Mi, 21:15 Uhr
08.03.2017
Grenzlandmuseum Teistungen
Täuschen und Vertuschen - Mauertote und das MfS
Die Außenstelle Erfurt der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Beratungs- und Informationstag mit dem Vortrag Täuschen und Vertuschen - Mauertote und das MfS am Donnerstag, 27. April 2017 in das Grenzlandmuseum Eichsfeld ein....
Menschen, die die DDR verlassen wollten, galten für die SED-Staatsführung als Feinde. In verschiedenen Forschungen wird geschätzt, dass an der Berliner Mauer 138 Menschen beim Fluchtversuch starben, an der gesamten innerdeutschen Grenze könnten es 800 bis 1.000 Menschen gewesen sein. Dass es keine genauen Zahlen gibt, liegt auch an der Verschleierung durch die DDR-Staatssicherheit im Auftrag der SED-Führung.
Damit das Ansehen der DDR keinen großen Schaden nahm, ging es der Stasi darum, Todesfälle geheim zu halten. Gerade aus der Zeit Anfang der 1970er Jahre, als sich der SED-Staat um internationale Anerkennung bemühte, lassen sich einige dieser Vertuschungsmaßnahmen anhand von Dokumenten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv belegen.
Wie und in welchem Umfang der Tod von Menschen vertuscht wurde, mit welchen perfiden Methoden die Stasi nahe Verwandte über das Schicksal der Erschossenen täuschte und Angehörige einschüchterte und überwachte, beschreibt Dr. Christian Booß, Projektkoordinator beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), anhand konkreter Fälle in seinem Vortrag Täuschen und Vertuschen - Mauertote und das MfS am 27. April, um 19 Uhr im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen.
In der Zeit von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr besteht für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich zur Einsicht in Stasi-Akten beraten zu lassen und einen Antrag zu stellen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Außenstelle erläutern die gesetzlichen Regelungen für die Akteneinsicht, zum Beispiel:
* wie der Zugang zu Stasi-Unterlagen zur eigenen Person und zu verstorbenen nahen Angehörigen beantragt werden kann,
* ob man Kopien aus Unterlagen sowie die Klarnamen von Inoffiziellen Mitarbeitern bekommen kann.
Wer einen Antrag auf Einsichtnahme in Stasi-Unterlagen oder einen Wiederholungsantrag stellen möchte, wird gebeten, ein gültiges Personaldokument mitzubringen.
Für interessierte Schulen oder andere Bildungseinrichtungen liegen Publikationen bereit. Außerdem gibt es Informationen zur Nutzung von Stasi-Unterlagen für Forschung und Medien.
Ein Mitarbeiter des Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Beratungsinitiative SED‑Unrecht) berät zu den Rehabilitierungsmöglichkeiten nach den SED‑Unrechtsbereinigungsgesetzen und den daran geknüpften sozialen Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen.
Termin: Donnerstag, 27. April 2017
Uhrzeit: 14 - 19 Uhr Bürgerberatung
19 Uhr Vortrag Täuschen und Vertuschen - Die Mauertoten und das MfS,
Referent: Dr. Christian Booß (Projektkoordinator, BStU Berlin)
Ort: Grenzlandmuseum Eichsfeld
Duderstädter Str. 7-9, 37339 Teistungen
Der Eintritt zur Bürgerberatung ist frei.
Autor: enMenschen, die die DDR verlassen wollten, galten für die SED-Staatsführung als Feinde. In verschiedenen Forschungen wird geschätzt, dass an der Berliner Mauer 138 Menschen beim Fluchtversuch starben, an der gesamten innerdeutschen Grenze könnten es 800 bis 1.000 Menschen gewesen sein. Dass es keine genauen Zahlen gibt, liegt auch an der Verschleierung durch die DDR-Staatssicherheit im Auftrag der SED-Führung.
Damit das Ansehen der DDR keinen großen Schaden nahm, ging es der Stasi darum, Todesfälle geheim zu halten. Gerade aus der Zeit Anfang der 1970er Jahre, als sich der SED-Staat um internationale Anerkennung bemühte, lassen sich einige dieser Vertuschungsmaßnahmen anhand von Dokumenten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv belegen.
Wie und in welchem Umfang der Tod von Menschen vertuscht wurde, mit welchen perfiden Methoden die Stasi nahe Verwandte über das Schicksal der Erschossenen täuschte und Angehörige einschüchterte und überwachte, beschreibt Dr. Christian Booß, Projektkoordinator beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), anhand konkreter Fälle in seinem Vortrag Täuschen und Vertuschen - Mauertote und das MfS am 27. April, um 19 Uhr im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen.
In der Zeit von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr besteht für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich zur Einsicht in Stasi-Akten beraten zu lassen und einen Antrag zu stellen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Außenstelle erläutern die gesetzlichen Regelungen für die Akteneinsicht, zum Beispiel:
* wie der Zugang zu Stasi-Unterlagen zur eigenen Person und zu verstorbenen nahen Angehörigen beantragt werden kann,
* ob man Kopien aus Unterlagen sowie die Klarnamen von Inoffiziellen Mitarbeitern bekommen kann.
Wer einen Antrag auf Einsichtnahme in Stasi-Unterlagen oder einen Wiederholungsantrag stellen möchte, wird gebeten, ein gültiges Personaldokument mitzubringen.
Für interessierte Schulen oder andere Bildungseinrichtungen liegen Publikationen bereit. Außerdem gibt es Informationen zur Nutzung von Stasi-Unterlagen für Forschung und Medien.
Ein Mitarbeiter des Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Beratungsinitiative SED‑Unrecht) berät zu den Rehabilitierungsmöglichkeiten nach den SED‑Unrechtsbereinigungsgesetzen und den daran geknüpften sozialen Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen.
Termin: Donnerstag, 27. April 2017
Uhrzeit: 14 - 19 Uhr Bürgerberatung
19 Uhr Vortrag Täuschen und Vertuschen - Die Mauertoten und das MfS,
Referent: Dr. Christian Booß (Projektkoordinator, BStU Berlin)
Ort: Grenzlandmuseum Eichsfeld
Duderstädter Str. 7-9, 37339 Teistungen
Der Eintritt zur Bürgerberatung ist frei.