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Zustand der Thüringer Wälder

Borkenkäfer weiter auf dem Rückzug

Donnerstag, 18. Juni 2026, 11:15 Uhr
Der Borkenkäfer hat Thüringens Wälder jahrelang verwüstet, doch nun kehrt Hoffnung zurück. Die Schadholzmengen sind in diesem Jahr auf ein Zehntel des Vorjahresniveaus gesunken. Doch in einigen Gebieten bleibt die Lage noch angespannt...

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Manchmal fliegt der Borkenkäfer auch Mitarbeiter von Thüringenforst an. (Foto: Thüringenforst)
Bis Ende Mai dieses Jahres fielen in Thüringens Wäldern rund 21.000 Festmeter vom Fichtenborkenkäfer verursachtes Schadholz an. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es mit knapp 271.000 Festmetern mehr als die zehnfache Menge. Damit setzt sich der kraftvolle Rückgang des gefürchteten Fichtenschädlings erfreulich fort. Das berichtet die Hauptstelle für Waldschutz der ThüringenForst-AöR...

In den Jahren 2018 bis 2023 hatte die zur extremen Übervermehrung neigende Borkenkäferart zusammen fast 20 Millionen Festmeter Fichtenschadholz in Thüringen verursacht. Ähnlich haben die Wälder in Sachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen gelitten. Ursächlich ist der fortschreitende Klimawandel, der insbesondere durch anhaltende Trockenheit die Baumart Fichte schwächt und deren natürliche Widerstandskraft stark vermindert.

Die wenigen Befallsschwerpunkte bleiben die fichtenreichen Lagen in Ostthüringen und die Kammlagen des Thüringer Waldes. So fielen mehr als die Hälfte des diesjährigen Schadholzes in den Forstämtern Saalfeld-Rudolstadt und Finsterbergen an.

Die Forstexperten empfehlen den betroffenen Waldbesitzenden, ihre Fichtenbestände regelmäßig auf Frischbefall zu kontrollieren, insbesondere dort, wo im vergangenen Jahr der Buchdrucker aktiv war. Die bislang geringen Käferholzmengen bieten die Chance für eine rechtzeitige und effektive Befallssanierung.

Schadholz durch Sommerstürme sollte umgehend beseitigt werden, um dem Schädling bruttaugliches Holz zu entziehen.
Autor: red

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