müller von der DAK-Gesundheit im Eichsfeld. „In den vergangenen zehn Jahren nahmen die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in unserer Region um 33,33 Prozent zu.“ Auch landesweit gab es in diesem Zeitraum einen deutlichen Anstieg. In der Altersgruppe von 15 bis 20 Jahren landeten 2012 zum Beispiel 387 Jugendliche im Krankenhaus. Die Zahl der betroffenen Jungen war mit 254 Fällen höher als bei Mädchen mit 133 Behandlungen.

52.000 Schüler bekennen Farbe

Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit jetzt zum 5. Mal ihre Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Bundesweit werden mehr als 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen im Eichsfeld. Als Schirmherrin unterstützt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung die Aktion.

Auch die erfolgreiche Band „Luxuslärm“ beteiligt sich 2014 an der Kampagne. Seit 2010 wurden beim mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb „bunt statt blau“ bereits 52.000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. „Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig“, so Beatrice Knauft-Müller. „Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen.“
Autor: en

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