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Das Wahrzeichen von Beuren

Michael Reinhold: So könnte der Turm aussehen

Montag, 12. September 2016, 14:10 Uhr
In der jüngsten Ortsratsitzung in Beuren wurden viele Themen angesprochen, u.a. auch der Turm, das einstige und künftige (?) Wahrzeichen von Beuren. Es hatte eine Vor-Ort-Begehung gegeben mit dem neuen Pfarrer Arndt, Vertretern der Stadt und dem Ortsteilbürgermeister Uwe Kaufhold. Jetzt sind die Weichen gestellt, die Stadt kann den Turm kaufen.....

Der Turm in Beuren (Foto: Michael Reinhold) Der Turm in Beuren (Foto: Michael Reinhold)


Vielleicht ist ja der Kaufvertrag inzwischen unterzeichnet worden. Zum Kriegerdenkmal sagte Uwe Kaufhold, dass eine Anfrage in Berlin wegen der Gefallenen gestellt worden war. Die Namen sollen neu auf das Kriegerdenkmal aufgebracht werden. Zum Kriegerdenkmalselbst soll es in diesem Jahr noch eine Versammlung geben mit denen, die am Kriegerdenkmal mitarbeiten sollen. Es soll auch im Ortsrat vorgestellt werden.

Turm (Foto: Michael Reinhold) Turm (Foto: Michael Reinhold)


Eine Idee aus dem Jahr 2005
Vor mehr als zehn Jahren hatte sich Michael Reinhold aus Beuren monatelang sehr intensiv mit dem Turm von Beuren beschäftigt. Der damalige Student der Technischen Fachhochschule Berlin (Univeristy of Applied Sciences) hatte sich das historische Bauwerk für seine Diplomarbeit ausgewählt.

„Sanierungskonzept für ein denkmalgeschütztes Gebäude“ war das Thema seiner Diplomarbeit. Er wollte den Turm aus dem Dornröschenschlaf erwachen lassen und ihn zu einem Ort der Begegnung für Einwohner und Touristen schaffen. Es müsste nur von richtiger Stelle angepackt werden, Fördermittel gäbe es bestimmt auch, so Michael Reinhold.

Außenplatz am Turm (Foto: Michael Reinhold) Außenplatz am Turm (Foto: Michael Reinhold)


Auf rund 160 Seiten steht zum Turm alles geschrieben, was man wissen muss. Das erste Kapitel ist eine Bestandsaufnahme. „Im Rahmen der Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes unter denkmalschützerischer Sicht für den ‚Alten Turm‘ in Beuren wurden zahlreiche Recherchen im Umfeld durchgeführt. Auf der Grundlage, den Turm für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist hier eine Umnutzung zum Aussichtsturm mit Ausstellungsräumen vorgesehen.

Es gilt bei der Sanierung die vorhandene historische Substanz größtmöglichst zu erhalten. Die Lage, Größe und Anordnung der Räumlichkeiten, sowie denkmalschützerische Aspekte schränken die Möglichkeiten einer Nutzung stark ein. Die ursprüngliche Nutzung als Beobachtungs- und Aussichtsturm soll in jedem Falle beibehalten bzw. erweitert werden“, schreibt Michael Reinhold.

Im Zuge der Sanierung im Innenbereich empfiehlt er eine Verbindung der Geschosse aus gewendelten Holztreppen, die sich an der Rundung des Mauerwerks orientieren oder alternativ Wendeltreppen.

Denkbar wäre ebenfalls eine ständige Ausstellung zu platzieren und einen Bereich für wechselnde Ausstellungen vorzusehen. Dadurch kann ein größerer Personenkreis im Umfeld (Vereine etc.) angesprochen und zur ehrenamtlichen Mitarbeit bewegt werden, so Michael Reinhold.

Tum innen (Foto: Michael Reinhold) Tum innen (Foto: Michael Reinhold)


Und weiter: „Im Dachgeschoss werden neben den Fenstern Schautafeln platziert, die dokumentieren und erklären das im Sichtfeld Befindliche. Hierbei sollte ein Bezug zur Vergangenheit hergestellt werden, zu Erläuterung der Erbauung des Turms. Die Grundfläche des Dachgeschosses beträgt ca. 40 Quadratmer Es bietet sich an bzw. es ist sinnvoll im Dachgeschoss, Sitzgelegenheiten zu platzieren. Zum einen um auch älteren Besuchern die Möglichkeit der Erholung nach dem Aufstieg zu ermöglichen, zum anderen um bei Sonderveranstaltungen die Gäste zum Verweilen einzuladen.“

In Bildern hat Michael Reinhold in seiner Diplomarbeit dargestellt, wie der Turm und das Gelände einmal aussehen könnten.
Ilka Kühn
Autor: en

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