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Ein Blick in die Statistik

Todesfälle durch Parkinson verdreifacht

Sonntag, 12. April 2026, 13:41 Uhr
Im Jahr 2024 starben 318 Menschen mit Wohnsitz in Thüringen an den Folgen einer Parkinsonerkrankung. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des jährlichen Welt-Parkinson-Tages am 11. April mitteilt, haben sich die Sterbefälle aufgrund einer Parkinsonerkrankung in den letzten 20 Jahren verdreifacht...

Sterbefälle mit Parkinson in Thüringen zwischen 2004 und 2024 (Foto: Quelle: Statistisches Landesamt) Sterbefälle mit Parkinson in Thüringen zwischen 2004 und 2024 (Foto: Quelle: Statistisches Landesamt)
Der Männeranteil lag 2024 bei 57,5 Prozent. Im Jahr 2004 hatte dieser noch bei 52,8 Prozent gelegen. Auch der Anteil von Sterbefällen durch Parkinson an allen Gestorbenen (ICD-10: G20) in Thüringen hat sich in diesem Zeitraum erhöht. Wurde im Jahr 2004 noch bei 0,4 Prozent der Todesfälle Parkinson als Todesursache festgestellt, so lag dieser Anteil im Jahr 2024 bereits bei 1,0 Prozent.

Eine Parkinsonerkrankung mit Todesfolge trat in Thüringen im Jahr 2024 vorrangig bei älteren Menschen auf. Fast drei Viertel (72,6 Prozent) der verstorbenen Personen waren 80 Jahre oder älter. Das durchschnittliche Sterbealter der an Parkinson Verstorbenen lag mit 82,1 Jahren um 3,0 Jahre höher als das durchschnittliche Sterbealter aller Verstorbenen.

Im Jahr 2024 wurden in den Thüringer Krankenhäusern 1.756 Patientinnen und Patienten vollstationär wegen einer Parkinsonerkrankung behandelt (einschließlich Stunden- und Sterbefälle). Das waren 828 Krankenhausfälle bzw. 89,2 Prozent mehr als im Jahr 2004. Die Verweildauer im Krankenhaus betrug 2024 durchschnittlich 13,0 Tage und war damit 5,9 Tage länger als die durchschnittliche Verweildauer aller Patientinnen und Patienten (7,1 Tage).

Warum die Zahl der an Parkinson erkrankten Menschen in den vergangenen zwei Jahrzehnten so stark gestiegen ist, dazu macht das Amt keine Angaben.
Autor: ssc

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