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Do, 14:42 Uhr
15.04.2021
Erziehungsgewerkschaft für restriktive Maßnahmen:

Maskenpflicht und Aussperrung von Ungetesteten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Thüringen begrüßt die Erweiterung der Impfmöglichkeit für Personal an Schulen und tritt für Maskenpflicht, ein Betretungsverbot für ungeteste Personen und weitere konsequente Schutzmaßnahmen ein...

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Die vom Gesundheitsministerium und Bildungsministerium verkündete Erweiterung der vorgezogenen Impfmöglichkeit für das Personal an den weiterführenden Schulen und Berufsschulen wird von der GEW Thüringen begrüßt. Zugleich hat der Geschäftsführende Vorstand der GEW Thüringen mit Blick auf die Pandemiesituation in Kitas, Schulen und Hochschulen hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes seine Positionen aktualisiert.

Zur Erweiterung der Impfmöglichkeiten kommentiert Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen: „Natürlich begrüßt die GEW Thüringen, dass nun alle Pädagog:innen und das sonstige Personal an allen Schulen vorzeitig geimpft werden kann. Wenn das nun Schule sicher machen soll, fragen wir uns, warum die Impfmöglichkeit nicht von Beginn an diesem Personenkreis angeboten wurde. Leider wurde an dieser Stelle eine nicht sichere Schule in Kauf genommen und dennoch geöffnet.“

Darüber hinaus und angesichts des nach wie vor besorgniserregenden Fortschreitens der Corona-Pandemie hat der der für die inhaltliche Arbeit zuständige Geschäftsführende Vorstand der GEW Thüringen in dieser Woche die Situation in Kindergärten, Schulen und Hochschulen hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes neu bewertet und seine Positionen aktualisiert.

Hier der Beschluss vom 13.04.2021 im Wortlaut:
Der Geschäftsführende Vorstand hat sich auf die nachfolgenden Positionen verständigt:

1. Für alle Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen sind die Empfehlungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung heran zu ziehen. Im Übrigen sind die Grundlage unserer Bewertung die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Diese sehen Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 50 vor, ab der Inzidenz von 100 ist auf Distanzunterricht umzustellen. Für die Entscheidung über Öffnung oder Schließung von Schulen sind allein das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Benehmen mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien zuständig. Das erfordert thüringenweit ein einheitliches, an Grenzwerten orientiertes, transparentes und nachvollziehbares Handeln.

2. Alle gängigen Schutzmaßnahmen wie Desinfizieren, Abstand halten, Lüften, Masken tragen usw. haben weiterhin Gültigkeit.

3. Die freiwilligen Testungen von Schülern und Pädagogen sind nur sinnvoll, wenn sie ein Betretungsverbot für Ungetestete beinhalten. Dazu gehören auch Regelungen wie ungetestete Schüler:innen ihrer Schulpflicht und Pädagog:innen ihrer Beschäftigungspflicht nachzukommen haben. Andernfalls ist die Einführung einer Testpflicht notwendig.

4. Allen im Bereich der Kindertagesbetreuung und der Kinder- und Jugendhilfe Tätigen ist mindestens zwei Mal pro Woche ein freiwilliges kostenfreies Testangebot zu machen. Kindern und Jugendlichen ist ebenfalls zwei Mal die Woche ein freiwilliges, kostenfreies und auf das jeweilige Alter abgestimmtes Testangebot zu unterbreiten.

5. Allen an Hochschulen in Präsenz Tätigen ist mindestens zwei Mal pro Woche ein freiwilliges und kostenfreies Testangebot zu machen. An in Präsenz durchzuführenden Lehrveranstaltungen oder Prüfungen dürfen nur Studierende und Beschäftigte teilnehmen die dieses Angebot Testangebot innerhalb der zurückliegenden 72 Stunden angenommen haben und negativ getestet wurden.

6. Das Impfangebot ist auf alle Beschäftigte an allen Schulen unverzüglich zu erweitern und die erforderlichen Kapazitäten dazu bereitzustellen. Beschäftigte an Hochschulen sind bei der Impfreihenfolge der Gruppe 3 „Erhöhte Priorität“ zuzuordnen.

7. Die Schulen sind nach den Vorgaben des RKI ausreichend mit Hygienemitteln (z. B. (Desinfektionsmittel, reißfeste Müllsäcke, Einmalhandschuhe, Tests, Tischmülleimer, FFP2-Masken) durch die Schulträger auszustatten.

8. Lehrkräften und Erzieher:innen, die Selbsttests beaufsichtigen, sind mit Schutzkleidung auszustatten. Alle Pädagog:innen haben Anspruch auf eine FFP2-Maske pro Arbeitstag.

9. Die Ausweitung der Maskenpflicht auch auf den Grundschulbereich wird als notwendig erachtet.

10. In allen Einrichtungen müssen die vorgeschriebenen Maskenpausen eingehalten werden, um die Belastungen so gering wie möglich zu halten.

11. Personen, die selbst Risikofaktoren für einen schweren Verlauf haben oder mit Angehörigen zusammenleben, die einen schweren Verlauf befürchten müssen, sind weiterhin von der Präsenzpflicht zu befreien.
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Kommentare

15.04.2021, 14.57 Uhr
Piet | Verzichten
Kann man auf so ein geschwafel ist ja zu 100 %von der Regierung übernommen

16   |  8     Login für Vote
15.04.2021, 15.45 Uhr
BerndLuky | Was...
geht in deren Köpfen vor?
Das klingt nach einer zwei Klassengesellschaft! Nicht etwa nach Reich und Arm! Sondern nach "Getestet" und "Ungetestet"!
Diese Leute müssen sofort von ihren Posten entfernt werden und einem Richter vorgeführt werden!
Das ist Volksverhetzung (§ 130 1.2) auf höchstem Niveau!

15   |  9     Login für Vote
15.04.2021, 16.34 Uhr
Freidenker | Unglaublich
was hier gefordert wird, während in Berlin sogar an der Ausgangssperre ab 21.00 Uhr gefeilscht wird.

Nur, liebe Mitbürger, diese Ausgangssperre gilt nicht für die Verfasser.

Artikel 1, Nr.2b
Der Aufenthalt von Personen außerhalb einer Wohnung oder einer Unterkunft und dem jeweils dazugehörigen befriedeten Besitztum ist von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags untersagt; dies gilt nicht für Aufenthalte, die folgenden Zwecken dienen:

b. der Berufsausübung im Sinne des Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes, soweit diese nicht gesondert eingeschränkt ist, der Ausübung des Dienstes oder des Mandats, der Berichterstattung durch Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Rundfunk, Film und anderer Medien.

Entweder haben unsere Abgeordneten keine Angst vor dem Virus, das Virus verschont die lieben Abgeordneten oder etwas passt hier nicht zusammen.

10   |  7     Login für Vote
15.04.2021, 16.38 Uhr
Henkel | Macht die Schulen zu...
... und setzt den Lohn auf null. So wie es anderen geht. Dann wollen wir mal sehen, wie sich die verwöhnten Lehrkräfte benehmen. Müsste allen, die an Entschedungen beteiligt sind, so ergehen. Auch Politiker.

10   |  7     Login für Vote
15.04.2021, 16.43 Uhr
Senta | Ungetesteten ausschließen
Kann mich der Meinung nur voll anschließen! Wer hier von Körperverletzung spricht.....naja den Rest denke ich mir. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Wer sich gegen alles stellt würde bei mir im Falle einer Erkrankung jede Behandlung bezahlen.

8   |  18     Login für Vote
15.04.2021, 19.37 Uhr
Blautanne | Frage
an Senta:

Sollte Rauchern auch die ärztliche Behandlung verwehrt werden? Oder Alkoholikern? Oder Diabetikern, die sich nicht strikt an ihren Ernährungsplan gehalten haben? Oder Hobbyfußballern, die sich eine Verletzung zugezogen haben? Sollte Drogensüchtigen eine Therapie verweigert werden? In keinem dieser Fälle käme jemand auf die Idee, den Betroffenen eine Behandlung zu verweigern. Aber WEHE, es hat einer seine Maske nicht auf, oder will sich nicht testen lassen, da richtet man schonungslos und wünscht denjenigen das Übelste an den Hals. Super - Einstellung.

12   |  4     Login für Vote
15.04.2021, 21.25 Uhr
Halssteckenbleib | Wer Angst hat
sich irgendwo anzustecken soll sich doch einfach zu Hause verschanzen. Ich kann's schon nicht mehr hören und sehen. Das muss aber auch ein verdammt gefährliches Virusteil sein. Die Menschen werden zusehends auf diesen Planeten immer weniger. Liebe Frau/Herr Senta sie sind aber brutal. Würden sie denn das immer noch so wollen wenn ihnen ihr Kommentar auf die Füße fallen würde. Sie schauen doch nicht etwa schlechte Filme....Oder?

8   |  3     Login für Vote
15.04.2021, 22.58 Uhr
RKA | Rege die Erweiterung
um Position 12 an.
Da davon auszugehen ist, das gerade im ländlichen Bereich, viele Kinder über Haustiere verfügen, muß die Test- und Maskenpflicht auf diese Tiere ausgeweitet werden. Auch Tiere atmen Aerosole ein und geben diese folglich auch weiter. Ist ja nur eine Anregung im Sinne der Pandemiebekämpfung.

PS: Meine Kinder besuchen bei Krankheitssymptomen den Hausarzt. Punkt!!!

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