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Mi, 13:38 Uhr
04.05.2022
Informationen zum Neubau der Bergschule

Wer keine Luftschlösser bauen will...

...der braucht ein Grundstück. Das gilt auch für den geplanten Neubau der Bergschule St. Elisabeth, die das Bistum Erfurt als Gymnasium und neue Regelschule unter einem Dach in der Südstadt von Leinefelde errichten will. Und es bleibt nicht beim Wollen...

Am heutigen Mittwoch haben Bürgermeister Marko Grosa für die Stadt Leinefelde-Worbis als Grundstückseigner und Justiziar Jörg Eberhard für das Bistum Erfurt als Bauherrn einen Kaufvertrag über die entsprechenden Flächen an der Herderstraße unterzeichnet und notariell beurkunden lassen. Am jetzigen Standort der Bergschule in Heilbad Heiligenstadt hatte das Bistum auch nach intensiver Suche kein geeignetes Grundstück erwerben können.

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Trotz der Unterzeichnung und Beurkundung des Kaufvertrages heute besitzt das Bistum Erfurt noch nicht den Grund und Boden in der Südstadt. Es sichert sich aber über eine sogenannte „Vormerkung“ im Grundbuch die erforderlichen Grundstücke. Erst wenn der Leinefelder Stadtrat eine Baugenehmigung erteilt und kirchlicherseits die Zustimmung des Vatikans zu dem rund 40 Millionen Euro schweren Bauvorhaben vorliegt, wird der Kauf laut Vertragstext realisiert. Davon profitieren beide Seiten. Erhält das Bistum nämlich keine Baugenehmigung für die Schule, sind die Grundstücke für die Kirche ohne Nutzen. Stattdessen würde das wertvolle Land im Besitz der Stadt verbleiben und könnte von ihr genutzt werden.

Heike Genzel (Kämmerin Stadt Leinefelde-Worbis), Bürgermeister Marko Grosa, Justiziar Jörg Eberhard für das Bistum Erfurt und Doreen May (Mitarbeiterin Liegenschaften Stadt Leinefelde-Worbis). (Foto: Stadt Leinefelde-Worbis) Heike Genzel (Kämmerin Stadt Leinefelde-Worbis), Bürgermeister Marko Grosa, Justiziar Jörg Eberhard für das Bistum Erfurt und Doreen May (Mitarbeiterin Liegenschaften Stadt Leinefelde-Worbis). (Foto: Stadt Leinefelde-Worbis)


Dreh- und Angelpunkt ist also die Baugenehmigung. Vor dem Frühjahr des nächsten Jahres ist damit nicht zu rechnen. Zunächst muss ein Aufstellungsbeschluss durch den Stadtrat erfolgen, der die für die Schule vorgesehenen Grundstücke als Bauland ausweist. Darüber entscheiden die Ratsmitglieder laut Sitzungsplanung am 30. Mai. Kommt es zum Beschluss, kann das Bistum Erfurt beginnen, auf der Grundlage einzuholender Gutachten den Vorentwurf eines Bebauungsplanes zu erstellen. Dieser wiederum muss im Amtsblatt von Leinefelde-Worbis veröffentlicht werden, damit Institutionen und Privatleute, die durch das Bauvorhaben betroffen sind, ihre Stellungnahme abgeben können. Das könnte im kommenden Herbst geschehen.

Die Ergebnisse aller Gutachten sowie die Stellungnahmen fließen in die Überarbeitung des Bebauungsplanes ein. Dieser durchläuft noch einmal die zuständigen Ausschüsse sowie den Rat der Stadt und bildet die Grundlage für die Baugenehmigung, die vom Bistum Erfurt voraussichtlich im März 2023 beantragt werden kann.

Wer freilich jetzt schon neugierig ist, wie die neue Bergschule St. Elisabeth aussehen könnte, kann sich darüber aus erster Hand informieren lassen. Zum „symbolischen Startschuss“ zur Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis am kommenden Samstag, 7. Mai, hat Bürgermeister Grosa das Bistum Erfurt eingeladen, das Konzept der neuen Schule und seine architektonische Realisierung vorzustellen. Martin Fahnroth, Leiter der Schulabteilung des Bistums, Astrid Goldhorn, die stellvertretende Schulleiterin der Bergschule St. Elisabeth, und die Architektin und Bauingenieurin Claudia Späte von der „SPÄTE² GmbH, Architektur- und Ingenieurbüro“, kommen diesem Wunsch um 13.45 Uhr im Festzelt auf dem Ohne-Sportplatz gerne nach. Sie stehen auch für Fragen zur Verfügung.
Autor: red

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