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Ein Blick in die Statistik

Thüringer Gesundheitswirtschaft wächst schneller als der Rest

Samstag, 30. Mai 2026, 08:32 Uhr
Die Bruttowertschöpfung (BWS) der Gesundheitswirtschaft stieg in Thüringen im Jahr 2025 preisbereinigt um 2,1 Prozent. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, fiel damit das Wachstum stärker aus als in der Gesamtwirtschaft..

Deren Wertschöpfung nahm im gleichen Zeitraum preisbereinigt um 0,2 Prozent zu. Die Gesundheitswirtschaft hatte einen Anteil von 13,1 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung Thüringens. Auch die BWS je erwerbstätige Person in der Thüringer Gesundheitswirtschaft stieg im Jahr 2025 um 0,6 Prozent, während sie im Durchschnitt aller Bundesländer sank (-0,4 Prozent).

Nach aktuellen Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ betrug die BWS in jeweiligen Preisen in der Gesundheitswirtschaft im Jahr 2025 in Thüringen 9,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahr 2024 nahm die BWS folglich um 7,4 Prozent zu. Preisbereinigt, also unter Berücksichtigung der Preisveränderungen, nahm sie um 2,1 Prozent zu. Der preisbereinigte Anstieg in Thüringen entspricht damit dem Durchschnitt aller Bundesländer. Im Vergleich dazu erreichte die Thüringer BWS insgesamt im Jahr 2025 ein vergleichsweise niedriges Wachstum von 0,2 Prozent. Während die BWS der Thüringer Gesamtwirtschaft in einzelnen Wirtschaftszweigen sank*, stieg sie in allen Abschnitten der Gesundheitswirtschaft. Der höchste Zuwachs wurde dabei im „Gesundheits- und Sozialwesen“ erzeugt, dem Abschnitt, der gleichzeitig mit 77,5 Prozent den größten Anteil der Gesundheitswirtschaft ausmachte.

Die Thüringer BWS je erwerbstätige Person in der Gesundheitswirtschaft lag im Jahr 2025 bei 65 816 Euro. Im Durchschnitt aller Bundesländer betrug sie mit 68 800 Euro etwa 3 000 Euro mehr. Preisbereinigt nahm die BWS je erwerbstätige Person in Thüringens Gesundheitswirtschaft um 0,6 Prozent zu, während sie um 0,4 Prozent im Bundesländerdurchschnitt sank. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Anzahl erwerbstätiger Personen in der Gesundheitswirtschaft in Thüringen etwas schwächer als im Bundesdurchschnitt stieg.

Im Jahr 2025 gab es in Thüringen 145 500 Erwerbstätige (+1,5 Prozent) und in der Summe aller Bundesländer 6,3 Millionen (+2,5 Prozent). Damit näherte sich die BWS je erwerbstätige Person der Thüringer Gesundheitswirtschaft weiter an den Durchschnitt im Bundesländervergleich an. Gleichzeitig blieb sie unter dem Niveau der Gesamtwirtschaft (Thüringen: 72 682 Euro je erwerbstätige Person; Deutschland: 87 965 Euro je erwerbstätige Person).

*Vgl. Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“: www.statistikportal.de/de/vgrdl/publikationen (letzter Zugriff am 12. Mai 2026).
Autor: red

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