Bis zum Abschluss des 3. Quartals 2022 erreichten die Thüringer Industriebetriebe einen Gesamtumsatz von 28,2 Milliarden Euro und damit eine Umsatzsteigerung von 3,5 Milliarden Euro (+14,4 Prozent). Der Thüringer Norden bewegt sich im Vergleich im Mittelfeld...
Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik konnten alle Land- und Stadtkreise ein Umsatzplus erzielen. Bei den Umsatzzuwächsen ist zu beachten, dass sich hier starke Preisanstiege widerspiegeln. Preisbereinigte Umsätze liegen derzeit nach Kreisen nicht vor.
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Drei Landkreise sowie ein Stadtkreis erwirtschafteten jeweils ein Umsatzvolumen von über zwei Milliarden Euro. Umsatzspitzenreiter war der Wartburgkreis mit 3 265 Millionen Euro, gefolgt von Gotha mit 2 854 Millionen Euro, dem Ilm-Kreis mit 2 508 Millionen Euro sowie der Stadt Jena mit 2 166 Millionen Euro Umsatz.
Thüringer Industrie im Vergleich (Foto: Landesamt für Statistik)
Die höchsten absoluten Umsatzzuwächse erzielten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum:
Ilm-Kreis (+339,4 Millionen Euro; +15,6 Prozent) sowie
Saalfeld-Rudolstadt (+314,8 Millionen Euro; +21,1 Prozent),
Gotha (+276,1 Millionen Euro; +10,7 Prozent)
Die Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt, betrug von Januar bis September 2022 im Durchschnitt 37,3 Prozent und entsprach dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die kreisfreie Stadt Jena mit 1 625 Millionen Euro Ausfuhren (+15,9 Prozent) weist die höchste Exportquote mit 75,0 Prozent aus. Im Monatsdurchschnitt waren von Januar bis September 2022 in den Thüringer Industriebetrieben 143.000 Personen tätig, 2 094 Personen mehr als 2021 (+1,5 Prozent).
Den höchsten Zuwachs verzeichnete Jena mit 538 Personen. Bei sechs Land- und zwei Stadtkreisen war in der Industrie dennoch ein Rückgang an Arbeitsplätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festzustellen. Den höchsten Rückgang an Arbeitsplätzen verzeichnete der Unstrut-Hainich-Kreis mit 225 Personen.