Do, 08:39 Uhr
14.11.2013
Forum zum Thema Heimat
Heimat ist wieder ,in‘. Auf die ebenso intensive wie nicht minder bedenkliche Vereinnahmung der Heimat im Nationalsozialismus und in der Nachkriegsphase folgten Jahrzehnte der berechtigten Scheu vor diesem Begriff. Im Grenzlandmuseum in Teistungen gibt es dazu jetzt einen Themenabend....
Seine überraschend breite
Renaissance in der öffentlichen Wahrnehmung erklärt sich im
Wunsch nach einem Verständigungsbegriff der Orientierung in
einer scheinbar immer unübersichtlicheren Welt.
Es ist die Sehnsucht nach Orten, in denen man erkennt und in
denen man erkannt wird. Erst stabile Sozialräume wie diese,
schaffen die Voraussetzung für Mobilität und Weltoffenheit.
Der Freistaat Thüringen mit seiner kleinteiligen Landesstruktur,
vielfältigen Vereinskultur, naturnahen Kulturlandschaften und
Baudenkmälern bietet viele Identifikationspunkte für die
Thüringerinnen und Thüringer, die fester Bestandteil lokaler und
regionaler Traditionen sind.
Gerade das Eichsfeld ist in diesem Zusammenhang ein
Leuchtturm gelebter Regionalkultur mit einem starken
Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese über Jahrhunderte
gewachsene Verbundenheit überwand schon immer Grenzen und
Trennung. So behielten das Eichsfeld in Ost und West trotz
Deutscher Teilung die gemeinsame Identität, die auch heute in
den zwei Bundesländern Thüringen und Niedersachsen
gemeinsam gelebt wird.
Das Eichsfeld, 897 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte lange
zum Kurfürstentum Mainz. Die Reformation, die
Gegenreformation und der dreißigjährige Krieg beförderten das
Eichsfeld in eine einzigartige geokulturelle Situation als
regionales Zentrum des katholischen Glaubens umringt von
protestantischen Gebieten. Der katholische Glaube war und ist
identitätsstiftend. Dies galt für die Zeit der preußischen
Herrschaft mit der konfessionellen Benachteiligung als auch
gerade während der SED-Diktatur mit ihrer kirchen- und
religionsfeindlichen Ideologie.
Als 2011 Papst Benedikt XVI. den
Wallfahrtsort Etzelsbach im Eichsfeld besuchte, war dies auch ein
sichtbares Zeichen der Unterstützung und des Respekts für die
Eichsfelder durch das Kirchenoberhaupt.
Dass die Eichsfelder ihre Heimat liebevoll pflegen und gestalten,
ist nicht nur optisch in den Städten und Gemeinden zu
betrachten, sondern auch an der Attraktivität für Familien
ablesbar. In keinem Landkreis Thüringens leben so viele Kinder
und junge Leute wie im Eichsfeld.
Heimat ist im Eichsfeld kein Begriff, sondern gelebte Realität, mit
der man viel verbindet.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung lädt herzlich ein, am 19. November um 19 Uhr ins Grenzlandmuseum nach Teistungen mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und Ihren persönlichen Heimatbegriff einzubringen.
Autor: enSeine überraschend breite
Renaissance in der öffentlichen Wahrnehmung erklärt sich im
Wunsch nach einem Verständigungsbegriff der Orientierung in
einer scheinbar immer unübersichtlicheren Welt.
Es ist die Sehnsucht nach Orten, in denen man erkennt und in
denen man erkannt wird. Erst stabile Sozialräume wie diese,
schaffen die Voraussetzung für Mobilität und Weltoffenheit.
Der Freistaat Thüringen mit seiner kleinteiligen Landesstruktur,
vielfältigen Vereinskultur, naturnahen Kulturlandschaften und
Baudenkmälern bietet viele Identifikationspunkte für die
Thüringerinnen und Thüringer, die fester Bestandteil lokaler und
regionaler Traditionen sind.
Gerade das Eichsfeld ist in diesem Zusammenhang ein
Leuchtturm gelebter Regionalkultur mit einem starken
Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese über Jahrhunderte
gewachsene Verbundenheit überwand schon immer Grenzen und
Trennung. So behielten das Eichsfeld in Ost und West trotz
Deutscher Teilung die gemeinsame Identität, die auch heute in
den zwei Bundesländern Thüringen und Niedersachsen
gemeinsam gelebt wird.
Das Eichsfeld, 897 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte lange
zum Kurfürstentum Mainz. Die Reformation, die
Gegenreformation und der dreißigjährige Krieg beförderten das
Eichsfeld in eine einzigartige geokulturelle Situation als
regionales Zentrum des katholischen Glaubens umringt von
protestantischen Gebieten. Der katholische Glaube war und ist
identitätsstiftend. Dies galt für die Zeit der preußischen
Herrschaft mit der konfessionellen Benachteiligung als auch
gerade während der SED-Diktatur mit ihrer kirchen- und
religionsfeindlichen Ideologie.
Als 2011 Papst Benedikt XVI. den
Wallfahrtsort Etzelsbach im Eichsfeld besuchte, war dies auch ein
sichtbares Zeichen der Unterstützung und des Respekts für die
Eichsfelder durch das Kirchenoberhaupt.
Dass die Eichsfelder ihre Heimat liebevoll pflegen und gestalten,
ist nicht nur optisch in den Städten und Gemeinden zu
betrachten, sondern auch an der Attraktivität für Familien
ablesbar. In keinem Landkreis Thüringens leben so viele Kinder
und junge Leute wie im Eichsfeld.
Heimat ist im Eichsfeld kein Begriff, sondern gelebte Realität, mit
der man viel verbindet.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung lädt herzlich ein, am 19. November um 19 Uhr ins Grenzlandmuseum nach Teistungen mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und Ihren persönlichen Heimatbegriff einzubringen.