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Sa, 16:02 Uhr
11.09.2021
Immobilienboom

In der Pandemie wächst die Lust auf's Land

Nachfrage nach Einfamilienhäusern (Foto: ImmoScout24) Nachfrage nach Einfamilienhäusern (Foto: ImmoScout24)
Eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 zeigt: Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern am Stadtrand ist unter dem Einfluss der Corona-Lockdowns um fast zwei Drittel angestiegen...

Die Analyse vergleicht die Entwicklung von Nachfrage und Preisen in den Top-5-Städten sowie ihren Umlandgemeinden zwischen Februar 2020 – dem Monat vor dem ersten Lockdown – mit dem aktuellen Marktgeschehen im Juni 2021. Dabei zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Nachfrage nach Einfamilienhäusern zum Kauf in den Speckgürteln der deutschen Metropolen.

Noch mehr Menschen als vor Corona träumen den Traum vom Eigenheim: Im Juni 2021 entfielen auf inserierte Einfamilienhäuser zum Kauf in den Speckgürteln der Top-5-Metropolen rund 58 Prozent mehr Kontaktanfragen als im Februar vor dem ersten Lockdown. Außerhalb der Metropolregionen betrug das Plus 52 Prozent. Auch innerhalb der Top-5-Metropolen wuchs das Interesse am eigenen Haus um 41 Prozent, aber nicht ganz so stark wie in ihren Randgebieten.

„Die Nachfrage nach einem Häuschen im Grünen hat in den vergangenen Corona-Monaten einen weiteren Schub bekommen. Der Wunsch nach mehr Platz und einem Garten ist offensichtlich eine Folge der Lockdown-Erfahrungen. Aufgrund der großen Konkurrenz sollten Kaufinteressierte ihre Unterlagen und Finanzierungsmöglichkeiten schon vorab klären, um bei guten Angeboten rasch zuschlagen zu können“, erläutert Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24.

In den Metropolen zeigt sich ein gemischtes Bild
Im Münchner Speckgürtel zog die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zum Kauf seit Februar 2020 um 71 Prozent an, während in der Stadt selbst die Nachfrage lediglich um 13 Prozent anstieg. Die Angebotspreise kletterten in München um acht Prozent von durchschnittlich 9.026 Euro pro Quadratmeter im Februar 2020 auf 9.756 Euro im Juni 2021. Im Speckgürtel legten sie von 6.219 Euro auf 7.162 Euro und damit um 15 Prozent zu.

Im Randgebiet von Frankfurt am Main wuchs die Nachfrage für die inserierten Einfamilienhäuser zwischen Februar 2020 und Juni 2021 um 53 Prozent. Die Angebotspreise erlebten einen Anstieg von 3.548 Euro auf 4.052 Euro (+ 14 Prozent). Im Stadtgebiet stieg die Beliebtheitsskala für Häuser zum Kauf von Februar 2020 bis Juni 2021 um 27 Prozent. Im selben Zeitraum boten Anbieter:innen Einfamilienhäuser im Durchschnitt 10 Prozent teurer an – die Angebotspreise stiegen von 5.613 Euro auf 6.180 Euro pro Quadratmeter.

43 Prozent mehr Kontaktanfragen erreichten Anbieter:innen von Einfamilienhäusern zum Kauf im Juni 2021 in der Kölner Stadtrandregion als noch im Vor-Corona-Februar 2020. Die durchschnittlichen Angebotspreise stiegen im selben Zeitraum um 19 Prozent auf 3.750 Euro. In der Domstadt selbst stieg die Nachfrage für inserierte Häuser im selben Zeitraum um 88 Prozent. Die Angebotspreise kletterten von 4.520 Euro auf 5.290 Euro pro Quadratmeter an, ein Plus von 17 Prozent.

Der Hamburger Speckgürtel erlebte einen Nachfrageschub von 76 Prozent. Die Angebotspreise für inserierte Einfamilienhäuser kletterten von 3.069 Euro auf 3.680 Euro pro Quadratmeter im Juni 2021. Damit stiegen die Preise um 20 Prozent. In der Hansestadt selbst hingegen sank die Nachfrage im Juni 2021 leicht um zwei Prozent. Die Angebots-Quadratmeterpreise stiegen im Stadtgebiet im selben Zeitraum um 29 Prozent von 5.121 Euro auf 6.622 Euro an.

Im Berliner Speckgürtel stieg die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zum Kauf zwischen Februar 2020 und Juni 2021 um 80 Prozent an. Die Angebotspreise kletterten von 2.479 Euro im Februar 2020 auf 3.027 Euro pro Quadratmeter im Juni 2021 – ein Plus von 22 Prozent. In der Stadt Berlin wurden Einfamilienhäuser im Juni 2021 im Durchschnitt für 5.645 Euro pro Quadratmeter angeboten, gegenüber 4.875 Euro im Februar 2020. Damit zogen innerhalb der Stadt die Angebotspreise um 16 Prozent an. Die Nachfrage stieg seit Februar 2020 um rund 77 Prozent.
Autor: red

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