Der Mai im Überblick
Lass uns über Wetter reden
Sonntag, 31. Mai 2026, 13:30 Uhr
Das Wetter eignet sich ja bekanntermaßen exzellent dazu, behäbige Konversation zu beleben. Wer es also ganz genau wissen will, dem können die Experten vom Deutschen Wetterdienst reichlich Gesprächsstoff an die Hand geben. Zum Beispiel über den erst sehr kalten und dann sehr warmen Mai...
Der Mai war ein Monat der Gegensätze: Erst machten die Eisheiligen ihrem Namen alle Ehre, dann brachte das Monatsende vielerorts hochsommerliche Temperaturen. Beim Niederschlag blieb Deutschland insgesamt knapp unter dem Soll. Die Sonne hingegen zeigte sich nahezu überall häufiger als üblich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Der diesjährige Mai erreichte in Deutschland eine Mitteltemperatur von 14,1 Grad Celsius (°C) (12,1 °C) und lag damit 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (13,1 °C) betrug die Abweichung 1,0 Grad. In Piding, Berchtesgadener Land, wurde am 1. mit -3,3 °C der bundesweit tiefste Monatswert gemessen.
Auch um die Eisheiligen zeigte der Mai noch einmal seine kühle Seite: In der zweiten Maidekade rutschten die Temperaturen zeitweise auf Aprilniveau ab. Im letzten Monatsdrittel drehte die Witterung dann in Richtung Hochsommer. Der bundesweite Höchstwert wird voraussichtlich am 30. im Oberrheingraben mit rund 34 °C erreicht. Im Oberrheingraben, im Rhein-Main-Gebiet sowie in Tallagen von Rheinland-Pfalz und des Saarlandes werden regional sechs bis lokal voraussichtlich acht heiße Tage mit mindestens 30,0 °C gezählt. Damit knüpft diese frühe Hitzeserie dort an Werte an, die zuletzt 1953 erreicht wurden.
Vor allem in der nördlichen Mitte zeitweise sehr nass – im Südosten teils deutlich zu trocken
Im diesjährigen Mai fielen in Deutschland rund 65 Liter pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag. Damit erreichte der Monat gut 92 Prozent des Niederschlags der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (71 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 lag die Menge bei rund 93 Prozent des klimatologischen Solls (70 l/m²). Die bis dato bundesweit höchste Tagessumme wurde am 4. an der Station Ochtrup (West) in Nordrhein-Westfalen mit 70,4 l/m² gemessen. Regional lagen die Schwerpunkte mit den höchsten Monatssummen in der nördlichen Mitte Deutschlands, außerdem im Schwarzwald und an den Alpen, wo gebietsweise über 100 l/m² zusammenkamen. Deutlich trockener blieb es in Teilen Ostbayerns; dort wurden gebietsweise nur um 25 l/m² registriert.
Besonders viel Sonnenschein im Süden und im Norden
Mit rund 254 Sonnenstunden (202 Stunden) überstieg die Sonnenscheindauer im Mai 2026 ihr Soll der Referenzperiode 1961 bis 1990 um gut 26 Prozent. Im Vergleich zur wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (213 Stunden) betrug das Plus rund 19 Prozent. Besonders hohe Werte um 300 Stunden wurden gebietsweise im Norden, Nordosten und Süden erreicht.
Und so war es in Thüringen
Für Thüringen ermittelte der DWD im Mai 2026 milde 13,6 °C (11,7 °C). Zu den Eisheiligen brachte die kühle Phase in den Hochlagen des Thüringer Waldes Schnee, zum Monatsende drehte die Witterung deutlich in Richtung Sommer: In den Tallagen wurden am 26. örtlich über 30 °C erreicht. Der Niederschlag summierte sich auf rund 91 l/m² (66 l/m²) und lag damit über dem Soll. Den Ausschlag gab vor allem die erste Maiwoche: Allein am 5. fielen regional 40 bis örtlich über 60 l/m², welche die spätere Monatsbilanz früh deutlich anhoben. Trotz dieser nassen Bilanz präsentierte sich der Mai sehr freundlich: Mit rund 244 Sonnenstunden zeigte sich die Sonne deutlich häufiger als gewöhnlich (195 Stunden).
Autor: redDer Mai war ein Monat der Gegensätze: Erst machten die Eisheiligen ihrem Namen alle Ehre, dann brachte das Monatsende vielerorts hochsommerliche Temperaturen. Beim Niederschlag blieb Deutschland insgesamt knapp unter dem Soll. Die Sonne hingegen zeigte sich nahezu überall häufiger als üblich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Der diesjährige Mai erreichte in Deutschland eine Mitteltemperatur von 14,1 Grad Celsius (°C) (12,1 °C) und lag damit 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (13,1 °C) betrug die Abweichung 1,0 Grad. In Piding, Berchtesgadener Land, wurde am 1. mit -3,3 °C der bundesweit tiefste Monatswert gemessen.
Auch um die Eisheiligen zeigte der Mai noch einmal seine kühle Seite: In der zweiten Maidekade rutschten die Temperaturen zeitweise auf Aprilniveau ab. Im letzten Monatsdrittel drehte die Witterung dann in Richtung Hochsommer. Der bundesweite Höchstwert wird voraussichtlich am 30. im Oberrheingraben mit rund 34 °C erreicht. Im Oberrheingraben, im Rhein-Main-Gebiet sowie in Tallagen von Rheinland-Pfalz und des Saarlandes werden regional sechs bis lokal voraussichtlich acht heiße Tage mit mindestens 30,0 °C gezählt. Damit knüpft diese frühe Hitzeserie dort an Werte an, die zuletzt 1953 erreicht wurden.
Vor allem in der nördlichen Mitte zeitweise sehr nass – im Südosten teils deutlich zu trocken
Im diesjährigen Mai fielen in Deutschland rund 65 Liter pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag. Damit erreichte der Monat gut 92 Prozent des Niederschlags der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (71 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 lag die Menge bei rund 93 Prozent des klimatologischen Solls (70 l/m²). Die bis dato bundesweit höchste Tagessumme wurde am 4. an der Station Ochtrup (West) in Nordrhein-Westfalen mit 70,4 l/m² gemessen. Regional lagen die Schwerpunkte mit den höchsten Monatssummen in der nördlichen Mitte Deutschlands, außerdem im Schwarzwald und an den Alpen, wo gebietsweise über 100 l/m² zusammenkamen. Deutlich trockener blieb es in Teilen Ostbayerns; dort wurden gebietsweise nur um 25 l/m² registriert.
Besonders viel Sonnenschein im Süden und im Norden
Mit rund 254 Sonnenstunden (202 Stunden) überstieg die Sonnenscheindauer im Mai 2026 ihr Soll der Referenzperiode 1961 bis 1990 um gut 26 Prozent. Im Vergleich zur wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (213 Stunden) betrug das Plus rund 19 Prozent. Besonders hohe Werte um 300 Stunden wurden gebietsweise im Norden, Nordosten und Süden erreicht.
Und so war es in Thüringen
Für Thüringen ermittelte der DWD im Mai 2026 milde 13,6 °C (11,7 °C). Zu den Eisheiligen brachte die kühle Phase in den Hochlagen des Thüringer Waldes Schnee, zum Monatsende drehte die Witterung deutlich in Richtung Sommer: In den Tallagen wurden am 26. örtlich über 30 °C erreicht. Der Niederschlag summierte sich auf rund 91 l/m² (66 l/m²) und lag damit über dem Soll. Den Ausschlag gab vor allem die erste Maiwoche: Allein am 5. fielen regional 40 bis örtlich über 60 l/m², welche die spätere Monatsbilanz früh deutlich anhoben. Trotz dieser nassen Bilanz präsentierte sich der Mai sehr freundlich: Mit rund 244 Sonnenstunden zeigte sich die Sonne deutlich häufiger als gewöhnlich (195 Stunden).

