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Sa, 09:44 Uhr
27.08.2022
Philologenverband schlägt Alarm

Wir können für nichts mehr garantieren

Viele Lehrkräfte in Thüringen starten angeschlagen in das neue Schuljahr. Die Sommerferien haben nicht ausgereicht, um wieder voll leistungsfähig zu sein. Die drei vergangenen kräftezehrenden Schuljahre haben sich summiert und gesundheitlich bei vielen Lehrkräften ihren Tribut gefordert...

„Der sich weiter verstärkende Personalmangel, Probleme durch die anhaltenden Folgen der Corona-Pandemie und die Aussicht auf deutlich mehr zu unterrichtende Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine führen bei Lehrkräften aller Schularten inzwischen zu einem unguten Gefühl bei der der Frage, wie der Schulalltag unter diesen Bedingungen noch bewältigt werden soll“, so Heike Schimke, Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes. „Wir Lehrkräfte können nur das tun, was wir leisten können – eine Garantie für bisher Selbstverständliches gibt es nicht mehr!“

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Die Absicherung des Unterrichts ist an den Schulen nur mit Abstrichen möglich, individuelle Förderung kann in den zum Teil übervollen Klassen und bei den vielfältigen Problemlagen nicht garantiert werden, für Beratung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler bleibt immer weniger Zeit übrig, der Verwaltungsaufwand frisst immer mehr Zeit, Kraft für Schulentwicklung, Fortbildungen, … ist kaum noch vorhanden.

„Wir jammern nicht, wir mahnen!“ so Heike Schimke weiter. „So wie in den letzten drei Schuljahren, in denen viele Lehrkräfte weit über ihre Kräfte gearbeitet haben, kann es nicht weitergehen. Ohne entsprechende Ressourcen kann vieles, was bisher von Schule als Institution geleistet wurde, nicht mehr stattfinden.“

Die Schulen benötigen dringend Unterstützung durch:
  • Anmietung weiterer geeigneter Räume für die neu zu bildenden Schulklassen,
  • Einstellung von weiteren Lehrkräften und Hilfspersonal für die Absicherung des Unterrichts und der Verwaltungsaufgaben,
  • Sozialarbeiter und Psychologen zur Bewältigung der psychischen Problemlagen der Schülerinnen und Schüler,
  • Aufgabenüberprüfung bei den Lehrkräften und
  • Entlastungsmaßnahmen zur Reduktion der Arbeitsbelastung.


Bildungsminister Holter schrieb zum Schuljahresbeginn an die Schulen: „Gehen wir die Herausforderungen deshalb zusammen an!“ Die Thüringer Lehrkräfte hoffen, diesmal wirklich nicht allein gelassen zu werden.
Autor: red

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Kommentare
Kritiker86
27.08.2022, 13:29 Uhr
Immer..
Weniger Arbeitskräfte müssen immer mehr stemmen. Dies ist politisch so gewollt, um weiter Geld einzusparen. Überlegt mal wie viele Schulen es vor 20Jahren noch gab in NDH und Umgebung. Das wird mit Krankenhäusern, und öffentlichen Gebäuden die nächsten Jahre so weitergehen. Man will in Deutschland sparen, egal was da komme, damit die Besserverdienen noch mehr Einnehmen können, wird auch der kleinste Arbeitnehmer ausgepresst, auf Teufel komm raus. Siehe aktuell das deutsche Fernsehen. Leider ist das in Deutschland in allen Branchen so, wo die Bosse sitzen. Der Bergriff Futschland passt sehr gut zu unseren neuen Zuhause. Bis es aber kracht, muss es aber noch viel viel schlimmer werden. Eine komplette Kehrtwende müsste her, mit neuen Parteien und neuen Gesichtern, aber es werden immer wieder die selben gewählt... Immer im Wechsel. Als nächstes ist dann die CDU wieder dran in Deutschland. Im alternativen zerstörten und heruntergekommenen Osten gibt es leider wirklich nur die eine Alternative Partei, wie es scheint. Aber alles ändert sich, nix wird bleiben wie es ist...
geloescht.20250302
27.08.2022, 15:39 Uhr
Warten Sie mal ab!
Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald keine Lehrer mehr, sondern nur noch Dolmetscher, die aus Büchern vorlesen bzw. die entsprechende Simultan-Übersetzung zum Besten geben.

Vielleicht noch ein paar Formeln an die Tafel klatschen und dann in 5 verschiedenen Sprachen verkündet: "Googelt das mal zuhause!"

Die woke Cancel Culture arbeitet garantiert schon daran, auch Goethe, Schiller, Heine (Von Philosophen oder dem schon als Denkmal gestürzten Gründer der Sozialversicherung Bismarck muss ich gar nicht anfangen, oder?) aus fadenscheinigen Gründen dem Lehrplan zu entziehen.
Waldemar Ceckorr
27.08.2022, 15:42 Uhr
Eine komplette Kehrtwende müsste her, mit neuen Parteien und neuen Gesichtern
das würde nichts ändern, wir brauchen keine parteien sondern menschen die was für menschen und deutschland tun, wie es am reichstag steht: Dem Deutschen Volke
parteien, egal welcher farbe, egal mit welchen buchstaben würden sich ,wie gehabt, nur mit sich selbst befassen, postengeschacher etc., das haben wir alles schon.

der waldi
Tamara Jagellovsk
27.08.2022, 16:23 Uhr
politisch so gewollt, ja, aber
dabei sollte auch die demografische Entwicklung in D nicht unberücksichtigt bleiben.
Nach den Babyboomern kam ca. Mitte der 60er Jahre der Pillenknick.
Anfang der 1970er Jahre gab es den Schnittpunkt an dem die Geburtenrate unter die Sterbefälle sank.
Das geht seit ~50 Jahren so.
Wo also sollen die Lehrer ( und andere Fachkräfte ) herkommen ?
aus Syrien, Afghanistan, wohl eher nicht.
Und die Babyboomer kommen langsam auch ins Rentenalter und die Sterbefälle nehmen entsprechend auch zu.
Tamara Jagellovsk GSD
Kritiker2010
27.08.2022, 19:10 Uhr
Wenn sich Lehrer im Mangel selbst abschaffen ...
Es gibt sie, engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die Interesse an ihren Schülern haben, Wissen verständlich vermitteln und dabei immer wieder mehr leisten, als das vereinbarte Pflichtprogramm. Doch nominell reicht das nicht, um persönliche Defizite oder fehlenden Qualifikationen der leistungsschwachen Kollegen und zahlreiche unbesetzte Stellen zu kompensieren.

Die Zeit der „Pandemie“ hat leider gezeigt, dass einige Lehrer bereits den Anschluss verpasst haben und so die Gefahr besteht, dass Lehre zukünftig besser, effizienter und multilingual von E-Learning-Unternehmen realisiert wird. Nicht wenige Menschen (ich nicht) sehen darin die Zukunft. Lehrer im klassischen Sinne werden dann einfach ausgemustert.

An den Lehrernachwuchs dürfen wir aktuell leider auch keine allzu hohen Erwartungen knüpfen, weder bezüglich Leistungsbereitschaft, noch bei der inhaltlichen Tiefe. Viele von Ihnen sind als Schüler bereits selbst Opfer einer Bildungsdoktrin geworden, die sich immer weniger für Fakten und Zusammenhänge interessiert und naturwissenschaftliche Wissenslücken völlig ungeniert mit Narrativen und Ideologie auffüllen. Gender-Spinnereien, Weltuntergangstheorien und Kolonial-Scham ersetzen aber in der Realität nicht notwendiges Wissen aus Mathematik, Physik, Biologie oder Chemie.

Mehr brauchbare Lehrer mit den benötigten „harten“ Qualifikationen wird es wohl kurzfristig nicht geben und langfristig nur dann, wenn die vorhandenen Lehrer wieder mehr relevantes Wissen vermitteln, anstatt Gefühlslagen zu erkunden und sich zu Predigern mannigfaltiger Ausblühungen eines wirren Zeitgeistes degradieren lassen.
razebuz
27.08.2022, 20:20 Uhr
fachkräfte mangel
Es wird vergessen dass , wenn es um fehlende Fachkräfte geht , die Wurzel des übels in der fam.+sozial politik der letzten 40 jahre liegt !!
warum haben denn deutsche fam. fast nur 1 max 2 Kinder ?
weil sie sich einfach nicht mehr leisten können , weil die frauen mit mehr kindern kaum eine Chance zurück in den Arbeitsmarkt hatten / haben .
weil es zu wenig Krippen + Kinderplätze gab / gibt .
Daraus resultiert der Geburtenrückgang und daraus folgender Arbeitskräftemangel .

das ist genauso künstlich erzeugt, wie der Wohnungsmangel , es wären genug bezahlbare Wohnungen da, wenn in diesen Wohnungen nicht Millionen Zugereiste säßen .

ps . : wer tip fehler findet , darf sie behalten ....
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