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Kunst gegen „Komasaufen“

Dienstag, 04. Februar 2014, 10:15 Uhr
Kunst gegen „Komasaufen“. Unter dem Motto „bunt statt blau“ startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne zur Alkoholprävention in Thüringen. Bereits zum fünften Mal sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken...

Grafik  (Foto: DAK) Grafik (Foto: DAK)

Hintergrund: 2012 kamen bundesweit 26.673 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, was einen neuen Höchstwert bedeutet. „bunt statt blau“ will kreativ über die Gefahren von Alkohol aufklären. Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb für die Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren übernimmt erneut Thüringens Minister Christoph Matschie. Alle Schulen aus dem Land Thüringen sind bis zum 31. März zur Teilnahme eingeladen.

Beim so genannten Komasaufen gab es 2012 in Thüringen erneut eine hohe Zahl an Betroffenen. „Bundesweit landen Tag für Tag etwa 70 Kinder und Jugendliche betrunken in einer Klinik.“, sagt Steffi Steinicke Chefin der DAK-Gesundheit aus dem Geschäftsgebiet Ost. „Viele junge Alkoholpatienten sind 10 bis 15 Jahre alt. Um diesen negativen Trend umzukehren, muss frühzeitig über die Folgen von Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Da Schüler bei `bunt statt blau´ selbst Farbe bekennen, ist die Kampagne besonders geeignet den Trend entgegen zu wirken.“ Steinicke weiter “wir setzten aus diesem Grund gemeinsam mit dem Minister und mit den vielen Schulen diese erfolgreiche und kreative Aktion 2014 fort.“

Bilder als glaubwürdige Botschaften

Seit 2010 haben bundesweit 52.000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gemalt, darunter auch viele Schüler aus Thüringen. Die mehrfach ausgezeichnete Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. Schirmherr der Kampagne ist Christoph Matschie, Thüringens Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur. „Thüringen beteiligt sich erneut an der Plakat-Aktion bunt statt blau. Die kreative Kampagne hilft jungen Menschen, die

Gefahren von Alkoholmissbrauch zu erkennen und einen verantwortlichen Umgang mit Alkohol zu lernen. Die selbst gestalteten Plakate der Jugendlichen sind eindringlicher als jeder mahnend erhobene Zeigefinger.“ Sagt der Minister. Christoph Matschie weiter „Deshalb habe ich auch 2014 gerne die Schirmherrschaft übernommen.“

Studie: Schüler bewerten Wettbewerb positiv

Nach einer aktuellen Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) bewerten 73 Prozent der jugendlichen Teilnehmer den Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ mit den Schulnoten „sehr gut“ oder „gut“. 87 Prozent der befragten Schüler würden sich erneut an der Aktion beteiligen. Die Mehrheit der jungen Künstler erklärte, sie hätten durch den Wettbewerb etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne „bunt statt blau“ dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen. In einer Folgebefragung untersucht das IFT-Nord jetzt, wie sich der Wettbewerb auf den jugendlichen Alkoholkonsum auswirkt.

Einsendeschluss am 31. März

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2014 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury mit der neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und der Band „Luxuslärm“ den Bundesgewinner. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

Bundes-Drogenbeauftragte lobt Kampagne

Der aktuelle Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ erneut als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die Aktion wurde mehrfach als erfolgreiche Gesundheitskampagne ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Health Media Award 2012. Weitere Informationen zum Wettbewerb 2014 gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit zehn Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.
Autor: red

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