IKK
Eichsfeld mit den meisten Fällen
Mittwoch, 15. März 2017, 07:07 Uhr
Mit jährlich 621 Behandlungsfällen pro 1000 Versicherte wegen Rückenbeschwerden ist das Eichsfeld Thüringer Spitzenreiter. Dazu kam jetzt in einer Auswertung bei ihren Mitgliedern die IKK....
Rückenschmerzen begleiten drei von vier Deutschen im Alltag. Wird der Schmerz quälend, geht die Mehrheit der Betroffenen zum Arzt – oft sogar mehrmals. Die Anzahl der Behandlungsfälle aufgrund von Rückenschmerzen variiert in Thüringen regional erheblich. Im Eichsfeld gab es zwischen 2009 und 2015 jährlich durchschnittlich 621 Behandlungsfälle pro 1.000 Versicherte. Dabei liegt das Eichsfeld nicht nur deutlich über dem Thüringer Durchschnitt (464,9 Behandlungsfälle). In keinem anderen Thüringer Landkreis wurden derart viele Behandlungsfälle registriert, berichtet Franziska Becher von der IKK classic anlässlich des morgigen Tags der Rückengesundheit und beruft sich dabei auf Daten im Faktencheck Rücken der Bertelsmann Stiftung.
Zur Diagnosestellung werden sehr häufig bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) eingesetzt. Auch hier liegt das Eichsfeld mit 446,1 Bildgebungen je 1.000 Versicherte pro Jahr thüringenweit am höchsten. Der Durchschnittswert im Freistaat liegt bei 366,6 Bildgebungen, sagt Franziska Becher.
Experten der Bertelsmann Stiftung gehen in diesem Zusammenhang jedoch davon aus, dass sich bei vier von fünf Patienten mit Rückenschmerzen – auch nach gründlicher Diagnostik – keine spezifische Schmerzursache finden lässt. Eine Bildgebung hilft also nicht immer weiter und sollte deshalb, auch aufgrund der Strahlenbelastung, nicht zu früh durchgeführt werden, so Becher weiter. Denn: Die Ursache von Rückenschmerzen sind häufig Verspannungen durch Überlastungen oder einseitige Haltung. Auch die Psyche kann eine Rolle spielen: Stress, Ängste und depressive Verstimmungen können Rückenschmerzen verursachen. Die Mehrheit der Deutschen ist aber eher von Bewegungsmangel betroffen.
Regelmäßige Bewegung ist deshalb die beste Prävention gegen Rückenschmerzen, rät Franziska Becher. Sehr wirkungsvoll sind Gesundheitskurse wie Rückenschule oder Wirbelsäulengymnastik, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden. In diesen Kursen werden sowohl Techniken für eine rückenschonende Bewegung und Entspannung vermittelt als auch Wege aus der Komfortzone aufgezeigt.
Als ein Behandlungsfall zählt ein Patient, der einen Haus- oder Facharzt ein- oder mehrmals pro Quartal ambulant aufgesucht hat.
Autor: enRückenschmerzen begleiten drei von vier Deutschen im Alltag. Wird der Schmerz quälend, geht die Mehrheit der Betroffenen zum Arzt – oft sogar mehrmals. Die Anzahl der Behandlungsfälle aufgrund von Rückenschmerzen variiert in Thüringen regional erheblich. Im Eichsfeld gab es zwischen 2009 und 2015 jährlich durchschnittlich 621 Behandlungsfälle pro 1.000 Versicherte. Dabei liegt das Eichsfeld nicht nur deutlich über dem Thüringer Durchschnitt (464,9 Behandlungsfälle). In keinem anderen Thüringer Landkreis wurden derart viele Behandlungsfälle registriert, berichtet Franziska Becher von der IKK classic anlässlich des morgigen Tags der Rückengesundheit und beruft sich dabei auf Daten im Faktencheck Rücken der Bertelsmann Stiftung.
Zur Diagnosestellung werden sehr häufig bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) eingesetzt. Auch hier liegt das Eichsfeld mit 446,1 Bildgebungen je 1.000 Versicherte pro Jahr thüringenweit am höchsten. Der Durchschnittswert im Freistaat liegt bei 366,6 Bildgebungen, sagt Franziska Becher.
Experten der Bertelsmann Stiftung gehen in diesem Zusammenhang jedoch davon aus, dass sich bei vier von fünf Patienten mit Rückenschmerzen – auch nach gründlicher Diagnostik – keine spezifische Schmerzursache finden lässt. Eine Bildgebung hilft also nicht immer weiter und sollte deshalb, auch aufgrund der Strahlenbelastung, nicht zu früh durchgeführt werden, so Becher weiter. Denn: Die Ursache von Rückenschmerzen sind häufig Verspannungen durch Überlastungen oder einseitige Haltung. Auch die Psyche kann eine Rolle spielen: Stress, Ängste und depressive Verstimmungen können Rückenschmerzen verursachen. Die Mehrheit der Deutschen ist aber eher von Bewegungsmangel betroffen.
Regelmäßige Bewegung ist deshalb die beste Prävention gegen Rückenschmerzen, rät Franziska Becher. Sehr wirkungsvoll sind Gesundheitskurse wie Rückenschule oder Wirbelsäulengymnastik, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden. In diesen Kursen werden sowohl Techniken für eine rückenschonende Bewegung und Entspannung vermittelt als auch Wege aus der Komfortzone aufgezeigt.
Als ein Behandlungsfall zählt ein Patient, der einen Haus- oder Facharzt ein- oder mehrmals pro Quartal ambulant aufgesucht hat.
