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Sa, 10:00 Uhr
03.09.2022
Pumpspeicherwerke in Thüringen

Unverzichtbar für die Energiewende

Mit einem Besuch im größten Pumpspeicherwerk (PSW) Deutschlands in Goldisthal unterstreicht Energieministerin Siegesmund deren Bedeutung für die Energiewende. Die Stromspeicher müssten dringend ausgebaut werden...

"Unsere Pumpspeicherwerke stabilisieren das Netz und sind deshalb unverzichtbar. Allein in Thüringen steht ein Viertel der deutschen PSW-Speicherkapazität. Für den Ausbau der Kapazitäten sollte auch deren Bau im überragenden öffentlichen Interesse sein.

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Das hat der Bundesgesetzgeber für den Ausbau der Erneuerbaren mit dem Osterpaket beschlossen. Aber nur mit der gleichen Einstufung für Speicher wird eine verlässliche grüne Infrastruktur rund“, so Energieministerin Siegesmund.

Die Zunahme schwankender Stromeinspeisungen (je nach Ertrag von Wind- und Sonnen-Energie) erfordert einen Ausbau von Stromnetzen, aber insbesondere auch von Stromspeichern. Diese können Schwankungen zwischen Stromerzeugung und -bedarf ausgleichen und damit eine stabile und zuverlässige Versorgung mit elektrischer Energie gewährleisten. Deshalb hat sich Thüringen regelmäßig und schließlich erfolgreich im Bundesrat dafür eingesetzt, Hemmnisse für das Errichten und den Betrieb von Pumpspeicherwerken Stück für Stück zu beseitigen. PSWe sind jetzt beim Strombezug von der Stromsteuer sowie von allen Umlagen befreit, die auf den Stromverbrauch entfallen.

„Unser Drängen auf mehr Wirtschaftlichkeit hat sich bereits ausgezahlt“, so Energieministerin Siegesmund, „Da geht aber noch mehr. Wir brauchen einen guten und verlässlichen Rechtsrahmen, die konsequente Umsetzung der EU-Binnenmarktrichtlinie und schließlich auch die Entlastung von allen Letztverbraucherabgaben inklusive Netzentgelten.“

Thüringen stellt mit 1.526 MW ein knappes Viertel der deutschen Pumpspeicherleistung von gut 6.565 MW und damit einen überproportional großen Anteil. Neben Goldisthal gibt es in Thüringen außerdem noch die Pumpspeicherwerke Hohenwarte I und II, Bleiloch und Wisenta.

Mit der letzten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes hat der Bund klargestellt, dass Speicher weder Energieerzeuger noch -verbraucher sondern als Energiespeicher gezielt einzeln zu definieren sind. Damit wurde eine wichtige Forderung der Energiespeicherbranche erfüllt, die insbesondere die weitestgehende Befreiung von Netzentgelten nach sich zieht.

Weitere Potentiale für Pumpspeicherwerke finden sich im Thüringer Pumpspeicherkataster.
Autor: red

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Kommentare
Fönix
03.09.2022, 11:29 Uhr
Und was ist mit den Wassermühlen?
Es ist ja schön und gut, dass der über viele Jahre staatlich verordnete Unfug, bei den Pumpspeicherwerken für jeden Einspeise- und Rückspeisevorgang Stromsteuer zu erheben, endlich ein Ende gefunden hat. Die Misere war so groß, dass die großen Betreiber in den letzten Jahren verstärkt versucht haben, die durch diese unsinnige, ja geradezu kriminelle Besteuerung unrentabel arbeitenden Anlagen irgendwie abzustoßen. In meinen Augen deshalb kriminell, weil die großen Pumpspeicherwerke die einzigen Anlagen sind, mit denen nach einem "blackout" die Stromnetze wieder hochgefahren werden können.

Ich hätte deshalb statt der Selbstbeweihräucherung von der thüringischen Umweltministerin etwas mehr Demut erwartet. Es ist schon erstaunlich, wie laut man jubeln kann, wenn man offensichtlichen Blödsinn zukünftig unterlässt.

In diesem Zusammenhang muss auch unbedingt über die vielen Wassermühlen gesprochen werden, deren Betreibern von der Politik gerade das Genick gebrochen wird. Mit der aktuell eingeforderten Umsetzung im Detail ausgesprochen fragwürdiger "EU-Vorgaben" (Stichworte Lamellenabstand der Einlaufgitter, landschaftsnotwendiger Mindestabfluss, Fischaufstiegsanlagen) werden diese oft seit Jahrhunderten betriebenen Wasserkraftanlagen für die Betreiber endgültig unwirtschaftlich. Dabei liefern sie 24/7 Strom, sind also im Gegensatz zu Windkraft- und Solaranlagen uneingeschränkt grundlastfähig.

Wieder ist die große Politik unfähig, vernünftige Lösungen zu schaffen. Statt die Ertüchtigung dieser auch kulturhistorisch wertvollen, oft in Familienbesitz befindlichen Anlagen mit Fördermitteln auskömmlich zu flankieren, werden die Daumenschrauben angesetzt und die Mühlenbetreiber mit festgesetzten Stichtagen aufgefordert, entweder mit im Einzelfall völlig unsinnigen "Regelvorgaben" die Anlage auf eigene Kosten umzubauen (wir sprechen hier selbst bei kleineren Mühlen über hohe 6-stellige Beträge!) oder gleich das Wasserrecht abzugeben.

Was ich von diesem Vorgehen halte, darf ich hier nicht formulieren, sonst würde man diesen Kommentar gnadenlos sperren. Das aber auch in diesem Zusammenhang wieder offenkundig wird, welch großen Schaden die Politik oft anrichtet, darf ich sicher schreiben.
sputnik
03.09.2022, 12:51 Uhr
weitere Pumspeicheranlagen, z. B. Rappbode/Wendefurth
Die schon zu DDR-Zeiten besonders hervorgehobene Rappbodetalsperre mit dem Pumpspeicherwerk in Wendfurth spielt sicher auch noch eine Rolle, oder? Auch wenn sie nicht in Thüringen liegt.
Hier mal der Originaltextausschnitt aus der Webseite der rappbodetalsperre:
Die der Rappbodetalsperre nachgeschaltete Wendefurther Talsperre bildet mit einer Höhe von 43 Metern den Abschluss des Bodetalsperrensystems. Als einzige Anlage, die nicht für die Bereitstellung von Trinkwasser genutzt wird, dient sie ausschließlich dem Hochwasserschutz und der Stromerzeugung.
grobschmied56
03.09.2022, 13:31 Uhr
Korrektur notwendig:
Im Text hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Es sollte heißen > 6.565 GW < also Gigawatt, nicht Megawatt. der Unterschied ist also das Tausendfache.
Dr. Google:
'Stand der Entwicklung / kommerziell verfügbar: seit Jahrzehnten ausgereifte und erfolgreich betriebene Stromspeichertechnologie im Leistungsbereich von ca. 50 MW bis > 1 GW, TRL = 9. In Deutschland sind derzeit 31 PSW mit einer Leistung von 6,4 GW und einer Speicherkapazität von 37,4 GWh in Betrieb.'
Zitat Ende.
HeiKev
03.09.2022, 15:01 Uhr
Ist das nicht niedlich,
wie der Superschlaue aus dem Vogelnest und der Grobschmiede hier schon wieder alles besser weiss?

Energiewende gibt es nicht umsonst und ganz offensichtlich gab es hier in der Gegend früher viele gute Ingenieure die mehr auf der Pfanne hatten als ein ewig gestriger Narzisst, der alles kaputt quatscht, weil die Ahnung und vor allem das Wissen fehlt.

Frau Sigismund hat recht, wenn sie in diese Richtung denkt und Möglichkeiten für eine sichere Energieversorgung sieht. Das ist vorausschauendes Denken. Das kaputt Gequatsche aus dem Vogelnest oder der Dorfschmiede hilft keinem!
Peperoni
03.09.2022, 21:16 Uhr
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grobschmied56
04.09.2022, 01:24 Uhr
Hauptsache: mit Dreck geschmissen!...
... muß wohl so die Tätigkeit von 'Landarbeitern' umschrieben werden. Da spielt es auch keine Rolle, ob korrekte Maßeinheiten benutzt werden.
Den Unterschied zwischen Gigawatt und Megawatt sollte man aber schon kennen.
Es ist der Unterschied, der alte und bewährte Techniker von grünen Einhorn-Züchtern und Windmühlen-Anpustern trennt.
Einfach mal genau hinsehen und nachdenken.
Dann kommt die Erkenntnis von ganz alleine.
;-)
Kobold2
04.09.2022, 07:57 Uhr
Schöner Kommentar
vom Landarbeiter.
Weil sich so einige, eine Energiewende nicht vorstellen können, da der Zaun vom eigenen Vorgarten offensichtlich zu hoch ist, melken sie lieber die alte Kuh, bis sie tot im Gras liegt.
Dann sind naturch wieder die anderen Schuld. Mal 3m in die Zukunft schauen, geht halt nicht.....m
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