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Mo, 21:15 Uhr
06.01.2014

Eine Fahne verbindet

Alles begann mit einem Aufruf über das soziale Netzwerk Facebook. Anfang Dezember hatte die Deutsche Sporthilfe dort mit der Aktion „Werde zum Fahnenträger“ geworben. Auf einer Deutschlandfahne sollen Grüße an die deutsche Olympiamannschaft gesammelt werden, die bei den Olympische Winterspielen in Sotschi überreicht wird...


Zuvor soll die Fahne zu den Fans in ganz Deutschland kommen. Jeder kann Fahnenträger werden und die Fahne ein Stück mitnehmen.

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Die Aktion startete am 20. Dezember in der Sporthilfe in Frankfurt/Main. Seitdem hat die Fahne bereits einige Städte und Veranstaltungen wie die Biathlon-World-Team-Challenge auf Schalke, den Silvesterlauf in Soest oder den Biathlon-Weltcup in Oberhof gesehen. Bis zur letztgenannten Station wurde die Fahne von bisher fünf Fahnenträgern ein Stück ihres Weges begleitet. In Oberhof habe ich sie als sechste Trägerin am Sonnabend (4. Januar) von Andreas Lange, dessen Tochter Jessica am Oberhofer Skigymnasium lernt, übernommen. So gelangte die Fahne schließlich nach Nordhausen.

Groß ist die Verantwortung als Fahnenträger, denn sie darf nicht verloren gehen. „Pack sie gut weg“, hatte mir Andreas Lange nach der Übergabe noch mit auf den Weg gegeben. Das tat ich auch und brachte sie sicher in die Rolandstadt, wo am Montag die große Tour begann, um Grüße für die deutsche Olympiamannschaft in Sotschi zu sammeln. Auf meiner Tour wurde ich fotografisch von Karsten Thorhauer begleitet, der die schönen Momente mit seiner Kamera festhielt.

Es waren spontane Besuche, die wir unternahmen. Und eins vornweg: Nordhausen ist spontan und grüßt nun durch viele schöne Worte die deutschen Olympioniken. Wir besuchten unter anderem die Staatliche Regelschule „G. E. Lessing“, wo uns Schulleiter Willi Prenzel empfing und seinen Unterricht in der Klasse 6A unterbrach, um die Schüler auf der Fahne unterschreiben zu lassen. Auch die 6b der Petersbergschule freute sich über unseren Besuch und stellte sich im Atrium für ein Erinnerungsfoto auf.
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Eine Fahne verbindet (Foto: Karsten Thorhauer)
Im Nordhäuser Rathaus und im Landratsamt hatten wir erneut das Glück auf unserer Seite. Obwohl Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh sowie Landrätin Birgit Keller noch im Urlaub weilten, zeigten sich Kulturdezernentin Hannelore Haase und die 1. Beigeordnete Jutta Krauth sehr spontan und hinterließen eine Grußbotschaft. „Beste Grüße und viel Erfolg!“ schrieb Haase. Krauth notierte: „Viel Erfolg wünscht der Landkreis Nordhausen.“

Dann wurde es sportlich: Klaus Gorges, Präsident des Kreissportbundes, Michael Döring, Mannschaftsleiter der Bundesligaboxer des NSV und Hans Köhler vom Judosportverein Nordhausen übermittelten ebenfalls ihre Grüße. Es waren schöne Begegnungen, die wir nicht so schnell vergessen werden.

Vergessen werden wir mit Sicherheit auch nicht die Übergabe der Fahne in Göttingen. Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg in die Universitätsstadt. Dort nahm Sören Fischer sie schließlich in Empfang. Als Ort der Übergabe hatte er das Gänseliesel, seit 1901 ist die Brunnenfigur das Wahrzeichen Göttingens, vor dem Rathaus gewählt. Es ist zudem das meistgeküsste Mädchen.

Von Beginn an war das Gänseliesel bei den Bürgerinnen und Bürgern sehr beliebt. Unter den Neuimmatrikulierten wurde es zum Brauch, auf dem Marktbrunnen zu klettern und das Gänseliesel zu küssen. Aufgrund des regelmäßigen Treibens auf dem Marktplatz erteilte die Polizei am 31. März 1926 eine Verordnung, die das Klettern und Küssen unter Strafe stellte. Aufgehoben wurde es schließlich anlässlich des 100-jährigen Gänseliesel-Jubiläums. Heute besteigen frisch gebackene Doktoranden den Brunnen. Die Zeremonie, bei der das Gänseliesel nicht nur geküsst wird, sondern auch einen Blumenstrauß erhält, ist für Besucher aus aller Welt zu einer Attraktion geworden.

Bei einem anschließenden Gespräch im gemütlichen Café „Gartenlaube“, direkt am Marktplatz gelegen, kam uns die Idee für einen Besuch beim Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, um ihm ebenfalls einen Gruß auf die Fahne schreiben zu lassen. „Ein Versuch ist es wert“, waren wir drei uns einig. Das Glück war uns erneut hold, denn Meyer ließ sich nicht lange bitten, befreite seinen Konferenztisch von Arbeitsmappen, so dass wir dort die Fahne ausbreiten konnten. Kurz nachgedacht, dann schrieb er seinen Gruß. Beim Verlassen seines Büros sagte er uns, dass wir noch schöne Grüße an unseren Oberbürgermeister in Nordhausen von ihm ausrichten sollen.

Die Fahne verbindet in jeder Hinsicht. Es war eine tolle Aktion als Fahnenträger zu agieren. Man lernt neue Leute kennen, tauscht sich aus und kommt immer wieder mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch. Und das durch einen Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook, mit dem alles begann.

Wer nicht die Möglichkeit hatte, seine Grüße auf der großen Deutschlandfahne zu hinterlassen, der kann über www.anfeuern.de kostenfrei seine Anfeuerungsrufe notieren. Diese werden dann auf kleinere Deutschlandfahnen gedruckt, die ebenfalls den Athletinnen und Athleten der deutschen Olympiamannschaft und der deutschen Mannschaft für die Paralympischen Winterspiele in Sotschi überreicht werden.
Sandra Arm
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
06.01.2014, 22:08 Uhr
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