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Tarifkonflikt spitzt sich zu

Mittwoch, 30. April 2014, 05:00 Uhr
Der Tarifkonflikt beim Märkischen Werk spitzt sich weiter zu. Der Arbeitgeber weigert sich Tarifverhandlungen aufzunehmen – die Arbeitnehmer reagieren mit ersten Warnstreik in Großbodungen...


Nachdem in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Nordthüringer Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie eine Tarifbindung mit der IG Metall eingegangen sind, machten sich auch die Beschäftigten des Märkischen Werks in der Landgemeinde am Ohmberg auf den Weg hin zu einer Tarifbindung. Sie fordern die Anerkennung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie Thüringen und damit eine Verbesserung ihrer Arbeits- und Entgeltbedingungen.

„Wir haben die Geschäftsführung seit Ende vergangenen Jahres mehrfach aufgefordert mit uns in Verhandlungen einzutreten. Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Geschäftsführung und die Gesellschafter des Unternehmens lediglich auf Zeit spielen und nicht bereit sind, sich mit uns an einen Tisch zu setzen. Im Gegenteil. Als Alternative zu professionellen und konstruktiven Gesprächen, wurden ohne Beteiligung der IG Metall Belegschaftsversammlungen abgehalten und dabei versucht, den Kolleginnen und Kollegen Angst in Bezug auf die Standortsicherheit zu machen. Das hat für große Enttäuschungen innerhalb der Belegschaft gesorgt und zwingt uns nun zum handeln," erklärt Alexander Scharff der 2. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen. Er nutzte die kürzlich stattgefundene Betriebsversammlung, um der Geschäftsleitung eine letzte Frist zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu setzen.

Auch diese Frist verstrich ohne Reaktion der Arbeitgeberseite. Um nun den Druck auf die Geschäftsführung zu erhöhen, ruft die IG Metall heute in der Zeit von 6.00-8.00 Uhr zu einem Warnstreik an den beiden Betriebsteilen im Ortsteil Großbodungen auf.
Autor: en

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