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Sa, 08:53 Uhr
11.09.2021
Ungewöhnliche Aktion zur Wahl

„Wir wollen wählen gehen!“

Mit einer unkonventionellen Kunstinstallation will die Partnerschaft für Demokratie die Eichsfelder an die Wahlurne bewegen. Dabei rufen rund 150 Gartenzwerge mit verschiedenen, oft zum Nachdenken anregenden Slogans, dazu auf, bei der anstehenden Bundestagswahl am 26. September Gebrauch vom Wahlrecht zu machen…

Die Gartenzwerge touren in der Woche vom 9. bis 16. September durch das Eichsfeld. Sie machen u.a. im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen halt, in Leinefelde, Heiligenstadt und an einer der berufsbildenden Schulen im Landkreis, wo besonders die Erstwähler*innen angesprochen werden. Zu der Aktion werden Informationsflyer verteilt, die Fragen zur Bundestagswahl erklären: Wer darf zur Wahl gehen? Wo kann ich meine Stimme abgeben? Was macht der Bundestag? Wie sieht ein Wahlzettel aus? Wofür steht die Erststimme und Zweitstimme?

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Initiiert wurde die Aktion von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Eichsfeld. Sie setzt sich aus Verantwortlichen aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktiven aus der Zivilgesellschaft – von Vereinen und Verbänden über Kirchen bis hin zu bürgerschaftlich Engagierten – zusammen, die sich für Toleranz, Weltoffenheit und Demokratie einsetzen.

Kunstinstallation zur Bundestagswahl (Foto: Grenzlandmuseum Eichsfeld) Kunstinstallation zur Bundestagswahl (Foto: Grenzlandmuseum Eichsfeld)

Die Partnerschaft für Demokratie fördert demokratiestärkende Projekte im Landkreis Eichsfeld- För- deranträge können auch für das aktuelle Jahr noch gestellt werden. Informieren Sie sich dazu auf der Homepage www.toleranz-foerdern-eichsfeld.de oder bei der beratenden Koordinierungs- und Fach- stelle der Partnerschaft unter der Telefonnummer 036071/900018.

Die Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch das Thü- ringer Landesprogramm „Denk Bunt!“ für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit gefördert.
Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter www.demokratie-leben.de und www.denkbunt- thueringen.de. Die Gartenzwerge sind an jenen Tagen an folgenden Standorten zu sehen.
  • 10.09.2021 – Grenzlandmuseum Eichsfeld
  • 13.09.2021 – Supermarkt Edeka Simon in Leinefelde
  • 14.09.2021 – Heiligenstadt, untere Wilhelmstraße
  • 16.09.2021 – Schule SBBS in Leinefelde
Autor: red

Kommentare
Real Human
12.09.2021, 18.10 Uhr
„Ein Völklein Zwerge“?
Man sollte sich von dem Blickfang, Hingucker respektive Eyecatcher „Gartenzwerge“ nicht zu sehr zu einem oberflächlichen – Schmunzeln und nichts weiter! – verleiten lassen, sondern auch ruhig mal mit Copy & Paste auf die angegeben Webseiten gehen.

Auf https://www.toleranz-foerdern-eichsfeld.de/startseite findet man dann nämlich Punkte wie:

• für eine starke Demokratie
• Abbau von Fremdenfeindlichkeit
• gegen rechtsextremistische und antisemitische Tendenzen
• Förderung von Vielfalt und Toleranz
• für eine offene, multikulturelle Gesellschaft
• für den Aufbau von Jugendbeteiligungsstrukturen

Man könnte (Möglichkeitsform!) hinter der Darstellung von Eichsfelder Gartenzwerg-Wählern natürlich auch einen gewissen Affront vermuten, mit dem auf die gartenzwerghafte Philisterhaftigkeit vieler hiesiger Landeier verwiesen wird. Man hält beispielsweise seinen Vorgarten schön sauber und schafft das gejätete „Un“-kraut in den deutschen Wald, obwohl es kostenlose zentrale Annahmestellen gibt.

Aber so sind sie eben – nicht nur(!) – die „katholischen“ Eichsfelder. „Katholisch“ ist heute fast nur noch ein Klischee. Eigentlich scheinen hier – nicht erst seit heute(!) – die meisten braven Leute RELIGION mit TRADITION zu verwechseln. Und bis tief in den "Klerus" hinein scheinen Viele nicht zu WISSEN, was sie GLAUBEN. (Der Herr möge ihnen vergeben !–)

Für die oben aufgeführten sechs Punkte wäre heute wohl auch Jesus eingetreten. Naja, wohl bis auf die DEMO-kratie! Er wäre wohl eher für eine THEO-kratie gewesen. Wenn ich mir vorstelle, er würde wie damals vor 2.000 Jahren durch Jerusalem heute über den Heiligenstädter Wilhelm spazieren … und dann auch noch gegen den Kapitalismus predigen … nein, man würde ihn nicht mal wegfangen …
Um vielleicht mehr als Aufsehen zu erregen, müsste er wohl schon einen frommen Gottesdienst „stören“?

„Schau ich jetzt von meinem Berge
In das deutsche Land hinab:
Seh' ich nur ein Völklein Zwerge,
Kriechend auf der Riesen Grab.“,

… hätte ein „unbekannter Dichter“ sich wohl wiederholt? … beim Anblick so mancher Kandidaten auf den Plakaten.

So jedenfalls, wird Demokratie nur lächerlich gemacht.
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