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Mo, 09:24 Uhr
08.08.2022
BARMER Arztreport:

Thüringer Kinder während Pandemie seltener beim Arzt

Thüringer Kinder und Jugendliche sind während der Corona-Pandemie seltener beim Arzt gewesen. Auswertungen im aktuellen BARMER Arztreport zufolge wurden im Jahr 2020 so wenige Thüringer Kinder ambulant behandelt wie seit zehn Jahren nicht...

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Demnach waren im ersten Pandemiejahr rund 93,5 Prozent der 0- bis 14-Jährigen mindestens einmal in einer Arztpraxis. Zehn Jahre zuvor waren es 96,3 Prozent. „Wir sehen glücklicherweise keinen starken Einbruch der Arztkontakte bei Babys, Kindern und Teenagern. Es muss dennoch genau hingeschaut werden, damit nicht akute Erkrankungen unbehandelt oder Entwicklungsverzögerungen unentdeckt bleiben. Die jungen Menschen im Land sollten möglichst gesund aufwachsen können“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Thüringen. Positiv sei, dass die Behandlungsrate bei den jüngeren Kindern im Alter von null bis vier Jahren moderat hoch bei über 99 Prozent liege. „Die Datenlage zeigt, dass fast alle Babys und Kleinkinder wenigstens einmal in einer Arztpraxis waren. Daran hat auch die Corona-Pandemie nichts geändert“, so Birgit Dziuk.

Atemwegs- und Magen-Darm-Infekte deutlich seltener diagnostiziert
Nicht nur die Arztkontakte, sondern auch die Zahl der Behandlungsfälle ist laut Arztreport bei jungen Patientinnen und Patienten zurückgegangen. So sanken die Behandlungsfälle der 0- bis 14-Jährigen vom Jahr 2019 auf 2020 um knapp acht Prozent. „Die pandemiebedingten Schul- und Kita-Schließungen haben vermutlich zu weniger Infektionen mit jahreszeitbedingten Erkrankungen wie Erkältung, Grippe oder Magen-Darm-Infektionen geführt, sodass Kinder und Jugendliche weniger oft behandelt werden mussten“, sagt BARMER-Landeschefin Birgit Dziuk. Auswertungen im BARMER Arztreport zeigten einen deutlichen Rückgang bei entsprechenden Diagnosen. So seien beispielsweise Atemwegsinfekte bei Kindern im Alter von null bis neun Jahren vom Jahr 2019 auf 2020 um knapp neun Prozent zurückgegangen. Die Zahl der diagnostizierten Magen-Darm-Infekte ging in dieser Altersgruppe sogar um 43 Prozent zurück.
Autor: red

Kommentare
Örzi
08.08.2022, 11.40 Uhr
Sind sie jetzt gesünder?
Dann wäre ja die Pandemie ein Segen. Vermutlich wird es aber so sein, dass die Eltern nicht mehr wegen jedes Wehwehchens ihre Kinder dem Arzt vorstellen. Dann ist eben ein Segen für die Krankenkassen.
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