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Mo, 15:39 Uhr
01.04.2024
Auto-Frühjahrsputz:

Weg mit dem Winterdreck

Zum Frühlingsbeginn ist es an der Zeit nicht nur Haus und Hof von den Hinterlassenschaften des Winters zu befreien, sondern auch das Auto einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Schließlich haben dem in den zurückliegenden Monaten nicht allein Kälte und Feuchtigkeit zugesetzt, das Auto war auch Salz und Streusplitt ausgesetzt...

Waschanlage (Symbolbild) (Foto: János Bencs auf Pixabay) Waschanlage (Symbolbild) (Foto: János Bencs auf Pixabay)
Insbesondere in jenen Regionen, in denen wiederholt Schnee und Eis auftraten, setzte der Winter den fahrbaren Untersätzen erheblich zu. Unsere Autos haben sich also etwas Aufmerksamkeit und Pflege verdient, zumal die Beseitigung von Winterdreck und Salzablagerungen auch dem Werterhalt und der Funktionstüchtigkeit des Fahrzeugs zugutekommt. Ein Auto ist schließlich ein Gebrauchs- und kein Verbrauchsgegenstand.

Die gute Nachricht vorab: Das Wellness-Programm für das Auto erfordert keinen überbordenden Aufwand. Den Anfang sollte stets eine Fahrzeugwäsche machen, die am besten von einer Waschanlage erledigt wird. Sorgen um die Unversehrtheit des eigenen Autos in der Waschanlage sind unbegründet, wenn man die Hinweise der Beschilderung und des Personals der Anlagen beachtet. Das gilt auch für das Thema „Mikrokratzer“, denn seit Waschanlagen in aller Regel auf lackschonende Lappen- oder Schaumstoffelemente setzen, und die vergleichsweise harten Nylonborsten ausgemustert wurden, sind die passé.

Sehr zu empfehlen sind Waschstraßen, durch die das Auto während der eigentlichen Wäsche gezogen wird und die eine manuelle Vorreinigung bieten. Mit Hochdruckreinigern nehmen sich die Mitarbeiter der Waschanlagen dabei speziell die neuralgischen Winkel und Ecken des Autos vor, in denen sich die winterlichen Dreck-Ablagerungen üblicherweise festsetzen. Die lackschonende Entfernung der übrigen Verschmutzungen erfolgt dann bei der maschinellen Wäsche.

AvD Tipp: Wählen Sie in der Waschanlage ein Programm mit Unterbodenreinigung. Insbesondere die Unterseite des Autos ist permanent dem Schmutz der Straße ausgesetzt.

Die Autounterseite weist zudem eine Reihe von Stellen auf, an denen sich Schmutz und Streusalzreste anhaften können, ohne dass das Spritzwasser einer Regenfahrt oder eine einfache Autowäsche genügen würde, diese zu beseitigen. Zwar ist der Unterboden moderner Autos durch Verkleidungen und Konservierungen prinzipiell gut geschützt, doch kleinste Beschädigungen können genügen, um Rost eine Angriffsmöglichkeit zu bieten.
Insbesondere für Cabrios mit Stoff- oder Kunststoffverdeck kommt alternativ die manuelle Wäsche mit Schwamm und Schlauch in Betracht, da die rotierenden Bürstenelemente einer Waschanlage das Material des Verdecks stark beanspruchen.

Die manuelle Wäsche zuhause ist zwar grundsätzlich nicht verboten, vieler Orts untersagen jedoch die Gemeindesatzungen die Do-it-yourself-Autowäsche auf der Straße. Diesbezügliche Erkundigungen bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung sind also dringend ratsam. Alternativ lassen sich Autos aber auch in sogenannte Waschparks händisch waschen, die mit Ölabscheidern und Schmutzfiltern ausgerüstet sind. Der wichtigste Rat für die manuelle Wäsche ist, keinesfalls mit Wasser zu sparen – andernfalls drohen Kratzer im Lack. Wenn, dann sollten Hochdruckreiniger nur mit Vorsicht und niedriger Druckeinstellung sowie einem Mindestabstand von 30 Zentimetern genutzt werden. Triff der Wasserstrahl mit zu hohem Druck und zu konzentriert auf, können Reifen, Dichtungen und die bereits angesprochenen Cabrio-Verdecke Schaden nehmen.

Tipps für die Waschanlage:
1. Einen Eimer, einen Schwamm und Lappen zum Nachtrocknen mitnehmen. Besonders gut geeignet sind speziell für das Trocknen ausgelegte Mikrofasertücher. Wer das gute alte Fensterleder bevorzugt, sollte mindestens zwei Leder zur Verfügung haben, die abwechselnd zum Einsatz kommen. Außerdem ist es vorteilhaft Gummipflege, Fensterreiniger, drei bis vier fusselfreie Lappen z. B. alte Geschirrtücher, ein Mikrofasertuch und eine Flasche Auto-Hartwachs zur Hand zu haben. Chromteile und andere hochglänzende Flächen lassen sich mit speziellen Chrom-Reinigern säubern, aber auch herkömmliche Zahnpasta bringt den Chromglanz prima zurück.

2. Bietet die Waschanlage keine manuelle Vorreinigung, lässt sich die Reinigungsleistung verbessern, wenn das Auto vor der Einfahrt in die Waschanlage mit einem Hochdruckreiniger abgesprüht wird. Das löst den Schmutz an und die Oberflächen erfahren eine Voreinigung. Ist keine entsprechende Einrichtung vorhanden, das Auto vor dem Beginn des Waschprogramms mit einigen Eimern klarem Wasser übergießen und oberflächlich anfeuchten. Damit die Räder zuverlässig sauber werden, diese sparsam mit Felgenreiniger einsprühen, den Reiniger mit einem Pinsel auf der Felge verteilen und so den Dreck auch in den Ecken anlösen. Nach der empfohlenen Einwirkzeit in die Waschanlage einfahren.

3. Nach erfolgter Wäsche das Auto an einer schattigen Stelle abstellen, den Eimer mit klarem Wasser befüllen und die Autoleder einweichen. Türen und Hauben öffnen und Wasserreste abledern sowie die Türeinstiege nachwischen. Partien, die von der Waschanlage nicht erreicht wurden – zum Beispiel die Bereiche unterhalb der Türgriffe oder die Kennzeichenaufnahme am Heck – mit einem Schwamm und reichlich klarem Wasser nachwischen und abtrocknen. Abschließend alle lackierten Flächen mit einer Schicht Hartwachs versiegeln.

4. Gummidichtungen mit angefeuchtetem Küchenkrepp abreiben, dabei das Papier immer wieder wenden. Nach dem Trocknen die Dichtungen mit Gummipflege nachbehandeln, damit sie elastisch bleiben. Neben speziellen, glyzerinhaltigen Gummipflegemitteln, erfüllen auch Vaseline oder Puder den gleichen Zweck.

Weiter zur Innenreinigung …
5. Ist das Exterieur des Autos abgearbeitet, geht es zum Saugplatz. Vor dem Saugen alle Türen öffnen und Fußmatten und Teppiche entnehmen. Auch empfiehlt sich ein Blick unter die Sitze, um runtergefallene Gegenstände zu entdecken und zu bergen bevor sie in der Düse des Saugers verschwinden. Zuerst die Polster und danach den Fußraum und schließlich den Kofferraum absaugen.

6. Matten und Teppiche auf dem Reinigungsrost abklopfen, dann wieder ins Auto einlegen und absaugen. Wer einen Automaten zur Mattenreinigung nutzen kann, sollte die Matten nur dann von der Maschine mit Wasser reinigen lassen, wenn die Möglichkeit besteht, die Matten außerhalb des Autos für mehrere Stunden trocknen zu lassen. Wer lieber zum Schaumreiniger greift, sollte zunächst an einer verdeckten Stelle prüfen, ob der Reiniger neben dem Schmutz möglicherweise auch die Farbe entfernt. Anschließend genau nach Anleitung vorgehen.

7. Glasflächen mit Fensterreiniger behandeln. Möglichst keine alkoholhaltigen Reiniger benutzen, denn Kunststoff und Plexiglas, aber auch die Softlacke auf den Oberflächen können dadurch matt und rissig werden. Die Frontscheibe besonders gründlich reinigen und mit einem Papiertuch nachwischen. Bei dieser Gelegenheit bietet sich ein eingehender Blick auf die Scheibenwischer an, um diese auf eventuelle Beschädigungen zu prüfen und im Fall des Falles neue Wischerblätter zu montieren.

8. Die Oberflächen im Innenraum, den Instrumententräger, die Mittelkonsole, Türleisten, etc. mit einem Mikrofasertuch abwischen. Lederlenkräder und –polster freuen sich über sparsam aufgetragene Lederpflege.

9. Sollte es im Auto trotz des Großreinemachens noch muffeln, kann eine Schale mit frisch gemahlenem Kaffee, die über Nacht im Auto steht, Wunder wirken. War auch das erfolglos, bleibt nur die Ozon-Behandlung durch einen Autopflege-Profi.
Kleiner Service zum Abschluss

10. Den Abschluss des automobilen Frühjahrsputzes bildet die Kontrolle der Füllstände des Motoröls und der Kühlmittel sowie das Auffüllen des Wischwasserbehälters mit Wasch und Reinigungszusatz. Nach einer Sichtkontrolle des Keilriemens (Ausfransungen, Risse?) die Motorhaube wieder sorgfältig schließen.

11. Zu guter Letzt unbedingt den Luftdruck der Reifen prüfen. Dieser Punkt ist umso wichtiger bei Fahrzeugen, die von Winter- auf Sommerreifen umgerüstet wurden sowie bei Young- und Oldtimern, die während des Winters kaum bewegt wurden.
Generell sind Autofahrer gut beraten ihr Fahrzeug regelmäßig zu „entrümpeln“. Denn Mehrgewicht führt zu Mehrverbrauch. Außerdem nervt es, wenn Krimskrams in Kurven durch den Kofferraum purzelt.

AvD Tipp: Der Auto-Frühjahrsputz ist ein guter Zeitpunkt, den jährlichen Wechsel des Innenraum-Luftfilters zu erledigen sowie die Klimaanlage überprüfen und reinigen zu lassen. Am bequemsten geschieht das in einer Fachwerkstatt, die nicht nur den passenden Luftfilter-Ersatz rasch zur Hand hat, sondern die auch für die Handhabung des unter Umständen aggressiven Klimaanlagen-Kühlmittels ausgerüstet ist.

Wer lange Freude an seinem Auto haben möchte, die Abnutzung reduzieren und den Wertverlust minimieren möchte, sollte seinem Fahrzeug regelmäßig eine Wäsche gönnen. So bleibt der Glanz des Lacks dauerhaft erhalten, weil Schmutz und Staub keine Chance haben, die Lackierung anzugreifen. Glatte und konservierte Oberflächen reduzieren das Anhaften von Schmutz und Insekten und lassen sich leichter reinigen. Gerade das manuelle Nachtrocknen des Autos hilft, kleine Beschädigungen frühzeitig zu erkennen. Sauberkeit ist aber auch ein Sicherheitsplus: Untersuchungen belegen, dass saubere, glänzende Autos im Straßenverkehr bis zu vier Sekunden früher wahrgenommen werden als verdreckte Gefährte mit stumpfer Lackierung.
Autor: psg

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