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Heutiger Beschluss des Thüringer Kabinetts

Landesgartenschau 2028 in der Orla-Region

Dienstag, 12. Juli 2022, 17:02 Uhr
Das Thüringer Kabinett hat heute seine Entscheidung über die Vergabe der nächsten Thüringer Landesgartenschau verkündet. Ausrichter ist die interkommunale Orla-Region mit dem Städtebund Pößneck, Neustadt an der Orla und Triptis...

Gärtnermarkt auf der Landesgartenschau 2017 in Apolda (Foto: Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen) Gärtnermarkt auf der Landesgartenschau 2017 in Apolda (Foto: Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen)

Vor der Entscheidung hatte im Frühjahr 2022 eine vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft berufene Fachkommission alle Bewerberstädte besucht, um sich persönlich ein Bild von den Entwicklungsflächen zu machen. Mit dabei waren Vertreter des Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen, des Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und des Landesverband Gartenbau Thüringen.

Insgesamt haben sich sechs Städte und interkommunale Zusammenschlüsse um die Landesgartenschau 2028 beworben und Konzepte mit einer Machbarkeitsstudie erstellt. „Ich war beeindruckt über die qualitativ hochwertigen Konzeptionen der Städte“, stellte Karsten Hain, Präsident des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen fest. „Grüne Infrastruktur ist zwischenzeitlich für viele Städte essentiell, um den klimatischen Veränderungen und anderen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen“ ist Hains Fazit.

Von Seiten der Verbände wird schon seit Jahren gefordert, die erheblichen Vorteile für die Regionalentwicklung einer Gartenschau zu nutzen und alle zwei Jahre eine Gartenschau in Thüringen zu fördern. „Wir würden es außerordentlich begrüßen, da so drängende Aufgaben wie Nachhaltigkeit und Klimawandel in grünen Infrastrukturprojekten mit Nachdruck angegangen werden können“, so Ulrich Haage, Präsident Landesverband Gartenbau Thüringen und Wolfram Stock, Vorsitzender Bund Deutscher Landschaftsarchitekten.

Die Vertreter der Branche in der Fachkommission, die sich intensiv mit den Konzepten beschäftigte und alle Bewerberstädte bereiste, sind begeistert. Viele Städte hätten umfangreiche Bürgerbeteiligungsprozesse gestartet, um Ideen zu sammeln und frühzeitig eine hohe Akzeptanz des Projektes in der Bürgerschaft zu erreichen.

Die ausrichtenden Städte profitieren in erheblichem Maße von der finanziellen Förderung im Kontext einer Gartenschau. Das Land Thüringen fördert Investitionen im Kernbereich der Landesgartenschau anteilig mit bis zu 5,1 Millionen Euro. Dazu kommen Zuschüsse für flankierende Maßnahmen aus anderen Fördertöpfen des Landes. Die Politik schafft damit die entsprechenden Leitplanken, die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Städte und Kommunen.

Die erste Landesgartenschau fand in Thüringen 2000 in Pößneck statt. 2025 wird die Stadt Leinefelde-Worbis Gastgeber der fünften Thüringer Landesgartenschau sein.
Autor: red

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