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Anfrage im Thüringer Landtag

Gerold Wucherpfennig setzt sich für Erhalt ein

Dienstag, 15. März 2016, 15:33 Uhr
Landtagsabgeordneter Gerold Wucherpfennig plädiert für den Erhalt der Bauausbildung in Leinefelde. Jetzt will er im Thüringer Landtag eine Antwort auf mehrere Fragen, warum die Ausbildung nicht im Eichsfeld bleiben soll...

Aus Anlass des an den Landkreis Eichsfeld gerichteten Bescheides des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, wonach die schulischen Ausbildung der Maurer und Hochbaufacharbeiter vom Standort der Staatlichen Berufsbildenden Schule Eichsfeld in Leinefelde nach Erfurt verlagert werden soll, hat sich der Eichsfelder Landtagsabgeordnete Gerold Wucherpfennig mit folgenden Fragestellungen an den Landtagspräsidenten gewandt:

Mit welcher Begründung soll die bisher traditionell im Eichsfeld stattfindende schulische Ausbildung von Maurern und Hochbaufacharbeitern beendet und nach Erfurt verlagert werden, obwohl noch im Entwurf des Thüringer Berufsschulnetzplanes Leinefelde als entsprechender Berufsschulstandort ausgewiesen war und das Eichsfeld die höchste Bauhandwerkerdichte aller Thüringer Landkreise hat?

Wie vereinbart sich die Verlagerung der schulischen Ausbildung von Maurern und Hochbaufacharbeitern von Leinefelde nach Erfurt mit der Aussage im Koalitionsvertrag, die da lautet: „Zur Lösung der Herausforderungen, vor denen die ländlichen Räume in den nächsten Jahren stehen, werden wir die ländliche Entwicklung als Querschnittsaufgabe unter aktiver Einbeziehung unterschiedlicher Ressorts praktizieren und konsequent umsetzen“?

Wie hoch wären die Investitionskosten für die sächliche Ausstattung der in Erfurt zu etablierende schulischen Ausbildung von Maurern und Hochbaufacharbeitern?

Sind in Erfurt qualifizierte Lehrkräfte für den Bereich Bauhandwerk vorhanden oder müssen diese von Leinefelde nach Erfurt zur Absicherung des schulischen Ausbildungsprofils umgesetzt werden?

Diese Fragen wird er in der Plenarsitzung am Donnerstag mündlich an die Landesregierung richten. Von der Landesregierung erwartet er einen Verbleib der schulischen Ausbildung von Maurern und Hochbaufacharbeitern im Eichsfeld.

„Es ist widersinnig und unvernünftig, wenn der Landkreis Eichsfeld als Nr. 1 aller Thüringer Landkreise bei den Erwerbstätigen im Baugewerbe seine schulische Ausbildung in die Landeshauptstadt abgeben muss. Diese Zentralisierungsbestrebungen von Aufgaben in die urbanen Bereiche Thüringens bei gleichzeitiger Vernachlässigung der ländlichen Räume nördlich und südlich der Thüringer Städtekette sind typisch für das Handeln der gegenwärtigen Landesregierung“, so Gerold Wucherpfennig.
Autor: en

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