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Di, 14:39 Uhr
10.12.2013

Dann fielen Schüsse...

Es ist einer der trüben Novembertage. Der Himmel ist grau in grau, das Wetter nasskalt. Doch dann schreckt plötzlich eine Nachricht alle auf. In einer Schule in Worbis fielen Schüsse. Es gab Verletzte und Tote....


Um 11 Uhr wird Alarm ausgelöst, für Polizisten, Rettungskräfte, Feuerwehrleute und viele andere beginnt ein Szenario, in dem niemand weiß, was ist genau passiert, wie sieht es vor Ort aus. Es geht um Menschenleben. Die Situation erinnert an Erfurt oder andere Schulen, wo unschuldige Kinder, Jugendliche, Lehrer ihr Leben verloren.

Einsatz in Worbis (Foto: Ilka Kühn) Einsatz in Worbis (Foto: Ilka Kühn)

Die ersten Polizisten sind vor Ort, machen sich den Weg frei ins Gebäude. Von drinnen dringen Schreie nach außen. Es beginnt ein Kampf mit der Zeit... Wie viel Täter sind im Haus...Fragen, auf die man erst eine Antwort finden muss. Weitere Polizisten werden angefordert. Inzwischen hat von dem Amoklauf auch ein Rettungsteam gehört. Ein Arzt will helfen und dringt ihn den noch ungesicherten Bereich vor. Er und sein Fahrer werden getötet.

Einsatz in Worbis (Foto: Ilka Kühn) Einsatz in Worbis (Foto: Ilka Kühn)

Der Täter - ein Jugendlicher aus Leinefelde - hat weitere acht Menschen verletzt, 14 andere haben Schockzustände u.ä. Er kann zunächst bis auf den Sportplatz in Breitenbach fliehen. Dort kann das SEK ihn stellen und festnehmen...

Einsatz in Worbis (Foto: Ilka Kühn) Einsatz in Worbis (Foto: Ilka Kühn)

Was bleibt, sind viele Schiedsrichter, die alle Handlungen vom heutigen Vormittag akribisch auswerten.

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Es war glücklicherweise nur eine Großübung mit allen, die bei einem solchen Einsatz gefordert sind. Neben Polizei und Sondereinsatzkommando kamen vier Notärzte, der organisatorische Leiter der Kreisrettungsstelle, 40 Kräfte aus dem Sanitätsbereich und 30 Feuerwehrleute aus den Feuerwehren Breitenbach, Worbis und Leinefelde zum Einsatz. Die "Opfer" waren Polizeischüler und die "Verletzten" kamen aus der Region. Der Ort des Geschehens war der ehemalige Kreisbaubetrieb am Stadtrand von Worbis.

Einsatz in Worbis (Foto: Ilka Kühn) Einsatz in Worbis (Foto: Ilka Kühn)

Einem Außenstehenden wird bei solch einem Einsatz nicht immer klar, warum das jetzt so oder so gemacht wird. Ich habe jedenfalls heute gelernt, dass erst die Polizei sichern muss, dass kein Täter mehr im Gebäude ist, der noch andere erschießen könnte. Erst dann können Verletzte medizinisch behandelt werden.

Die Notizen der vielen Schiedsrichter wird schließlich Aufschluss darüber geben, ob sich alle richtig verhalten und das Notwendige zur richtigen Zeit getan haben.
Ilka Kühn
Autor: en

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Kommentare
Gothica
10.12.2013, 17:04 Uhr
Ich stelle mir grad vor...
... wie jemand, der mit Personal oder Schülern dort befreundet ist den Artikel vor lauter Panik nur halb liest und ängstlich dort anruft - oder besser noch, gleich bei der Polizei. Könnte man nicht am Anfang erwähnen, dass es eine Übung war und nicht erst am Schluss? Ist für mich billige Effekthascherei. Nicht jeder bemerkt gleich den Unterschied zu "echten" Nachrichten.
Janko
10.12.2013, 19:28 Uhr
liebe frau kühn,
wir kennen uns ja noch aus dem nordhäuser theater - ich finde, Sie hätten den artikel anders aufmachen müssen. stellen Sie sich doch mal vor, wie jemand, der die schule in worbis kennt, den artikel mit wachsender panik liest, dann an textstellen wie zb "auch ein arzt und sein fahrer werden getötet" vorbeikommt und so weiter und so fort.

die aufmachung finde ich echt nicht gut.
als damals unser theaterjugendclub an einem ähnlichen training in nordhausen als "zu evakuierende schüler" teilgenommen hat, ist auch niemand auf die idee gekommen, einen artikel zu schreiben, der bis zum letzten drittel offen lässt, dass es nur eine übung war.

ich empfinde das als sehr, sehr reißerisch und vor allem unsensibel. entschuldigung.
I.H.
10.12.2013, 21:24 Uhr
Deshalb immer schön den Artikel lesen,
bis zum Ende. Besonders vorm Kommentieren. Was ist eigentlich so schwer daran? "Dann fielen Schüsse...", na und? Sackt man da in sich zusammen und zieht sich die Decke über den Kopf? Oder liest man dann weiter um beruhigend festzustellen, dass man in einer Übung oder z.B. auf dem Schießstand landet? Einfach mal zu Ende lesen, dann kommentieren!
Retupmoc
11.12.2013, 07:48 Uhr
Wieder mal Unsinn Statler
Schön, wenn man das bis zum Ende lesen kann. Nun stellen Sie sich mal vor, die Mutter eines Schülers dieser Schule beginnt den Text zu lesen. Bevor die beim Schlusssatz ist, hat die einen Schrecken ohne Ende bekommen. Sorry, so geht das nicht.
Wolfi65
11.12.2013, 08:05 Uhr
Toller Artikel
Ich finde den Artikel irgendwie so realistisch und gar nicht so aus der Luft gegriffen.
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