Autor zu Gast bei Schülern
Freitag, 07. März 2014, 13:07 Uhr
Die Lese-AG – Jugendjury – der Bergschule St. Elisabeth hat sich gefreut, dass der Autor Herbert Günther in der vergangenen Woche sie besuchte. Während der regulären AG-Sitzung las er aus seinem gerade erschienenen Buch Zeit der großen Worte vor. Hier der Bericht der Schüler....
Im Anschluss daran redeten wir über das Buch und seine Entstehung. Außerdem durften wir Fragen über den Autor, sein Leben und seinen Beruf stellen.
Zeit der großen Worte spielt zur Zeit des ersten Weltkriegs. Die Hauptperson ist Paul. Er erzählt über seine Erlebnisse als Jugendlicher, der vom Dorf in die Stadt gezogen ist. Pauls Freunde sind ganz anders als er und es fällt ihm schwer, in die Klassengemeinschaft zu finden.
Gleichzeitig werfen die Anfänge des ersten Weltkrieges ihre Schatten voraus. So verliert das Wort Sarajewo schnell seinen Zauber, als Paul erfährt, dass das österreichische Thronfolgerpaar dort erschossen wurde. Noch eigenartiger ist Paul zumute, als einer seiner neuen Freunde ihn vor die Wahl stellt: Meldung als Freiwilliger und Freundschaft oder keine Meldung und auch keine Freundschaft (Wer Angst hat, der bleibt da!) .
Pauls Familie besteht aus fünf Personen, sein großer Bruder Max will unbedingt kämpfen und wird so mit seinem Vater eingezogen. Paul bleibt mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Gertrud zu Hause zurück. Der Leser ahnt schnell, wie das Unglück des Krieges für Paul seinen Lauf nehmen wird. Gut nur, dass es auch ein Leben neben dem Krieg gibt….
In der anschließenden Diskussion erzählte der Autor, was ihn bewogen hat, dieses Buch zu schreiben und wo bzw. wie er recherchiert hat. Dazu brachte er z.B. ein Buch mit Scans von Original-Zeitungsartikeln aus dieser Zeit mit.
Natürlich kamen auch Fragen auf wie: Wie lange brauchen Sie für ein Buch? oder Wie viele Bücher haben Sie geschrieben? Ein gutes Buch sei wohl kaum in weniger als 2- 5 Jahren zu schreiben, nach Meinung des Autors. Herbert Günther hat einen Roman, 2 Bilderbücher, 16 Kinderbücher, 7 Jugendbücher und 2 Sachbücher geschrieben.
Außerdem arbeitet er als Übersetzer und erzählte uns von dieser interessanten Tätigkeit. Es stellte sich heraus, dass wir sogar eines der Bücher bei uns haben, die er übersetzt hat. Herbert Günther ist darüberhinaus auch Drehbuchautor und er erklärte uns, wie groß eigentlich der Unterschied zwischen einem Buch und einem Drehbuch ist und was alles dahinter steckt, eine Szene in einem Film zu drehen. Wir sprachen über Schreibprozesse, Unterschiede zwischen der deutschen und der englischen Sprache und darüber, welche Beweggründe ein Mensch haben kann, Autor zu werden. Interessant war auch die Frage nach dem Verhältnis von Autobiografie, eigenen Erlebnissen und Fiktion in einem Buch.
Leider war der Nachmittag viel zu schnell herum und einige von uns mussten gehen. Es war sehr schön, Herbert Günther bei uns zu haben und wir bedanken uns bei ihm, dass er sich Zeit für unsere neugierigen Fragen genommen und alle ausgiebig beantwortet hat (und sogar noch sein neues Buch zum Lesen dagelassen hat J ). Viele sind schon sehr gespannt, endlich Zeit der großen Worte lesen zu dürfen.
Für die Lese-AG:
Xenia Fröhlich und Kim Ackermann
Autor: enIm Anschluss daran redeten wir über das Buch und seine Entstehung. Außerdem durften wir Fragen über den Autor, sein Leben und seinen Beruf stellen.
Zeit der großen Worte spielt zur Zeit des ersten Weltkriegs. Die Hauptperson ist Paul. Er erzählt über seine Erlebnisse als Jugendlicher, der vom Dorf in die Stadt gezogen ist. Pauls Freunde sind ganz anders als er und es fällt ihm schwer, in die Klassengemeinschaft zu finden.
Gleichzeitig werfen die Anfänge des ersten Weltkrieges ihre Schatten voraus. So verliert das Wort Sarajewo schnell seinen Zauber, als Paul erfährt, dass das österreichische Thronfolgerpaar dort erschossen wurde. Noch eigenartiger ist Paul zumute, als einer seiner neuen Freunde ihn vor die Wahl stellt: Meldung als Freiwilliger und Freundschaft oder keine Meldung und auch keine Freundschaft (Wer Angst hat, der bleibt da!) .
Pauls Familie besteht aus fünf Personen, sein großer Bruder Max will unbedingt kämpfen und wird so mit seinem Vater eingezogen. Paul bleibt mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Gertrud zu Hause zurück. Der Leser ahnt schnell, wie das Unglück des Krieges für Paul seinen Lauf nehmen wird. Gut nur, dass es auch ein Leben neben dem Krieg gibt….
In der anschließenden Diskussion erzählte der Autor, was ihn bewogen hat, dieses Buch zu schreiben und wo bzw. wie er recherchiert hat. Dazu brachte er z.B. ein Buch mit Scans von Original-Zeitungsartikeln aus dieser Zeit mit.
Natürlich kamen auch Fragen auf wie: Wie lange brauchen Sie für ein Buch? oder Wie viele Bücher haben Sie geschrieben? Ein gutes Buch sei wohl kaum in weniger als 2- 5 Jahren zu schreiben, nach Meinung des Autors. Herbert Günther hat einen Roman, 2 Bilderbücher, 16 Kinderbücher, 7 Jugendbücher und 2 Sachbücher geschrieben.
Außerdem arbeitet er als Übersetzer und erzählte uns von dieser interessanten Tätigkeit. Es stellte sich heraus, dass wir sogar eines der Bücher bei uns haben, die er übersetzt hat. Herbert Günther ist darüberhinaus auch Drehbuchautor und er erklärte uns, wie groß eigentlich der Unterschied zwischen einem Buch und einem Drehbuch ist und was alles dahinter steckt, eine Szene in einem Film zu drehen. Wir sprachen über Schreibprozesse, Unterschiede zwischen der deutschen und der englischen Sprache und darüber, welche Beweggründe ein Mensch haben kann, Autor zu werden. Interessant war auch die Frage nach dem Verhältnis von Autobiografie, eigenen Erlebnissen und Fiktion in einem Buch.
Leider war der Nachmittag viel zu schnell herum und einige von uns mussten gehen. Es war sehr schön, Herbert Günther bei uns zu haben und wir bedanken uns bei ihm, dass er sich Zeit für unsere neugierigen Fragen genommen und alle ausgiebig beantwortet hat (und sogar noch sein neues Buch zum Lesen dagelassen hat J ). Viele sind schon sehr gespannt, endlich Zeit der großen Worte lesen zu dürfen.
Für die Lese-AG:
Xenia Fröhlich und Kim Ackermann


