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Di, 06:55 Uhr
03.06.2014

Rockharz 2014 mit „Eichsfelder“ Beteiligung

Das 21. Rockharz – laut Veranstalter das zweitgrößte Rock und Metal Festival Deutschlands( mit einer tollen fast familiären Atmosphäre) steht in den Startlöchern und wird vom 10. -12. Juli wieder ordentlich in Ballenstedt im Harz rocken. Einer der großen Headliner wird dabei IN EXTREMO sein, deren Sänger Michael Rhein in Leinefelde seine musikalischen Grundlagen legte....

Stefan Peter sprach mit ihm über Privates und Musikalisches, das Eichsfeld und natürlich auch über Rockharz 2014.

Micha Rhein (Foto: Stefan Peter) Micha Rhein (Foto: Stefan Peter) Hallo Micha, wie geht es dir? Ich hab gehört du warst im Urlaub?

Was heißt Urlaub, ich bin gerade auch Kroatien zurück, wo ich zum Teil zwei bis drei Monate lebe. Ja man brauch schon einen Ort wo man ausspannen und sich zurücklehnen kann …und außerdem ist das Wetter besser…(lacht). Nee im Ernst man muss da auch ab und zu nach dem rechten sehen und dieses und jenes erledigen.

Und Kraft schöpfen für die Tour und die kommenden Festivals?

Ja klar, das natürlich auch, aber wie gesagt es gibt immer auch genug anders zu tun.

Du bist jetzt 50 geworden. Wie ist das für dich, wie fühlt man sich damit?

(Lacht) Ja das stimmt…wie fühlt man sich damit…wie mit 30 oder 35. Ich mach mir da irgendwie gar keine „Dattel“ drüber. Manchmal bin ich immer noch 15 im Kopf.

Euer aktuelles Album „Kunstraub“ läuft seit einiger Zeit recht erfolgreich. Erzähl ein bisschen was darüber.

Hm… was soll ich dazu sagen….Es ist sicher ein bisschen härter als die Vorgänger - sicherlich. Wir sind nun mal ne Rockband – wenn auch mit mittelalterlichen Wurzeln, aber eben eine Rockband und das kann man durchaus auch hören…oder ? Und ich finde es war mal wieder an der Zeit ein Album in dieser Richtung zu machen und ich denke unsere Fans mögen das auch…Auch es ist diesmal alles in Deutsch, also kein fremdsprachiger Text…

Warum?

Das hat sich so halt so ergeben. Jedes Album ist eben anders und diesmal war uns so danach….beim nächsten Album wird vielleicht alles wieder anders.

Gibt es einen Lieblingssong?

Puh…, da gibt es mehrere …, Lebemann…Ein Stück über Menschen, die keinen Knopp in der Hose haben, aber die schärfsten Mädels im Arm und so tun als wären sie die Größten. Schräge bunte Vögel eben, seltsam, aber auf der ganzen Welt zu finden.

Wie ist das bei Euch, ihr seid personell ne große Band, wer entscheidet was aufgenommen wird und was nicht. Bist du da der Kopf, der sagt, wo es langgeht?

Das machen alle gemeinsam. Du musst dir das so vorstellen, das ist wie in einer Ehe …man kennt sich schon solange. Wir wissen wie wir ticken und kennen dann auch die Gedanken von den anderen im Voraus und so läuft das ganz gut und das macht es oft viel einfacher. Unser Gitarrist Basti, er bereitet sehr viel zu Hause vor und bringt es ins Studio mit. Wir machen dann den Text drauf…finden es gut oder werfen es auch wieder weg. Es läuft so sehr demokratisch…

Wie seit ihr damals eigentlich darauf gekommen Rock und Mittelalter miteinander zu verbinden? Ihr wart ja damals so ziemlich die Ersten damit.

Ehrlich gesagt war das eine reine Kneipenidee. Wir waren damals zu Dritt und sind so über die Mittelaltermärkte gezogen und ich dachte dann…da muss ne Gitarre drunter – ich bin ja ein alter Rocker im Herzen und so haben wir das probiert und so ging es halt Schritt für Schritt weiter.

Tatsächlich? Es hatte also nichts mit anderen Bands wie Corvus Corax zu tun, die vereinzelt schon echten Szeneerfolg hatten?

Nein, nein! In der Anfangszeit von Corvus hatte ich ja auch schon mittelalterliche Musik gemacht. Nur eben nicht auf Tonträgern. Die haben das ja nicht erfunden. Keiner hat es erfunden. Jeder sagt immer: "Hach, das haben die Leute von Corvus erfunden." So ein Schwachsinn! Wie denn auch bitte bei Stücken aus dem 14. Jahrhundert? Aber wir waren wohl die erste Rocksynthese. Ich spielte so ab 1991 auf den Mittelaltermärkten Musik und hatte nebenbei immer auch eine Rockband. Die hieß Noah. Mit denen hatte ich damals ein Konzert in Berlin. Da habe ich einfach mal die Dudelsackspieler Pymonte und Flex gefragt, ob sie nicht Lust hätten, bei ein paar Songs mitzumachen. Ich fand schon immer, dass bei der reinen Mittelaltermucke mal eine ordentliche Gitarre dazu musste. Und so ist das dann gekommen. Alles ist zu "In Extremo" verschmolzen.

Der Große Erfolg kann dann aber so richtig mit Stefan Raab, oder?

Na ja, das war sicher ein Eckpunkt, wobei ich sagen muss wir hatten auch schon vorher einen gewissen Bekanntheitsgrad. Vor allem durch unser Live spielen. Wir haben wirklich über all gespielt wo ne „Gießkanne stand“, um uns über Wasser zu halten.

Aber ein Lieblingskind der Medien seit ihr trotzdem nicht geworden mal abgesehen das Euch Viva eine Zeit lang viel gespielt hat oder der ein oder andere Radiosender.

Für VIVA muss man sich ja mittlerweile echt schämen…ich will das nicht näher ausführen, aber sieh es dir doch an, was da läuft … Radio…die Medienlandschaft ist schon seltsam, die sind nicht im eigenen Land nicht zu Hause, wenn du weist, was ich meine. Aber Bayern 3 zum Beispiel unterstützt uns extrem klasse - Dafür danke. Wobei uns die Thüringer Sender, besonders „Antenne“ echt mal können…, noch nicht mal bei unserem 15 jährigen Jubiläum waren die für uns da und auch nicht bei Raab, obwohl wir für die gestartet sind und damals überraschend 3. wurden… Ich find das nach wie vor respektlos. Und zum Radio allgemein, es gibt da Sender…da musst Du dich echt schämen, was da so läuft…Zum Glück gibt es da im Internet gute Alternativen.

Was für Musik hörst du privat?

Ich mag Reggae. Und meine Lieblingsband ist „Filter“- solltest Du mal hören - und „Black Stone Cherry“ aber auch gute Welt- oder Popmusik hör ich gern, bin da sehr flexibel.

Gibt es noch Zeit für Hobbys?

Ich bin gern in Kroatien, fahre Motorrad und wenn ich ganz viel Zeit hab, fahr ich nach Asien mit Rucksack und so, fahre mit der Bahn oder mit dem Bus, trampe und lerne so die Regionen kennen.

Was ich Dich schon immer mal fragen wollte: Wie kommt man auf die Idee, sich als Künstler den Namen "Das Letzte Einhorn" zuzulegen?

Da sprichst du so einen Punkt an. Natürlich würde ich mir nie freiwillig so etwas aussuchen und mich so nennen. Das sind alles Spitznamen, die man auf den Mittelaltermärkten bekommen hatte, als ich unter anderem selbstgemachte T- Shirts verkauft habe und die hab ich dann aus Quatsch mit "Das Letzte Einhorn" unterschrieben. Wie das bei Spitznamen eben so ist, die wirst du nicht mehr los und es ist echt schon doof , wenn mich Leute auf der Straße mit "Hallo, Herr Einhorn!" ansprechen. Lach…. So, Stefan, nun weißt du es. Peinlicher geht es doch gar nicht.

Stimmt es eigentlich, dass du deine ersten größeren Erfahrungen in Sachen Musik bei Jürgen Kehrt in Erfurt gesammelt hast?

Ja das stimmt. Ich hab ja schon mit 13-14 Jahren auf der Bühne gestanden und Mundharmonika gespielt. Er war damals schon ne echte Größe und so hat man sich mal getroffen, ein bisschen zusammen Musik gemacht und so. War ne tolle Zeit….Wir haben auch noch ab und an Kontakt. Er ist ein echter, alter Haudegen den ich immer noch sehr mag.

Was hättest du gemacht, wenn es mit der Musik nicht geworden wer?

Hm irgendwas anderes im Ausland oder so...keine Ahnung…Gelernt hab ich ja mal Lokschlosser in Nordhausen…war ne harte Zeit…also das hätte ich auf keinen Fall weiter gemacht…wenn schon was Musik…Und ich sehe die Musik auch heute nicht als Job,
sondern als Hobby mit dem ich zwar Geld verdiene, aber vor allem viel Spaß habe. Es ist mein Herzblut und ich hab das große Glück, in der ganzen Welt das zu machen, was mir Spaß macht.

Wo spielt Du am liebsten?

Ganz klar Südamerika !!! Die Menschen die Mentalität – einfach Klasse !!!

In Extremo ist viel im Ausland unterwegs. Wie ist das, verstehen Euch die Leute?

Du wirst es nicht glauben selbst in Südamerika singen die Leute unsere Texte komplett mit oder wie jetzt gerade auf unserer Tour in Russland… war echt der Hammer…

Im diesen Jahr stehen das Metal- Schiff, viele Festivals auf dem Plan auch das 21. Rockharz in Ballenstedt.

Wir sind viel unterwegs, das stimmt, aber und gerade Rockharz liegt mir, uns sehr am Herzen, es ist genau wie wir in den letzten Jahren sehr schön gewachsen. Es ist ein tolles sehr authentisches Festival und wir kommen dort immer wieder gern hin…Wir freuen uns, dass wir hierfür immer wieder angesprochen werden …find ich klasse! und das mein ich auch so. Es sind auch immer viele Eichsfelder Fans da. Es sind auch immer viele Eichsfelder Fans da …

Ja ich weiss (lach). Du bist ja in der Welt unterwegs, stammst ja wie ich auch dem Eichsfeld. Gibt es da noch Verbindungen?

Ja klar. Ein Teil meiner Familie lebt immer noch in Leinefelde und ich bin soweit es meine Zeit erlaubt desöfteren da.Zumal neben meiner Mutter auch mein Bruder und meine Schwester noch im Eichsfeld leben.

Könntest Du dir vorstellen mit In EXTREMO hier bei deinen Eichsfelder Fans mal zu spielen?

Ja klar gern, aber das wird wohl in diesem Jahr nichts werden…wir sind einfach zu viel unterwegs, aber: JAAAA grundsätzlich gern! Und Stefan, was ich Dir noch sagen wollte grüß mir die Eichsfelder!

Mach ich - und danke für das Gespräch!

(Mit Michael Rhein sprach Stefan Peter.)
Autor: en

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