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Landesgartenschau Leinefelde-Worbis

Wer erkennt sich im Blumenblock wieder?

Dienstag, 05. Mai 2026, 08:10 Uhr
Die Ausstellung zur Stadtgeschichte im Blumenblock der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis sorgt derzeit für viele besondere Momente. Immer wieder melden sich Besucherinnen und Besucher, die sich selbst, Angehörige, Freunde, frühere Nachbarn oder ehemalige Kolleginnen und Kollegen auf den großformatigen historischen Fotografien wiedererkannt haben. Genau diese Entdeckungen möchte das LGS-Team nun aufgreifen...

Im oberen Geschoss des Blumen-Blocks gibt es eine Ausstellung über Leinefelde-Worbis. (Foto: Eckhard Jüngel) Im oberen Geschoss des Blumen-Blocks gibt es eine Ausstellung über Leinefelde-Worbis. (Foto: Eckhard Jüngel)
Denn hinter vielen Bildern verbergen sich persönliche Geschichten, Erinnerungen und Lebenswege. Wer war die junge Frau, die an einer Maschine in der ehemaligen Baumwollspinnerei arbeitete? Wer erkennt sich als Kindergartenkind wieder, das im Gemeinschaftswagen durch die Straßen der Leinefelder Südstadt geschoben wurde? Wer erinnert sich an Feste, Arbeitsalltag, Schulzeit, Sportgruppen, Einkaufserlebnisse oder die ersten Jahre in den neuen Wohngebieten?

Die Landesgartenschau ruft deshalb dazu auf, die Ausstellung im Blumenblock ganz bewusst als kleine Zeitreise zu erleben. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, auf den zahlreichen Fotos zur Entwicklung Leinefeldes und zur Geschichte der Baumwollspinnerei nach bekannten Gesichtern, Orten und Situationen zu suchen.

Geschichten hinter den Bildern gesucht
Bereits in den ersten Tagen der Landesgartenschau gab es berührende Wiedererkennungen. Menschen entdeckten sich selbst auf historischen Aufnahmen, erkannten frühere Weggefährten wieder oder konnten zu einzelnen Motiven wertvolle Erinnerungen beitragen. Diese persönlichen Geschichten machen die Ausstellung lebendig und ergänzen die Stadtgeschichte um viele individuelle Perspektiven.

Gesucht werden daher nicht nur Namen zu den abgebildeten Personen, sondern auch kleine Anekdoten, Erinnerungen und Hinweise: Wann könnte das Foto entstanden sein? Wo genau wurde es aufgenommen? Wer ist darauf zu sehen? Welche Geschichte steckt hinter diesem Moment?

Ob Arbeitsalltag in der „Spinne“, Kindheit in der Südstadt, Freizeit, Kultur, Sport oder das Leben in einer jungen Stadt im Aufbau: Jede Erinnerung kann helfen, die Bilder weiter mit Leben zu füllen.

Erst entdecken, dann erzählen
Die Fotos selbst sollen dabei bewusst in der Ausstellung entdeckt werden. Wer neugierig ist, sollte sich auf den Weg in den Blumenblock machen, die Wände aufmerksam betrachten und sich auf die Suche nach bekannten Gesichtern begeben. Vielleicht wartet dort ein Stück eigene Familiengeschichte, eine fast vergessene Erinnerung oder ein überraschender Moment des Wiedersehens.

Wer sich selbst oder andere Personen auf einem der Bilder erkennt oder eine Geschichte zu einzelnen Motiven erzählen kann, wird gebeten, sich bei der Stadtverwaltung zu melden. Besonders schön wäre ein aktuelles Foto direkt neben dem eigenen Bild an der Ausstellungswand, quasi als kleines „Beweisbild“ des Wiedersehens. Ergänzend dazu reichen ein paar Stichpunkte zum Hintergrund: Wer ist auf dem Foto zu sehen? Wann und wo könnte die Aufnahme entstanden sein? Welche Erinnerung oder Geschichte verbindet sich damit?

Diese Hinweise und Fotos können einfach per E-Mail an tourismus@leinefelde-worbis.de geschickt werden. Die Stadtverwaltung möchte die eingehenden Geschichten sammeln und zu einem späteren Zeitpunkt gebündelt aufbereiten. So können aus einzelnen Wiedererkennungen viele persönliche Beiträge zur Leinefelder Stadtgeschichte entstehen.

Der Blumenblock als Erinnerungsort
Der Blumenblock zeigt eindrucksvoll, wie eng Stadtentwicklung, Alltagsgeschichte und persönliche Lebenswege miteinander verbunden sind. Zwischen großformatigen Fotografien, historischen Objekten und Ausstellungsbereichen zur Baumwollspinnerei wird sichtbar, wie aus Leinefelde eine junge Stadt wurde und wie viele Menschen diese Entwicklung geprägt haben. Die Landesgartenschau wird damit nicht nur zum Ort für Gartenkunst, Kultur und Begegnung, sondern auch zu einem Erinnerungsraum für viele Leinefelderinnen und Leinefelder. Jeder Besuch kann dabei zur ganz persönlichen Spurensuche werden.

Autor: red

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